Liveticker
Werder Bremen – 1. FC Köln 6:1
Bundesliga

15:15 Uhr

Hallo und herz­lich Will­kommen! Letzter Spieltag in dieser unwirk­lich anmu­tenden Bun­des­li­ga­saison. Und tat­säch­lich: mit Span­nung. Es ist ein Zwei­kampf. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ein Fern­duell. Immer fra­gend: Was sinkt schnell – Werder Bremen oder das Niveau?

15:20 Uhr

Flo­rian Kohl­feldt, nur noch einen Klas­sen­er­halt davon ent­fernt, dass jeder Jour­na­list seinen Namen richtig schreibt, jeden­falls ver­spricht: Morgen gibt es nur Messer zwi­schen die Zähne und raus da!‘“ Ich per­sön­lich finde: Wie­senhof sollte geschlossen bleiben. 

15:23 Uhr

Wolff-Chris­toph Fuss meldet sich aus Bremen. Wohl nur, weil Uli Klose keinen Arbeits­ver­trag bei Sky hat.

15:25 Uhr

Bitte nicht ver­gessen: Es geht heute auch um sehr viel Geld. Genauer, um 15 Mil­lionen Euro, die Hertha nur bekommt, wenn Werder nicht absteigt und damit 0‑Tore-Stürmer Davie Selke in Brem… hahaha. Tschul­di­gung.

15:30 Uhr

Fuss infor­miert: Sie haben sich bewusst gegen ein Trai­nings­lager ent­schieden.“ Ich finde, so schlecht war die Vor­be­rei­tung unter Koh­feldt nun auch wieder nicht.

1.

Anstoß Bremen. Ab jetzt heißt es hoffen.

2.

Klar, Werder auf Sicher­heit bedacht. Will ein Gegentor ver­meiden. Aber können sie über 90 Minuten eine Stan­dard­si­tua­tion ver­meiden?

4.

Frag­lich natür­lich, ob Bremen genug für den Klas­sen­er­halt getan hat. Düs­sel­dorf z.B. hat erst ges­tern einen neuen Rechts­ver­tei­diger ver­pflichtet. 

6.

W wie​„Wovon träumst du nachts?“

8.

Uff! Bezie­hungs­weise: Modeste. Hat Hammer und Nagel in der Hand, bereit, Werder vor­erst ein­zu­sargen. Belässt es dabei, Pav­lenka anzu­schießen. Schweigen von den Rängen.

10.

Über Bremen regnet es. Wann wech­selt Koh­feldt Fritz Walter ein? Oder wenigs­tens Johan Micoud?

15.

So sehr wie Werder mit dem Rücken zur Wand steht, wun­dert mich eigent­lich nur, dass Alfred Draxler für Bremen noch nicht seinen guten Ruf als Jour­na­list aufs Spiel gesetzt hat.

17.

Koh­feldt braucht jetzt einen tak­ti­schen Kniff (Sym­bol­bild)

SPD Bundesparteitag

19.

Herr­li­cher Pass auf Rashica in die Lücke. Aber: Keine Chance, Füll­krug hatte die Lippen ver­schlossen. 

21.

TOOOOOOOOR für Bremen! Friedl spielt den Ball in die Mitte, Egge­stein will viel­leicht schießen, aber ver­zieht. Ver­zieht per­fekt. Der Traum­pass des kleinen Mannes. Osako am Ball, schlenzt zum 1:0 in den Winkel. So effi­zient, bei Wie­senhof stellen sie ab morgen auf Osa­kord­ar­beit um. 

23.

Als ganz Bremen das letzte Mal so gebannt nach Berlin blickte.. 

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25.

TOOOOR in Berlin! Für Union. Es läuft alles so der­maßen nach Plan, wann genau hat Google Maps die Rechte an der Bun­des­liga gekauft?

27.

TOOOOR für Werder! Rashica mit links, als wäre das Wunder nur Form­sache.

29.

Bums mich! 3:0 für Werder! Weil Bremen erst auf Hand­spiel rekla­miert und dann ein­fach das macht, was Bremen seit dem 1. Spieltag nicht mehr getan hat: spielt ein­fach weiter. Und Füll­krug steht in der Mitte, schweißt den Ball so der­maßen in die Maschen, ein IHK-Vor­sit­zender über­reicht beim Tor­jubel die Aus­bil­dungs­ur­kunde.

32.

34.

Köln bringt Höger. Spä­tes­tens jetzt würde ich an Düs­sel­dorfer Stelle mal Ein­spruch ein­legen.

36.

Nur noch zehn Minuten, bis Dieter Nuhr im For­tuna-Fan­radio nichts andeuten will, aber Greta Thun­berg für die Ergeb­nisse ver­ant­wort­lich macht. 

38.

Wer hätte gedacht, dass Wolff-Chris­toph Fuss kurz vor dem Pau­sen­pfiff fragt, wie Werder mit der unbe­kannten Situa­tion umgehen wird. Und damit eine 3:0‑Führung meint.

40.

Will nicht andeuten, dass Köln den Ein­druck macht, es ginge hier für sie um nichts mehr. Aber wenn ich es gerade richtig gesehen habe, dann hat Gisdol gerade den Zeug­wart ange­wiesen, die Lie­ge­stühle auf­zu­stellen.

42.

Werder hier aktuell nur gefährdet, wenn Köln noch vier Ecken bekommt.

45.

Schiri Dan­kert pfeift zur Pause. Jetzt ist Koh­feldt gefragt, kann er spontan einer Mann­schaft begreifbar machen, wie man eine Füh­rung ver­tei­digt?

16:22 Uhr

Aber bleiben wir sach­lich. Die größte Über­ra­schung sicher­lich, dass Schalke hier heute nicht mehr in Abstiegs­ge­fahr geraten kann.

16:33 Uhr

Die Bremer noch in der Kabine, wollen 45 Minuten zusehen, was in Berlin pas­siert.

46.

Weiter geht’s. Bremen hofft auf Düs­sel­dorf. Bezie­hungs­weise: Die Hölle, das sind immer die anderen.

47.

50.

Falls noch jemand Argu­mente braucht, warum Düs­sel­dorf kein Tor mehr schießen sollte, einem Werder aber eigent­lich auch kom­plett egal ist: Zwei(!) Spiele(!) mehr(!) für(!) Pizarro(!!!). 

52.

Ernst­haft, Schalke liegt 0:3 hinten gegen Frei­burg. Wartet seit 15 Spielen auf einen Sieg. Also ganz ehr­lich, ich meine das nicht einmal mehr ver­höh­nend, son­dern for­dernd, dass die da oben bei der DFL, die dieses Pro­dukt ja auch ver­kaufen wollen, und das ist ja das ein­zige Argu­ment, was denen noch recht ist, der Umsatz, end­lich ein­greifen. Und Schalke zwangs­ab­steigen lassen. Aus Gründen der Mensch­lich­keit. 

54.

TOOOOR in Berlin! 2:0 für Union. Und ich will nicht sagen, dass Werder mit einem Bein in der Rele­ga­tion steht, aber Flo­rian Koh­feldt sollte langsam mit der Video­ana­lyse für Hei­den­heim oder Ham­burg beginnen. 

55.

TOOOOR für Werder Bremen! Unfassbar. Rashica hält drauf, der Ball wird abge­fälscht. Aber Klaassen spurtet durch und kann frei­ste­hend den Abpraller ein­schieben. Ich leg mich fest: Das ist der Klaas­sen­er­halt, min­des­tens bis zur kom­menden Woche. 

58.

TOOOR für Werder Bremen! Osako mit dem zweiten Tor! Das waren die besten vier Minuten seit der Szene aus Good Will Hun­ting, als Will diesem lang­haa­rigen Stu­denten sein Geschichts­wissen um die Ohren gehauen und danach die Han­dy­nummer von Skylar ein­ge­sackt hat. Und an der Sei­ten­linie steht Koh­feldt, drückt Düs­sel­dorf die Nummer ins Gesicht und fragt nach Pflaumen. 

61.

Tor für Köln. 5:1 – Wann pfeift Dan­kert den ersten Satz ab?

64.

Auf der andere Seite: Bremen könnte hier noch hun­dert Tore schießen und würde absteigen, wenn der Spiel­plan Düs­sel­dorf heute nach Schalke oder Dort­mund geschickt hätte.

65.

Werder hat seine Arbeit ver­richtet, wartet darauf, ob sich noch etwas in Berlin tut. Ein wenig so, wie jeder Minis­ter­prä­si­dent dieser Tage.

67.

TOOOR für Werder! 6:1 für Bremen. Ab jetzt noch zwei Sätze bis zum Grand Slam. 

71.

Sar­gent hat’s gemacht. Wird umge­hend in Pri­vate umbe­nannt, so wie er Köln hier abschießt. 

73.

Koh­feldt will Fin Bar­tels bringen. Ob sie bei Werder wohl vor jedem Spiel den Kader durch­zählen, und dann merken, dass sie eigent­lich einer zu wenig sind? Und die A‑Jugend zeit­gleich spielt. Und die Dritte schon am Frei­tag­abend gespielt hat und also da nun wirk­lich keiner kann. Sodass sich alle ratlos im Ver­ein­heim anschauen. Bis dann irgend­wann einer sagt: Wir könnten doch Fin anrufen!“ Irgend­je­mand aber ein­wirft, dass der doch ein Haus baut und sowieso T‑Rex, wie sie ihn hier lie­be­voll nennen, hat doch seine Kar­riere nach dem letzten Bän­der­riss beendet, als er mit seinen Kin­dern im Garten gespielt hat. Aber Fin, also T‑Rex, dann doch ange­rufen wird. Und seine Frau das Gespräch mit anhört und sie irgend­wann sagt: Ja, komm. Dann gehst halt..“ Und die Sport­ta­sche lag längst gepackt in der Garage.

75.

Bremen also mit sechs Toren. Werder Bremen. Und ganz ehr­lich, mitt­ler­weile muss man kri­tisch hin­ter­fragen, warum in Dresden keiner mehr an den Klas­sen­er­halt glaubt!

78.

Wann genau werden sie in Bremen wohl bemerken, dass sie sich über die Rele­ga­tion nicht für den Euro­pacup qua­li­fi­zieren können?

80.

Kurzer Blick nach Düs­sel­dorf.

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82.

Koh­feldt bringt Pizarro. Sein letztes offi­zi­elles Bun­des­li­ga­spiel. Läuft sich warm für die Ret­tung in letzter Minute. 

85.

Werder mit der besten Sai­son­leis­tung“, sagt Fuss. Mit einem ähn­lich über­raschten Unterton, wie ich in meinen Gedanken, wenn ich es mor­gens aus dem Bett schaffe. 

87.

Wäre zu gern gerade Mit­glied der Hei­den­heimer WhatsApp-Gruppe. Wenn 20 Spieler gerade zuhause auf der Couch liegen und sich denken: Joa, lasst sie mal kommen…“

89.

Bremen heute mit sechs Toren. Damit fast so viele wie Schalke in der ganzen Rück­runde. Keine Pointe. 

90.+1

Union führt 3:0, dort wird abge­pfiffen. Und hier pfeift Din­gert auch ab! Bremen in der Rele­ga­tion. Die Kameras fangen Koh­feldt ein, der sofort in Rich­tung Kabine mar­schiert. Und wir würden gerne hinter ihm laufen, bewaffnet mit einer Schub­karre, um all die Steine ein­zu­sam­meln, die gerade von seinem Herzen fallen. Um damit ein Haus zu bauen. Und wenn es am Ende auch nur ein Traum­schloss ist.

17:30 Uhr

Düs­sel­dorf ist abge­stiegen. Und ganz ehr­lich, das ist eine Schande, ein mitt­lerer Skandal. Dass diese Mann­schaft runter muss. Und Schalke weiter Bun­des­liga spielen darf.

17:32 Uhr

Davy Klaassen und Niklas Füll­krug suchen bei Sky nach den rich­tigen Worten. Für das Wunder von der Weser. Für sechs Tore. Und im Hin­ter­grund läuft die Hymne von Union Berlin. Und viel­leicht ist damit schon alles gesagt. 

17:38 Uhr

Und damit ver­ab­schiede ich mich fürs erste. Weil ich jetzt, nachdem ich diesen Nach­mittag ver­folgt habe, nachdem ich gesehen habe, dass Osako noch Tore schießen und Werder noch kämpfen kann, wie ein Ungläu­biger zurück in die Kirche kehre, die sich Fuß­ball nennt. Und nun also das zweite Wunder erwarte. Dass der HSV es auch noch irgendwie dreht. Denn dann sehen wir uns hier schon am Montag wieder. Wenn wir live aus dem Metronom berichten.