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Borussia Dortmund – Werder Bremen 2:4
DFB-Pokal

20:30 Uhr

Herz­lich will­kommen liebe Freunde. Heute ist Do or Die“. Sekt oder Sel­ters. Super Bowl oder Super RTL. Salz in der Suppe oder Sup­pen­trulli. K.O.-Spiel. Einer wird gewinnen. Und der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Nehmt das, Ingo Lenßen und Bar­bara Salesch.

20:34 Uhr

Alex Bommes am Mikro. Nie sah Dominik Klein neben ihm so sehr wie Thomas Hitzl­sperger aus.

20:37 Uhr

Flo­rian Koh­feldt im Inter­view, warnt vor den Zwi­schen­räumen“. Noch eine Frage mehr und er warnt vor Zahn­stein und Karies auf B4 und C3.

20:40 Uhr

Kommen wir zu den Auf­stel­lungen; hier der BVB: Oel­schlägel – Hakimi , Weigl , Toprak , Diallo – Witsel , Delaney – C. Pulisic , Reus , Guer­reiro – M. Götze. Und ja, richtig gelesen, auf­grund von Krank­heits­aus­fällen steht im Tor des BVB ein Ex-Bremer namens Eric Oel­schlägel. Ist das der beste post­hume Loriot-Gag über­haupt?

20:42 Uhr

So spielt Werder: Pav­lenka – Lang­kamp , Sahin , Moi­sander – Gebre Sel­assie , Barg­frede , Augus­t­insson – M. Egge­stein , Klaassen – M. Kruse , Rashica. Die Berufe der Spieler wird ihnen gleich Rolf Töp­per­wien durch­geben.

20.44 Uhr

Außerdem mit im SVW-Kader, aber zunächst nur im Bremer Block: Ben Galo. Dafür dut­zend­fach dabei. Feuer frei zur Partie.

1.

Ha! Der Pokal hat gar kein eigenes Gesetz: Anstoß.

2.

Und sofort lässt Dort­mund den Ball durch die eigenen Reihen laufen, ganz sicher, ohne Kör­per­kon­takt, keine Schritt­fehler. Bremen wird zum ersten Mal rund um den Sech­zehner ein­ge­kes­selt. Noch ein biss­chen Mal­lorca-Mucke und Sophie Pass­mann ist ver­liebt.

4.

Philipp Barg­frede besetzt heute den Job eines Sani­tär­tech­ni­kers mit frag­wür­digen Absichten: Ver­folgt irgend­je­manden bis auf die Toi­lette.

5.

Oel­schlägel, der Tor­wart, der es bis eben selbst noch nicht wusste, will die Mauer stellen. Toprak dazwi­schen: Hömma Junge, kümmer‘ du dich mal um deinen Scheiß!“

6.

Und jetzt? TOOOOOOOOR für Bremen. Weil Max Kruse das Ding ein­fach mal rein­wemmst in den Sech­zehner. Und Milot Rashica wie einst Günter Scha­bowski: Sorgt für die ent­schei­dende Wende. Weil er den Fuß ein­fach mal hin­hält. Und der Ball gegen die Lauf­rich­tung von Oel­schlägel ein­schlägt.

8.

Dort­mund jetzt wie ein Kla­vier­spieler in den Anfangs­mi­nuten: Ver­sucht in den Rhythmus zu kommen. Dabei weiß jeder Bremer, der schonmal am Haupt­bahnhof war, wo das Metronom steht.

10.

Unver­ständnis für den DHL-Claim auf der Wer­be­bande: »Jeder­zeit Pakete abholen«. Würde mich freuen, wenn der in der 90. Minuten beim Stand von 0:3 umspringen würde auf: »Boah, ist das ne Packung«.

12.

Wäre natür­lich trotzdem blöd, wenn Dort­mund heute ver­lieren würde. Weil dann auf der Pres­se­kon­fe­renz nach dem Spiel Lucien Favre stur seine Kün­di­gung ein­rei­chen würde. Weil man ver­loren hat, und ein paar Spieler krank waren, und er ganz sicher nicht Schuld. Und dann würde Dort­mund wieder abschmieren, und Bayern doch noch Meister. Und Schuld? Ist Werder Bremen. Wie der beste Freund, der einen kurz vorm Date noch zum Saufen über­redet. Na herz­li­chen Dang­jsfkls­dfkk, ach, is‘ auch egal.

14.

Frage: Wie viele geniale Pässe muss Mario Götze noch spielen, wie viele Hacken-Solo-Tore schießen, wie oft zusammen mit Marco Reus vor der Süd jubeln – bevor nicht jeder Kom­men­tator bei Nen­nung seines Namens auch noch gleich die »Lei­dens­ge­schichte« der letzten vier Jahre erzählt?

16.

Es ist ja nicht nur Eric Oel­schlägel – der Tor­wart auf der Dort­munder Bank heißt tat­säch­lich Luca Unbe­haun. Und beide haben natür­lich den großen Vor­teil, dass sie irgend­wann die Karte aus­spielen können: Ach Schatz, ich liebe dich so sehr, diese Hoch­zeit mit dir bedeutet mir so viel – ich nehme deinen Namen an!“

18.

Götze im Abseits. Und zwar mit ganzem Kör­per­um­fang. So klar war die Ent­schei­dung.

19.

Nur Spaß: Jetzt sprintet er wie einst 2010 wie­sel­flink über die rechte Seite und gibt scharf rein, aber Pulisic kommt nicht an den Ball. Ein guter Vor­ge­schmack auf seine Zeit bei Chelsea.

21.

EIL – Jetzt pas­siert das, wovor Max Eberl und Dieter Honeß immer gewarnt hatten: Lucien Favre völlig ver­zwei­felt auf dem Weg zum Flug­hafen Holzwi­ckede. Ich mache nischt mehr mit diese Mist“. – EIL

22.

Zorc und Watzke nehmen die Ver­fol­gung auf.
Der­weil über­nimmt Teddy de Beer das Coa­ching. Schickt Günter Kuto­wski zum Warm­ma­chen.

25.

Der BVB immer wieder mit schnellen Vor­stößen, aber ohne letzt­end­lich die pas­senden Mit­streiter zu finden – wahl­weise der Hubertus Heil oder Jens Spahn des DFB-Pokals.

27.

Barg­frede heute übri­gens ein so sou­ve­räner Abräumer – zwei Stunden nach einer WG-Party von Rolf Eden, Keith Richards, Jordan Bel­fort und Uschi Ober­maier hätte er die Bude wieder blitz­blank.

29.

Kaum schreibt man es, kriegt Barg­frede direkt Gelb.
- EIL – Favre nun am Flug­hafen ange­kommen, zieht direkt schnellen Schrittes zum Secu­ritiy-Check. Watzke im Voll­sprint hin­terher. Legt ihm Plas­ti­kli­mo­na­den­fla­schen in den Trench­coat. Schreit: »Mehr als 100 Mil­li­liter ! Mehr als 100 Mil­li­liter! Er darf nicht ein­che­cken.« – EIL

32.

Auf dem Platz der­weil Rie­sen­chance für Bremen: Klaassen mit dem Ball in die Mitte, da ist Egge­stein, aber ver­zieht um ein paar Meter. Langsam däm­mert es: Die Bremer wollen hier tat­säch­lich gewinnen. Schauen die denn gar keine Bun­des­liga?!

34.

Aha. Es ist heute also Axel-Witsel-Tag in Dort­mund. Wes­halb alle mit seiner Frisur her­um­laufen. Ein Trend, den Kol­lege Ulrich (rechts) und ich gerne mit­gehen:

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36.

Diallo im Eins-gegen-eins mit Maxi Egge­stein. Hüpft von einem Bein aufs andere, macht sich ein biss­chen lächer­lich, als wüsste er nicht genau, ob er Egge­stein zum Tanz laden oder lieber mal Pin­keln gehen sollte. Sieht also ziem­lich so aus, wie wir bei unserem Abi­ball. Das wird lustig, wenn er sich später die Zigarre ansteckt.

39.

Bremen weiter wie ein über­mo­ti­vierter Skat­spieler: Gibt fleißig Kontra. Hof­fent­lich über­reizen sie ihr Blatt nicht.

42.

Absolut bester Spieler bisher: Philipp Barg­frede. Der end­lich seine Posi­tion gefunden zu haben scheint, nachdem ihn Kohl­feld heute quasi als Libero auf­bietet. Läuft kreuz und quer über den Platz, gewinnt Zwei­kämpfe, wo Zwei­kämpfe gewonnen werden müssen, und spielt nebenher noch spiel­eröff­nende Pässe. Wann bricht sich Barg­frede den Arm und spielt mit Drei­ecks­tuch weiter?

43.

Frei­stoß Bremen. Doch im Tor des BVB hält Oel­schlägel. OEL­SCHLÄGEL – wenn wir uns nur ein ein­ziges Mal einen eng­li­schen Kom­men­tator wün­schen dürften, dann jetzt.

44.

Klar, für Bremen wäre so ein Sieg nach all den gebeu­telten Jahren natür­lich auch wichtig. End­lich wäre man wieder wer. Und wenn es nur DFB-Pokal-Vier­tel­fi­na­list wäre. Aber sie spielen hinten, als stünden Thomas Schaaf und Dieter Eilts auf dem Platz. Oder wenigs­tens Paul Stal­teri. Auf der Bank sitzt ein Trainer aus den eigenen Ver­eins­reihen. Und Rashica/​Kruse bilden eine echte Dop­pel­spitze. Ob Claudio Pizarro wohl gleich sein Handy zückt und seinem alten Freund schreibt: Toni, ich glaube, es geht wieder los.“ – Oh nein, Ailton nicht schon wieder Dschun­gel­camp!“

45.

Und wo sind sie jetzt, die Hand­ball-Fans? Sie sitzen im Sta­dion und hängen »Glandorf«-Plakate auf.

45.+2

Brych lässt diesen Frei­stoß noch aus­führen…“

45.+3

Und es musste ja so kommen: TOOOOOOOR für Dort­mund. Weil sich Reus den Ball zum ersten Mal in aller Ruhe hin­legen darf. Und er, dem ja aktuell alles gelingt – Tore schießen, Tore vor­legen, gesund bleiben – der wahr­schein­lich auch eine Füh­rer­schein­prü­fung ablegen könnte (blind), trifft. Per Frei­stoß. Und Lucien Favre steht am Gate und über­legt nochmal: Agi, isch mach weiter. Isch abe Mis­sion.“

21.37 Uhr

1:1 also. Und Pause. Wes­halb Bommes sagt: »Es könnte dra­ma­tisch werden.« Und in die Tages­themen gibt – der Brenn­punkt unter den Pokal­spielen.

46.

Anpfiff. Das System von Bremen heute: Kick and Rushica.

48.

Reus muss raus. Wird nach diesem Tor wohl in der Tate Modern aus­ge­stellt.

50.

Julian Weigl, der kom­pro­miss­lose Innen­ver­tei­diger, jetzt neuer Kapitän des BVB. Sätze, die vor wenigen Wochen noch so wahr­schein­lich klangen wie Hei­den­heim steht im Vier­tel­fi­nale!“

53.

Kruse holt sich die Kugel an der rechten Außen­bahn, schickt ihn lang, zieht im Voll­sprint nach, Gebre Sel­assie legt ab – auf Kruse – und der hält aufs Tor. Oel­schlägel hält. Doch wie boss­haft sich Kruse da durchs Mit­tel­feld tankt, bringt ihm ein Diplom-Examen mit Aus­zeich­nung an der Pavel-Nedved-Uni­ver­sität für ange­wandte Spiel­feld­be­herr­schung ein

56.

Alcacer – übri­gens für Reus in der Partie – reibt sich vorne auf. Doch die Bremer machen dicht, lassen nichts zu und agieren mit der alten Juventus-Turin-Methode: Sie ver­schieben gekonnt.

59.

Könnte jetzt zäh werden, alle Bremer in der eigenen Hälfte und Dort­mund ver­misst jetzt schon Reus für die beson­deren Momente vorne drin. Wenn hier nicht bald Flem­ming Povlsen kommt, kann sich Teddy de Beer seinen Inte­rimsjob in die nach hinten gegelten Haare schmieren.

62.

Immerhin: Flo­rian Kohl­feldt nur noch ein­ein­halb Siege davon ent­fernt, dass ihn nie­mand mehr falsch schreibt.

65.

Harnik kommt für Rashica. Aber der Albaner kann erho­benen Hauptes vom Platz gehen. Hat es so gemacht wie eine Schau­spiel­klasse aus meinem Hei­matort: ordent­lich Theater.

68.

1:1 – Werder damit wei­terhin um ein Aus­wärtstor vorne.

70.

Jetzt Aki Watzke im Bild. Ist nur noch einen Stone-Island-Pull­over davon ent­fernt, gegen den BVB-Mar­ke­ting-Chef zu oppo­nieren: Solche wie ihr machen unseren Verein kaputt!!“ Watzke ab, muss noch Sze­ne­ge­flüster ver­teilen.

73.

Hakimi, Weigl und Toprak schieben sich den Ball zu, suchen nach einer Lücke. Man muss froh sein, wenn nie­mand vom KGB auf der Tri­büne sitzt und die Drei nach dem Spiel abwirbt, so sehr haben sie das Geschehen hier gerade unter Kon­trolle.

75.

Was das ist? Das ist der Frei­fahrt­schein, den Brych gerade Werder Bremen aus­ge­stellt hat.

77.

Aber keine Sorge, Lucien Favre wird heute Abend nicht fliegen. Er hatte bei Ger­mania gebucht.

80.

Im Dort­munder Sta­dion ist es so leise, man kann hören, wie Aki Watzke sich die West-Kippen stopft.

82.

Es ist span­nend, wenn auch nicht hoch­klassig“, sagt Gerd Gottlob. Was die direkte Frage anschließt: Wenn Athe­isten bei der Hoch­zeit den Namen Gottlob annehmen müssten, würden sie dann lieber Oel­schlägel hei­raten?

85.

Noch mal der Hin­weis“, froh­lockt Gottlob jetzt, morgen 12:15 Uhr alpine Ski-WM.“ Kunden, die diesen Artikel ange­schaut haben, schauten auch abends: Leipzig gegen Wolfs­burg.

87.

Fre­sitoß Kruse – und Rie­sen­pa­rade von ÖLSCHLÄGEL. Hält den Ball so sou­verän, als wäre er ein Umlaut.

89.

Delaney mit dem Kopf an die Latte – wird es jetzt etwa noch mal ein Fuß­ball­spiel?

90.+1.

Favre beugt sich wieder über den Koffer. Socken? Check. Zahn­bürste? Check. Topf­rei­niger? Check. Ich muss kon­zen­triert sein. Bis Holzwi­ckede, dann nach Hause, dasist­klar.“ Er geht noch eben Rei in der Tube“ holen. Zorc kommt vorbei. Fragt: Wem gehört der Koffer?“ Reus von der Bank: Steht doch drauf.“ Zorc: Ah ok, einem gewissen Herrn Sam­so­nite.“

90.+3.

Abpfiff. 1:1. Hätte auch andersrum stehen können.

22:42 Uhr

Gut, das ist natür­lich unfair. Dort­mund bringt jetzt ein­fach Philipp und Bruun Larsen. Und Werder? Da kriegt Pizarro gerade den ersten Krampf auf der Aus­wech­sel­bank.

91.

Anstoß, der dritte. Und ja, haha, der Pokal und eigene Gesetze .. naja, Sie wissen schon.

92.

Ent­schul­digt uns, hier fiel gerade der Name Almeida“. Kol­lege Ulrich hat sich wohl auf die Fern­be­die­nung gesetzt und jetzt läuft History Channel.

94.

Werder ver­tei­digt weiter mit allem, was Werder hat. Was heißt: Lang­kamp, Barg­frede und Moi­sander. Und wenn »Grund­so­lide« Pokale gewinnen würde, könnte die Bremer jetzt schon ein Hotel in Berlin buchen. Aber leider wird Grund­so­lide“ meis­tens in der 119. Minute ver­arscht und muss sich danach anhören, dass man toll gekämpft und trotzdem ver­loren hat. Lasst es euch gesagt sein. Wir haben gerade Peter Pekarik gefragt.

96.

Keine der beiden Mann­schaften geht hier gerade ein Risiko ein. Gut, klar, können den Punkte jeweils gut gebrau­chen.

97.

Dort­mund-Fans, wenn sie ihre Mann­schaft vor und nach der Win­ter­pause sehen:

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100.

Aha, Favre bringt den nächsten Spieler, der heute qua Kopf­be­de­ckung beson­ders gefeiert wird. Die Da-Hut-Träger freuen sich.

103.

Noch eine Halb­zeit so ein Gekicke und die ersten Alge­rier wedeln mit Geld­scheinen.

104.

Wow, so wie Kruse gerade Mo Dahoud den Weg abge­schnitten hat, bin ich mir sicher, dass ich ihn schon mehr­fach mor­gens in Berlin gesehen habe. Als Schul­klasse. Links auf der Roll­treppe, direkt danach nach dem Weg suchend: Ein­fach stehen bleiben.

105.

Tja, und wäh­rend wir schon an Elf­me­ter­schießen und Sen­sa­tion dachten, steckt Dort­mund noch einen letzten Pass durch. Auf Pulisic. Der ja quasi schon weg ist. Und cool gegen Pav­lenka ein­schiebt. TOR für Dort­mund! 2:1. Und viel­leicht werden sie Pulisic dafür bald ein Denkmal bauen. Gleich neben die Zorc-Statue, dafür, dass er ihn ver­kauft hat.

106.

Und weiter gehts.

107.

Und TOOOOOOOOOOR – 2:2 PIZZA-Dienst kurz vor Mit­ter­nacht – es fühlt sich an, als wäre ich wieder Stu­dent.

109.

Jetzt Chance BVB – Pav­lenka !!!! Erst 40 Minuten Abtasten ohne Erfolg, bis die Kraft nach­lässt – wie beim Eng­tanz in der Schul­disco, wenn der DJ nur die Celine Dion-CD da hat. Und dann findet er die Scheibe tat­säch­lich: KISS – I was made for loving you.

111.

Auf beiden Seiten dieser Pokal­a­bend wie ein sehr schmut­ziger Schmud­del­film: Two Goals, One Cup.

112.

Jetzt Frei­stoß für den BVB in aus­sichts­rei­cher Posi­tion – ALCACER – oooooh – nur knapp vorbei. Offener Schlag­ab­tausch jetzt hier wie bei Jan Ull­rich im Fin­ca­garten.

113.

UND TOOOOOOOOOOOOOOOR!!!! Philipp setzt sich über rechts durch, Hakimi schließt ab – DREI ZU ZWEI – Dort­mund mit dem Sieg in Fürth nach Ver­län­ge­rung, dann 3:2 n.V. gegen Union – jetzt 3:2 n.V. Sie lieben Ver­län­ge­rungen – hof­fent­lich schauen sie nie in meinen Spam-Ordner.

115.

Johannes Egge­stein nun in der Partie. Ein Jung­scher neben dem Oldie Pizarro soll jetzt doch noch das Wunder schaffen. Der­weil große Auf­re­gung bei den Bre­mern über den Schieds­richter, sie fechten die Ent­ste­hung des 3:2 an. Doch heute keiner im Kölner Keller. Was prin­zi­piell auch wieder keinen großen Unter­schied aus­macht.

117.

Schuss Klaassen – Eric Oel­schlägel wehrt ab. Flat Eric!

118.

UND TOOOOOOOOOOOOOOOOR! Harnik per Kopf nach der Ecke ! DREI ZU DREI! Dreimal ist Bremer Recht.

119.

Und Oel­schlägel sieht nicht gut aus. Aus­ge­rechnet er. Wie schlimm ist dieses Debüt in der nach oben offenen Zoltan Sebe­scen Skala ??

120.

Egge­stein kommt noch einmal vors Tor – geblockt. Und dann ist Schluss – 3:3. Elf­me­ter­schießen! Wenn man diese Ver­län­ge­rung in Pullen füllt und ext, wäre das selbst für Hulk Hogan zu stark.

23:19 Uhr

Wenn ich Jiri Pav­lenka gerade richtig ver­standen habe, hat gar nicht der FC Augs­burg Jens Leh­mann ver­pflichtet.

120.

Pokaleval in Dort­mund!

120.

Paco Alcacer – funk­tio­niert end­gültig nicht mehr als Joker. 0:0

120.

Der Piz­zadi­enst kommt – und lie­fert. 0:1

120.

Pav­lenka hält! Und bringt damit alle, also keinen, zum Schweigen, die im Sommer noch Oel­schlägel gefor­dert hatten. 0:1

120.

Egge­stein – sou­verän links unten rein. Maxi-mal getroffen. 0:2

120.

Witsel trifft mit der Unter­stüt­zung von zwei­tau­send ver­kauften Perü­cken. So roman­tisch. So toll. 1:2

120.

Klaassen für Werder – ganz cool links ins Eck. Hoch­klaassig! 1:3

120.

Weigl lässt Pav­lenka am Wei­ter­kommen schnup­pern. Haut ihm dann die Faust, die ein Ball ist, ins Gesicht. 2:3.

120.

Max Kruse kann es ent­scheiden. Und er macht es!!!!! Werder im Vier­tel­fi­nale!!!

23:27 Uhr

Kruse rennt direkt zum Bremer Block und die gesamte Truppe hin­terher, sie springen auf den Zaun, umarmen die Fans, umarmen sich. Ist das das größte Wunder von der Weser, das eigent­lich das Wunder von der Emscher ist.

23:31 Uhr

lcacer weint, wäh­rend Pizarro und die Bande her­um­tollt. Es ist nicht ganz zu ver­stehen, aber wahr­schein­lich singen sie den Klas­siker: Wir sind die Coolsten, wenn wir Krusen“.

23:35 Uhr

Nun Kruse im Inter­view, neben Pizarro. Ist mir scheiß­egal, wer jetzt kommt, wir müssen eh überall hin“, sagt Kruse. Wir wollen nach Berlin“, sagt Pizarro. Ich kann mir nicht helfen, aber die beiden Typen wäre auf unserer Top50 von Leuten, die unseren Jung­ge­sel­len­ab­schied orga­ni­sieren könnten. Ach was, von mir aus auch die Schei­dung und die Beer­di­gung.

23:42 Uhr

Wir ver­ab­schieden uns. Welch ein Abend! Wir wissen nicht mehr, wie wir heißen, können nun aber zwei Namen schreiben.
Eric Oel­schlägel.
Flo­rian Koh­feldt.

Gute Nacht!