Liveticker
Spaß – Christian Lindner 26:0
Bundesliga

15.15 Uhr

Hallo. Hier dein per­sön­li­ches Horo­skop zum Oster­wo­chen­ende: Bleib zu Hause!

15.18 Uhr

Und dann kommen wir auch schon zu den Par­tien des heu­tigen Nach­mit­tags: Bayern Mün­chen – For­tuna Düs­sel­dorf, SC Pader­born – Borussia Dort­mund, VfL Wolfs­burg – Ein­tracht Frank­furt, SC Frei­burg – Bayer Lever­kusen und 1. FSV Mainz 05 – TSG 1899 Hof­fen­heim. Mein Tipp: 5x Spaß. 

15.21 Uhr

Muss ja sagen, die his­TOO­O­Ri­sche Kon­fe­renz“ ist das per­fekte Format für mich. Weil sie ist, wie jede meiner Lebens­an­stren­gungen: besser als Nichts.

15.24 Uhr

Und noch eine gute Nach­richt: Kein VAR heute, gibt’s ein­fach nicht. Statt­dessen, Ach­tung, alt­deut­sche Sprache: Tat­sa­chen­ent­schei­dung. Hu. Gän­se­haut.

15.27 Uhr

Gerade Roman Wei­den­feller im Spie­ler­tunnel von Pader­born. Was mich zur Frage bringt: Hat die Haargel ver­ar­bei­tende Indus­trie sein Kar­rie­re­ende inzwi­schen ver­wunden?

15.29 Uhr

Ein­tracht Frank­furt mit Trainer Fried­helm Funkel“. Und ich dachte, Das Leben ist stark ein­ge­schränkt. Auch in Saar­brü­cken“, wäre der son­der­barste Satz meines heu­tigen Tages.

1.

Los geht’s. Pader­born von rechts nach links. Manche Dinge ändern sich ein­fach nie …

3.

TOR in Mainz! 1:0 für die Gast­geber gegen die TSG Hof­fen­heim. Nach Ecke Malli, nach sub­op­ti­maler Ret­tungstat von Oliver Bau­mann und Kopf­ball (!) von Pablo de Blasis. Einer dieser Men­schen, die klingen wie ihre eigene Dia­gnose.

5.

Tor in Frei­burg! Und schon wieder muss Oliver Bau­mann hinter sich greifen. Distanz­schuss Lars Bender, Bau­mann sieht nix und dann die Füh­rung für Lever­kusen. Da fehlen einem die Worte. Zum Glück habe ich ges­tern eine Folge Ger­manys Next Top­model gesehen“. Bin jetzt drin im Biz. Im Talk. Wes­wegen ich den fol­genden Oliver-Bau­mann-Tick auch ganz locker in der Sprache Heidi Klums notieren kann: Hallöle. Weißt, wie ich mein?! Ne?! Du gehörst leider zu den Schwächsten diese Woche.“ 

8.

Düs­sel­dorf bei den Bayern in grünen Tri­kots und mit Trainer Nor­bert Meier. Herrje. Wie sich der Fuß­ball ver­än­dert hat. Aber hey, am Ende gilt das für alles im Leben. Hier zum Bei­spiel der Blick in eine moderne Tele­fon­zelle:

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11.

Tor in Pader­born! Tor für Dort­mund. Durm von links auf Aub­ameyang, 0:1. Und hier kommt die Pointe: Einer von beiden wird mal Welt­meister, der andere für einen Mit­tel­klasse-Klub in Eng­land spielen. 

14.

Tor in Mün­chen, Düs­sel­dorf mit der Füh­rung. Bolly aus fünf Metern gegen die Lauf- bzw. Steh­rich­tung von Manuel Neuer. Und wie süss das ist, wie schüch­tern der Rekla­mierarm da noch ist, ein zartes Pflänz­chen des Ist doch nicht Dein Ernst, Du Welt­tor­hüter, dass Du bei JEDEM VER­DAMMTEN GEGENTOR DIESEN ARM IN DIE HÖHE SCHNELLEN LÄSST“. Und Bolly? Freut sich und hofft wieder ver­stärkt auf die Erfül­lung seines Lebens­traums: Sturm­partner Wood.

17.

Grad wenig los auf den Plätzen. Zeit, unserem Bil­dungs­auf­trag nach­zu­kommen. Hier die Rück­an­sicht eines ordi­nären See­sterns: 

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20.

Uh. Kra­maric für Hof­fen­heim in Mainz wie ein eng­li­scher Tou­rist nach dem Pub-Crawl: An den Pfosten. 

22.

Tor in Wolfs­burg. 1:0 für Frank­furt. Amana­tidis nach Fehl­pass von Josué frei vor Lenz und dann ganz öster­lich mit dem Lupfer unter das Lat­ten­kreuz. Oder wie man in der Kirche der Ein­tracht sagt: Aman.

24.

Da ist das dritte Gegentor für Oliver Bau­mann und das 2:0 für Mainz. Wieder Pablo de Blasis. Und zugleich: Gra­fite mit dem Aus­gleich für Wolfs­burg. Gegen Oka Nikolov. Und damit gegen den Mann, gegen dessen Frisur keine Schere gewachsen war. Und dann sofort: das vierte Gegentor für Oliver Bau­mann und das 3:0 für Mainz gegen Hof­fen­heim. Und Bau­manns Cor­doba heißt Cor­doba, der aus 17 Metern abkul­lert und über die Flutsch­fin­gern von Hof­fen­heims Keeper ins Glück zielt.

27.

Eine Kon­fe­renz wie ein Disput zwi­schen Chris­tian Drosten und Alex­ander Kekulé: es geht Hin und Her und viel Ver­wir­rung.

30.

Mario Gomez auf der Bank. Aber keine Sorge: Ruht sich nur aus. Ist erlaubt.

33.

Philipp Lahm spielt Fuß­ball wie ein TÜV-Prüf­pro­to­koll. Alles nach Vor­schrift. Freude? Ach, komm. Hier wird gear­beitet, freuen können wir uns nach Fei­er­abend. Viel­leicht.

36.

Bau­mann kas­siert einen (Frei­burg-Lever­kusen 0:2), Sandro Wagner macht einen (Mainz-Hof­fen­heim 3:1). Und sonst so? Aha: 

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39.

Hof­fen­heim als Pio­nier: Wäre lieber zu Hause geblieben. 1:4 in Mainz.

43.

Und die Bayern, sie glei­chen aus. Thomas Müller nach Philipp-Lahm-Steck­pass aus der Dre­hung in die lange Ecke. Und irgendwo im Heute durch­zuckt es Markus Söder zu einem Gern geschehen“.

45.

Reus noch mit dem 2:0 für Dort­mund in Pader­born. Und dann: Halb­zeit. Rich­tige Ent­schei­dung. 

46.

Ich liebe die Kon­fe­renz. Schön mit Freunden in der Kneipe sitzen oder daheim. Ein Bier in der Hand, ein Spruch auf den Lippen, einen Tipp im Herzen. Und dann Tor in Mön­chen­glad­bach“ und man brüllt die böse Ahnung in den Nach­mittag: Bestimmt für Augs­burg. So wie der Ruf klang. Außerdem ver­lieren wir IMMER in Augs­burg. Immer.“ Und dann wollte man es nur nicht herauf beschwören und glaubte heim­lich doch an die Füh­rung für die eigene Mann­schaft. Und dann Jawoll, Juhu und Jip­pie­JaYeah, kleine Schwei­ne­backe Fuß­ball­gott“. Als hätte man damit irgendwas zu tun, oder wäre auch nur hörbar. Es ist bizarr. Es ist wun­der­schön. Und dann Luft holen, wenn es Tor in Mün­chen “ heißt, denn was inter­es­siert einen schon das Tor in Mün­chen“, es ändert ja doch nichts am unverück­baren Lauf der Dinge. Und Luft holen heißt Glück spüren. Und alles ist gut. Aber Kon­fe­renz tickern … puh. Als wolle man den Ill­gner machen, einen ero­ti­schen Tat­sa­chen-Roman schreiben und immer nur schreiben können, weil man ja abbilden will, was ist: Orgasmus, Orgasmus, Orgasmus. Orgasmus.

47.

Aber erstmal Vor­spiel. Bzw.: Anstoss zur zweiten Halb­zeit. 

50.

Dejagah mit dem 2:1 gegen Frank­furt. Kein Orgasmus. Son­dern Tor für Wolfs­burg.

53.

Und jetzt rich­tiger Porn: Frei­burgs Jona­than Schmid quasi von der Eck­fahne mit dem direkt ver­wan­delten Frei­stoß gegen Lever­ku­sens Bernd Leno. Wes­halb es hier jetzt 2:2 steht. Und nun findet mal jemanden, den das inter­es­siert.

56.

Platz­ver­weis in Mainz. Gaetan Buss­mann trifft Kra­maric. Bitter: Er hatte auf Rot­wild gehofft. 

59.

Rupp ver­kürzt. Klingt wie eine Dia­gnose von Doktor Müller-Wohlfarth, ist aber das 1:2 Pader­borns gegen Borussia Dort­mund. Wahn­sinn. Davon werden sie im April 2020 noch reden.

62.

Er wird Räume machen“, so Kai Ditt­mann jetzt über den bei Bayern Mün­chen ein­ge­wech­selten Mario Gomez. Und das in Zeiten der Woh­nungs­knapp­heit. Was für ein Kerl.

65.

In Pader­born sägt Baka­lorz der­weil Marco Reus um. Der wohl nicht wei­ter­spielen kann. Und Jürgen Klopp ist außer sich“, so Hansi Küpper. Also alles wie immer.

68.

Es pas­siert nix. Oder wie man in Berlin sagt: Haupt­stadt­derby.

71.

Tor. Lumpi Lam­bertz mit dem Füh­rungstor für Düs­sel­dorf in Mün­chen. Der damit der erste Spieler der deut­schen Fuß­ball-Geschichte ist, der in allen vier höchsten Ligen des Landes getroffen hat. Und dann auch noch ins kurze Eck von Manuel Neuer. Ach, Lumpi. Der Name allein. Und dann lief er auch immer so, als hätte man ihn und den Boxer-Motor des VW Käfer zusammen erfunden. Dazu diese Frisur, ein per­fektes Pen­dant zum Höh­len­ge­stirn seiner Augen, das gran­diose Under­state­ment zur einzig wahren Lebens­ein­stel­lung: Keine Ahnung, ehr­lich gesagt, aber ich krieg das hin. Ach, Lumpi. Glück­wunsch zu dieser Kar­riere. Du Welt­fuß­baller der Herzen.

74.

Hof­fen­heim ver­kürzt in Mainz und Bayern gleicht gegen Düs­sel­dorf aus. Durch Claudio Pizarro. Was hin­rei­chend ist für die fol­gende Fest­stel­lung: ver­dient.

77.

Immer wenn ich Jona­than Schmid sehe, denke ich mir: Es kommt tat­säch­lich auf die inneren Werte an. Des Ober­schen­kels.

80.

Tor für Dort­mund und dann doch nicht, weil Kevin Groß­kreutz angeb­lich im Abseits stand und das stand er halt nicht und viel­leicht ist der VAR doch nicht so kacke, zumal kurz darauf das 2:2 fällt für Pader­born, die mit VAR nach dem Foul von Baka­lorz an Reus auf keinen Fall mehr zu elft spielen würden hier aber ich habe keine Kraft mehr für diese Gedanken, und es ist ja doch auch alles egal, und des­halb spricht jetzt hier meine Wasch­ma­schine: 

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83.

4:4 in Mainz. Szalai für Hof­fen­heim. Mit einem typi­schen Szalai. Und mithin also einem Treffer, bei dem man nicht genau weiß: Wollte der Ungar da in Rich­tung Tor oder doch nur Rich­tung Alters­heim abkni­cken. Aber viel­leicht gibt es diesen Unter­schied auch gar nicht? Was weiß ich. Und viel­leicht, liebe Freunde von Sky, muss man so eine Kon­fe­renz nicht gut tickern können (Orgasmus, Orgasmus, Orgasmus), und trotzdem ist es eine gute Idee, diese his­TOO­O­Ri­sche Kon­fe­renz und trotzdem wäre es mal ganz schön, ein dröges 0:0 drunter zu mischen unter all das Spek­takel, denn auch das ist das Leben, oder zumeist: dröge. 

86.

Jerome Boateng mit dem 3:2 für Bayern gegen Düs­sel­dorf. Sein erster Treffer für die Bayern über­haupt. Und ich wünschte, er wäre mein Nachbar. Denn dann wäre ich reich.

89.

Bezeich­nend. Groß­kreutz in Pader­born außer sich. Fragt: Warum liegt denn hier Stroh­diek rum?“ Muss dann auf Geheiß von Schiri Wolf­gang Stark auf Abstand. Und wenn Groß­kreutz ein Großer ist, sagt er jetzt: Dann blas mir doch einen“. Aber das ist nur ein Pfiff. Frei­stoß Pader­born.

90.

Klaus mit dem 3:2‑Siegtreffer für Frei­burg gegen Lever­kusen. Und Bayer wieder ohne Mittel gegen Klaus­tro­phobie. Womit ich nur sagen möchte: Ent­schul­di­gung.

17.25 Uhr

Aus. Aus. Aus. Die Spiele sind aus. Und damit die zweite his­TOO­O­Ri­sche Kon­fe­renz von Sky. Glück­wunsch an alle, die daheim geblieben sind. Und danke an alle, die daheim bleiben. In diesem Sinne: Frohe Ostern! Und nie­mals ver­gessen:

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