Liveticker
Tschechien – Dänemark 1:2
EM

17:45 Uhr

Who let the under­dogs out? Who, who, who, who, who?

17:48 Uhr

Sorry, das musste kurz sein. Also: Hallo Freunde. Will­kommen zu einer Vier­tel­fi­nal­partie mit der wahr­schein­lich keiner von euch vor dieser EM gerechnet hatte: Tsche­chien gegen Däne­mark. Was natür­lich vor dieser EM auch geklungen hätte wie: Gähn, ich guck lieber SOKO Kitz­bühel (läuft par­allel im ZDF). Aber dann kam Patrik Schick und bombte das halbe Tur­nier aus­ein­ander, dann kam die däni­sche Natio­nalelf und fegte Wales im Ach­tel­fi­nale mit 4:0 vom Platz. Ergo: Das könnte doch ein ganz geiles Spiel werden. Jeden­falls eins, das die Pro­gramm­planer von RTL ärgern dürfte. Denn da läuft seit 14 Uhr Die 100 größten Über­ra­schungen der Welt“ und das ist natür­lich jetzt doof, weil die viel grö­ßere Über­ra­schung eben doch in der ARD über­tragen wird. In diesem Sinne: Ich freue mich gleich auf Sonja Zietlow als Field Repor­terin. Los geht’s.

17:50 Uhr

Kleines Hin­ter­grund­wissen vorab: Schon 2004 in Por­tugal trafen beide Teams in einem EM-Vier­tel­fi­nale auf­ein­ander, damals gewann Tsche­chien mit 3:0, durch ein Tor von Jan Koller und zwei von Milan Baroš. Und jetzt bin ich auch der Wiki­pedia-Seite von Baroš gelandet und lese, dass der Mann bis 2020 noch gespielt hat? Ich hoffe, seine Enkel sind stolz auf ihn.

17:52 Uhr

Aber wenn ich eine däni­sche Mann­schaft im EM-Vier­tel­fi­nale sehe, dann denke ich nicht an die EM in Por­tugal 2004 (an die denke ich nur, wenn ich einen Nelly-Furtado-Song im Radio höre). Ich denke an Danish Dyna­mite, 1992, der ein­zige inter­na­tio­nale Titel, den Däne­mark bisher gewinnen konnte. Und wie geil war’s, dass die Dänen damals ein­fach Mini­golf-Spielen gingen statt zu trai­nieren, mit dem Mann­schaftsbus bei McDo­nald’s“ hielten, auf Poli­zei­mo­tor­rä­dern her­um­fuhren. In der Nacht vor dem Finale gegen Deutsch­land noch bis 5 Uhr mor­gens in der Hotel­lobby Kla­vier spielten. Man muss sich nur mal vor­stellen, das hätte die deut­sche Natio­nal­mann­schaft bei dieser EM gemacht: Toni Kroos und Leroy Sané, die vor dem Eng­land-Spiel bis 5 Uhr mor­gens in der Hotel­lobby Kla­vier spielen: Bruder, hast du dein Gucci-Mane-Noten­buch mit?“ – Nein, hab‘ bei Burger King liegen lassen.“ Hach, ich wünschte, Fuß­ball wäre 2021 nicht so 2021.

17:57 Uhr

Kein Wunder aber, dass Däne­marks Spiel so abhängig macht und in aller Munde ist, bei der Form­kurve: SSNNUS.

17:59 Uhr

So, Hymnen vorbei, jetzt noch eine schnelle Wer­bung für Auto­hero“. In meiner Jugend hieß das noch Trans­for­mers…

1.

Anstoß. Und wow: Bisher noch kein Eigentor gefallen.

3.

Maehle liegt am Boden nach dem ersten Body-Check. Der däni­sche Trainer Kasper Hjul­mand ist im Bild. Über­legt ver­mut­lich seine erste tak­ti­sche Umstel­lung. Stellt von der abkip­penden sechs auf die halb­gare Acht um. Kaut dann ein paar Fin­ger­nägel.

5.

Tooooooor! Dänemarrrrrrk! 1! Zu! 0! Nach einem Eck­ball für Däne­mark, der eigent­lich keiner war, köpft Delaney ein. Hat dabei mehr Platz im tsche­chi­schen Straf­raum als ein Polar­for­scher in Grön­land. Und sein Kopf­ball schlägt im tsche­chi­schen Match­plan ein wie eine Stange Dynamit.

9.

Und Däne­mark macht ein­fach weiter. Ist top ein­ge­stellt. Hat gleich danach die nächste Mög­lich­keit. Tsche­chien wie Fall­obst bei einem Box-Schau­kampf in Las Vegas. Und am Sei­ten­rand reibt sich Box­pro­moter Kasper »Don King« Hja­l­mund die Hände. Gleich klin­gelts nochmal – und nicht wegen der dicken Ringe an Hja­l­munds Fin­gern.

12.

Patrick Schick lässt Chris­tensen stehen, wird aller­dings beim Abschluss geblockt. Die anschlie­ßende Ecke endet am eigenen Straf­raum, wo Mikkel Dams­gaard plötz­lich frei vor dem Tor steht. Und ver­sem­melt. Uff. Die Tsche­chen sehen so aus, als wenn sie jetzt schon Bock haben auf ein kühles Pilsen.

15.

Der däni­sche Trainer Kasper Hjul­mand hat sich übri­gens bereits vor vier Monaten akri­bisch auf Tsche­chien vor­be­reitet, weil er es für mög­lich hielt, dass Däne­markt im Tur­nier­ver­lauf auf diesen Gegner trifft. Und dann kam nach eben­falls mona­te­langer Vor­be­rei­tung auf die Grup­pen­phase das erste schick­sal­hafte Spiel Däne­marks mit dem Herz­still­stand von Eriksen. Und auf einmal wird klar, wie unwichtig Fuß­ball ist. Und dass du dich auf manche Dinge im Leben ein­fach nicht vor­be­reiten kannst. Der Rest ist Geschichte.

18.

Delaney mit der nächsten Groß­chance. Nimmt aber aus Mit­leid mit den Tsche­chen lieber sein Schien­bein, um abzu­schließen. Und dela­neyt die Pille am Tor vorbei. Tsche­chiens Defen­sive, dieses angeb­liche Kampf­kol­lektiv, weißt plötz­lich mehr Lücken auf als Lebens­läufe in Wahl­kampf­zeiten.

20.

Tsche­chien mit einer Ecke, aber sie führt ins Nichts. Noch wei­tere so schlechte Stan­dards und sie kriegen gleich eine Abmah­nung des Euro­päi­schen Komi­tees für Nor­mung.

21.

Und dann aber eine gute Chance für Tsche­chien: Holes startet nach einem schönen Steil­pass, aber Schmei­chel, der zuvor gepatzt hatte, macht seinen Fehler wieder weg. In der Heimat nennt man ihn nicht umsonst Tipp-Æx.

24.

Find’s wirk­lich so geil, dass Däne­mark Natio­nal­trik­tots von Hummel“ hat. Der hand­bal­ligsten Sport­marke über­haupt. Ergo: Die Eltern aller Spieler wohnen natür­lich auf dem Land, haben einen umge­bauten Bau­ernhof, fahren SUV und kaufen Milch nur in diesen braunen, aus­spühl­baren Fla­schen. So zumin­dest war es bei den Typen aus meiner Stufe, die Hummel“ getragen haben.

28.

Delaney dreht jetzt für die Dänen ordent­lich auf, läuft gleich zwei Mal der tsche­chi­schen Abwehr davon. Nur sein letzter Pass dann wie eine Weight-Wat­chers-Gruppe in der Krise: findet ein­fach keine Abnehmer.

30.

So. Halbe Stunde vorbei. Es ist das, was Fuß­ball­kom­men­ta­toren gern einen offenen Schlag­ab­tausch“ nennen. Oder wie es in Kneipen in Berlin-Neu­kölln heißt: JUNGS BERU­HIGT EUCH ODER ICH HOL‘ DIE BULLEN IHR VER­GRAULT DIE ANDEREN GÄSTE.

33.

Tsche­chiens Kapitän Tomas Soucek ver­sucht einen Fall­rück­zieher. Klappt natür­lich. Landet hart auf dem Rücken. Reden wir nicht weiter drüber.

36.

»Bei den Dänen ist schön zu beob­achten, wie Braithe­waite und Daams­gard sich überall rum­treiben«, sagte Co-Kom­men­tator Broich eben. So ein Kom­pli­ment würde ich mir auch ganz per­sön­lich mal wün­schen, wenn ich mor­gens um sieben kom­plett steif aus der Kneipe falle.

39.

Und tat­säch­lich, recht hat er der Broich. Daams­gard mit der nächsten guten Chance. Schei­tert aller­dings an Tomas Vaclik, wor­aufhin Broich dessen »gute Fang­quote« lobt. Traurig zu sehen, wie hier der beste Tscheche der Schluss­mann ist. Und irgendwo sitzt Pavel Nedved und guckt sich dieses Spiel ohne Krea­tiv­in­di­vi­dua­listen auf seiner Neun­ziger-Röhre an. Und weint. Aber immerhin kommen später noch Antonin Panenka und Tomas Rosicky vorbei, um gemeinsam mit ihm ein biss­chen den Ball hoch­zu­halten. Um der alten Zeiten willen.

42.

Tooooor, bzw. Tøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøøør! Maehle tor­ten­he­bert eine Außen­rist­flanke an den Fünf­meter-Raum und Dol­berg boll­werkt die Pille mit 130 Sachen ins Netz. 2:0 für Däne­mark. Halb­fi­nale Däne­mark, es ist alles ange­richtet. Darauf ein Øl.

45.

Tom Bar­tels hat übri­gens bisher sein Däne­mark-Trikot ganz gut ver­steckt. Denn wäh­rend wir nach dieser Außen­rist­vor­lage von Maehle zusammen mit Luka Modric und Schnapp­at­mung jap­send auf dem Boden liegen, kom­men­tiert Bar­tels doch recht gelassen.

45.+2

Kurz sind die Tor­wart­hand­schuhe von Kaspar Schmei­chel im Bild. Sind von außen mit so kleinen Schaum­stoff­sta­cheln besetzt. Und sehen aus wie eine Mischung aus Quarz­hand­schuh, Schlag­ring und Met­t­igel. Warum habe ich plötz­lich Hunger?

18:49 Uhr

Die erste Hälfte ist durch. Den Tsche­chen wird es da nicht anders gehen. Wir gehen kurz an der Kühl­schrank, um einen Met­t­igel zu schlachten.

18:52 Uhr

Das Erste zeigt Wer­bung für Nagel­pilz-Creme. Szene: Ein Mann cremt sich die Soße schön dick auf den großen Onkel. Uns kommt kurz das Mett hoch.

18:53 Uhr

Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber warum spricht mich die Wer­bung bei der Ard ein­fach nicht an? Ich habe weder Nagel­pilz noch Geld für ein Auto noch Bock auf Schla­ger­musik. Wo bleiben die Wer­be­spots für beschrif­tete Jog­ging­hosen und gestopfte Kippen? Empö­rend.

18:55 Uhr

Jetzt wird der Traut­mann-Spiel­film ange­kün­digt. Ein Mann schreit: Du hast die Wahl: Fuß­ball oder Drecks­ar­beit!“ Und irgendwo wun­dert sich Mark van Bommel, wo genau da der Unter­schied liegen soll.

19:01 Uhr

Was mich immer noch am meisten bei dieser Bommes-Runde wun­dert: Wel­cher Redak­teur der Sport­schau dachte es wäre eine geile Idee, eine Band zu ver­pflichten, die Instru­men­tal­cover irgend­wel­cher 80er-Rock­hymnen schep­pert? Suche aus Reflex im Studio immer direkt auch noch nach dem Bier­wagen, dem betrun­kenen Dorf­bä­cker Peter, der ins Gebüsch kotzt und meinen Eltern, die Dis­cofox tanzen.

46.

Weiter geht’s. Die Tsche­chen legen los. Auch in vielen Dro­gen­schmugg­ler­netz­werken ein beliebter Satz.

47.

Und wie Tsche­chien los­legt. Inner­halb einer Minute zwei geile Fern­schüsse, die Schmei­chel beide gerade noch so hält. Einen Start mit mehr Mög­lich­keiten findet man nur in den Bio­gra­phien deut­scher Mil­lio­närs­söhne.

48.

Und Tor. Patrik Schick. Kriegt eine Flanke direkt auf den Fuß gelegt und schiebt aus viel­leicht zehn Metern per Direkt­ab­nahme ein. Assist übri­gens von Coufal. Der Zufall aus­ge­spro­chen wird. Aber Zufall war hier nichts. 1:2.

49.

Schick übri­gens jetzt gleichauf mit Cris­tiano Ronaldo, was die Tur­nier­tore angeht. Könnte also Tor­schüt­zen­könig dieser EM werden. Soll dafür nach 11FREUNDE-Infor­ma­tionen dann in seiner Heimat die Gol­dene Koller-Glatze“ ver­liehen bekommen.

53.

Und die Tsche­chen wollen den Aus­gleich, das merkt man. Sind schon wieder vor dem Kasten der Dänen, schon wieder Schick, aber dieses Mal bleibt er in der geg­ne­ri­schen Abwehr hängen. Wenn sie hier noch erfolg­rei­cher Druck machen, werden Tages­zei­tungen diese Mann­schaft nach dem Spiel als Berater ver­pflichten.

56.

Die Dänen hin­gegen schaffen es kaum noch nach vorne. Haben einen Durch­hænger.

59.

Yussuf Poulsen jetzt im Spiel. Und irgendwo ext Didi Mate­schitz ein Red Bull. Um run­ter­zu­kommen.

60.

Und Poulsen direkt mit Rie­sen­sprint. Locker über 50 Meter mit Fuß am Ball, setzt sich gegen drei tsche­chi­sche Gegen­spieler durch, wird kurz gestoppt, kriegt den Ball aber wieder, zwölf Meter vor dem Tor, ver­sucht abzu­ziehen. Aller­dings ein Abschluss wie ein Tin­der­chat: Will zum Schuss kommen, wird aber geblockt.

63.

Autsch: Nach dem ersten Kör­per­ein­satz von Poulsen liegen zwei Tsche­chen am Boden. Nachdem Poulsen einen Pur­zel­baum durch den Straf­raum gemacht hat, trifft er Soucek mit einem Stollen an der Schläfe. Der bekommt den Kopf getackert und muss mit Turban wei­ter­spielen. Sein Kol­lege Celustka hum­pelt unter­dessen vom Feld und lässt sich aus­wech­seln. Wir hin­gegen sind ganz froh, dass wir den Ein­satz von Poulsen ohne grö­ßere CZEDEN über­standen haben.

66.

Tom Bar­tels hält es nicht mehr aus, dass die Tsche­chen hier weiter auf den Aus­gleich spielen. Brüllt: »Pfeif ab, Schiri!« Isst dann einen däni­schen Hotdog und schmiert sich ein Smør­re­brød.

70.

Kannste auch keinem erzählen, dass hier so ein Aller­welts-Lever­kusen-Stürmer plötz­lich zum Tor­schüt­zen­könig werden kann. Rekord­tor­schütze der Tsche­chen ist er schon jetzt. Denn so viele Tur­nier­treffer wie er hat vor ihm nur Milan Baroš erzielt. Wäre schon ein geiles Tur­nier, wenn da nicht dieser ganze Corona-Mist und die Uefa wäre. Naja, zumin­dest können wir uns auf die nächste WM freuen.

73.

Hui. Schmei­chel fischt mit seinen Met­t­igel-Hand­schuhen gerade noch eine Frei­stoß-Flanke vor dem Turban von Soucek weg. Am Mikro hört man Bar­tels Kau­ge­räu­sche, wäh­rend er seine Fin­ger­nägel auf null Mil­li­meter trimmt.

76.

Spiel hat jetzt einen kleinen Hänger wie ich morgen mittag nach einem halben Kasten. Gele­gen­heit genug, nochmal auf die Uefa ein­zu­dre­schen: Mal abge­sehen davon, wie bescheuert es ist, wäh­rend einer Pan-demie ein pan-euro­päi­sches Tur­nier zu spielen, ist es doch wirk­lich auch kom­plett welt­fremd, dass Däne­mark und Tsche­chien tau­sende Kilo­meter in den Kau­kasus reisen müssen, um dann im aser­bai­dscha­ni­schen Baku zu spielen – einer auto­ri­tären Dik­tatur, dessen Natio­nal­sport Frei­stil­ringen ist. Ent­spre­chend begeis­tert ist hier die Stim­mung auf den Rängen. Mich wun­dert ja vor allem, dass die Uefa das End­spiel nicht nach Minsk gelegt hat. Oder gleich auf den Frei­platz in Luka­schenkos Pri­vat­villa. Prä­sen­tiert von Qatar Air­ways.

78.

Poulsen hält Däne­mark hier echt gerade am Leben. Kriegt das Ding fein auf­ge­legt und hält aus der zweiten Reihe ein­fach mal drauf, doch der tsche­chi­sche Tor­wart Vaclik faustet zur Ecke. Muss sich nun fühlen, wie jemand, der sich mit einem 1,3er-Schnitt auf einen Stu­di­en­platz in Medizin beworben hat: Toller Abschluss eigent­lich, reicht aber trotzdem nicht zum Erfolg.

80.

Souceks Turban-Ver­band leckt. Blut fließt raus. Par­allel wech­selt Däne­mark Joa­chim Andersen ein, von dem Bar­tels sagt: Das ist einer, der auch mal Fäden ziehen kann.“ In logi­scher Kon­se­quenz erwarte ich also nun eine chir­ur­gi­sche Spon­ta­n­ope­ra­tion im Mit­tel­kreis.

83.

Statt­dessen ver­gibt Däne­mark hier die Mög­lich­keit, die Füh­rung auf 3:1 zu erhöhen: Poulsen durch, legt ab auf Maehle, der völlig frei, aber aus einem Winkel, so spitz, dass mein Geo­dreieck beim Messen zer­bro­chen ist, schei­tert an Vaclik. Bitter, so eine Chance ist ein­ma­ehlig.

85.

Die Tsche­chen ver­su­chen es jetzt mit einer inter­es­santen Taktik: Sie foulen ein­fach, was das Zeug hält. Kriegen inner­halb von zwei Minuten zwei Ver­war­nungen. Schneller werden Karten nur auf der Berg­hain-Toi­lette gezückt.

88.

Braithwaite ver­sucht nochmal einen Elf­meter für Däne­mark raus­zu­holen. Lässt sich ziem­lich billig nach einem Zwei­kämpfen fallen. Die tsche­chi­schen Fans schüt­teln nur aus Unver­ständnis den Kopf. Klar, begrüßen sich nor­ma­ler­weise per Faust­schlag. Ins Gesicht.

90.

Es gibt sechs Minuten Nach­spiel­zeit. Oder wie Braithwaite sagt: Zwei Tore gehen da noch.

90.+4

Die Dänen stehen tief. Kenne ich, habe ich auf Klas­sen­fotos auch immer gemacht, damit später nur mein Haar­an­satz zu sehen ist.

90.+5

Barak zim­mert noch mal einen Volley aufs däni­sche Tor. Aber wie Obamas Zeit als Prä­si­dent: vorbei.

19:57 Uhr

Abpfiff. Däne­mark steht im Halb­fi­nale der EM. Und irgendwo beginnt Andi Brehmes linker Unter­schenkel zu schmerzen.

20:02 Uhr

So, Freunde. Jetzt kommt die Tages­schau. Wir lernen über das Leid der Welt. Und ehr­lich gesagt: Dar­über wissen wir schon genug. Also schwelgen wir lieber noch ein biss­chen auf dem Glück der däni­schen Natio­nal­mann­schaft in den Abend. Macht’s gut. Oder zumin­dest okay.