Liveticker
Belgien – Italien 1:2
EM

20:45 Uhr

Buen­asera, bzw. goe­de­na­vond, liebe Freunde! Wir sind noch leicht ver­dat­tert vom Elf­me­ter­schießen zwi­schen der Schweiz und Ita­lien. Mer­te­sa­cker ana­ly­siert: »Natür­lich ist man müde!« Attes­tiert den Schwei­zern eine gewissen Grü­n­oh­rig­keit. Und, grausam, jetzt geht es ein­fach ein­fach weiter. Ver­folgt das nächste Spiel sicher­heits­halber aus der Eis­tonne: der Ticker.

20:48 Uhr

Trotz der Eis­tonne haben schon etwas Spei­chel­fluss, denn wir bekommen als nächstes direkt einen echten Lecker­bissen auf­ge­tischt: Bel­gien gegen Ita­lien. Wir wissen zwar noch nicht ganz, ob wir nach Deutsch­lands Ach­tel­fi­nale-Aus inklu­sive obli­ga­to­ri­schem Frust-Kasten Oettinger und Todeskater schon wieder etwas her­unter bekommen, aber wir können es ja mal ver­su­chen. Und heute gibt es ja auch nach der Lebens­mit­tel­ver­gif­tung vom Diens­tag­abend nach wirk­lich unaus­steh­li­chen Eng­lisch Bre­ak­fast wieder was wirk­lich Appe­tit­li­ches: Bel­gi­sche Waf­feln und zum Nach­tisch Pizza. Stößt schon mal auf: der Ticker.

20:51 Uhr

Und Junge, wie die Zeit ver­geht: Gefühlt ges­tern war Bel­gien mit einem hoch­ta­len­tierten und jungen Kader noch bei so einigen Tur­nieren Geheim­fa­vorit und ein Ver­spre­chen an die glor­reiche Zukunft. Aller­spä­tes­tens mit dieser EM waren sie bemessen an der indi­vi­du­ellen Klasse eher ein Titel­fa­vorit. Und jetzt müssen sie hier gegen Ita­lien zusehen, dass sie nicht als titel­lose gol­dene Genera­tion ver­bucht werden – als schlam­piges Genie, das nie den Durch­bruch schaffte und keine Titel holte. Und auf der anderen Seite der Welt zit­tert Messi mit und muss bei der Copa Ame­rica im Vier­tel­fi­nale gegen Ecuador auf seinen ersten inter­na­tio­nalen Titel hoffen. Wir nehmen als Nach­tisch dann noch ein biss­chen brot­lose Kunst.

20:54 Uhr

Und auf der anderen Seite die ewige Squadra Azzura. Ein ein­ge­schwo­renes Kol­lektiv, dass tra­di­tio­nell keine Gegen­tore bekommt und Par­tien auf der Kippe trotzdem gewinnt. Zwar hat Ita­lien bei dieser EM nicht die ganz großen Stars mit­ge­bracht, aber dafür kamen, sahen und siegten sie bisher bei jedem Auf­tritt. Wenn da nur nicht dieses kleine, ner­vige Alpen­dorf gewesen wäre, das nicht auf­ge­hört hat, im Ach­tel­fi­nale Wider­stand zu leisten. Reitet mit Arn­au­tovic auf einem Ele­fanten über die Berge: der Ticker.

20:55 Uhr

Die bel­gi­schen Fans machen ordent­lich Lärm. Pro-Tipp: Wenn sie Ihr Auto-Fähn­chen quer hängen, können Sie ganz leicht ihren EM-Müll upcy­clen.

20:56 Uhr

Die ita­lie­ni­sche Natio­nal­hymne. Wenn man sieht und hört, wie die ita­lie­ni­schen Spieler mit­grölen, oszil­lieren meine Gefühle zwi­schen ita­lie­ni­schem Natio­nal­stolz und einer starken Sehn­sucht nach Dieter Eilts, der diesen ganzen Natio­nal­quatsch stumm über sich ergehen lässt und dann jemanden umgrätscht. Ach, Neun­ziger, wie ver­misse ich dich.

20:58 Uhr

Die Bel­gi­sche Hymne. Eden Hazard ist übri­gens ver­letzt draußen, hält sich das Herz.

20:59 Uhr

In der Start­for­ma­tion bei Ita­lien steht übri­gens Stürmer Federico Chiesa, der sich mit nur drei Ball­be­rüh­rungen gegen Öster­reich eine Statue gebaut hat, wie sie selbst Michel­an­gelo kaum schöner hatte hauen können. Steht noch immer mit offenem Mund da: der Ticker.

1.

Anpfiff. Oder um es mit Bud Spencer zu sagen: Sie ste­cken sich erstmal n Apfel ins Ohr.“

3.

Falls euch unser Ticker heute etwas ein­seitig vor­kommt. Hier ein kleiner Leak. Mit besten Grüßen an die Trat­toria Por­to­fino. Jodel Berlin, kann natür­lich auch falsch sein, würde aber die bis­he­rige Bericht­erstat­tung“ von 11FREUNDE gut erklären.
Kopie von QUER 32 für Querformate

5.

Kurze Blick auf die Auf­stel­lungen: Bei Ita­lien wieder in der Innen­ver­tei­di­gung ver­eint: Bonucci und Chiel­lini. Über die es ja heißt, dass sie sich blind ver­stehen würden. Ist wahr­schein­lich auch besser so. Ist ja kein Geheimnis, dass die Seh­leis­tung im hohen Alter doch etwas nach­lässt.

7.

Es läuft wie so häufig in der Allianz Arena: Die Roten machen Druck.

10.

Die Anfangs­phase hier ein biss­chen so wie unsere Texte: noch zu viele Fehler drin.

12.

Jetzt mal die Bel­gier über Meu­nier, holt eine Ecke raus. Und zuhause alle Dort­munder so: Wer ist dieser Mann? Kann man den ver­pflichten?

14.

Und dann: Tor! 1:0 Ita­lien. Frei­stoß aus dem Halb­feld, Bonucci ist zur Stelle. Aber: zählt nicht. War im Abseits. Immerhin haben wir bei ihm die Gewiss­heit: mit den Haar­spitzen kann es nicht gewesen sein.

17.

Puh. Also erstmal durch­atmen. Hätte das Tor“ ebenso übri­gens fast um ein Haar ver­passt, also quasi so ähn­lich wie Bonucci. Hatte bei mir nur andere Gründe: Der Fern­seher drohte damit, sich auto­ma­tisch abzu­schalten. Das kommt davon, wenn die Kiste schon den ganzen Tag läuft, nur weil ein paar Men­schen auf zwei Rädern stun­den­lang durch schöne Land­schaften fahren. Und danach Fuß­ball. Und dann wieder Fuß­ball. Aber habe zum Glück noch die Fern­be­die­nung recht­zeitig gefunden. Also auch so eine Art Video­be­weis sozu­sagen.

20.

Im ita­lie­ni­schen Straf­raum ist gerade mehr Betrieb als auf Karl Lau­ter­bachs Twitter-Kanal. Gleich kommt Lanz vorbei und fragt einen AfDler, ob man die Ita­liener nicht langsam aus der Euro raus­schmeißen müsste.

23.

Insigne ver­sucht es mit einer Schutz­schwalbe. Aller­dings deut­lich schöner als Andi Möller. Und erfolg­loser. Immerhin bekommt er von Sandro Wagner ein Lob für den dop­pelten Pur­zel­baum. Und was ist das? Ja, Andi Möller guckt zuhause ein biss­chen nei­disch.

26.

Im direkten Gegenzug schweißt Kevin de Bruyne das Leder fast in den Winkel. Und Don­na­rumma beweist mit seinen 12-Mil­lionen-Euro-Händen, warum die Scheichs von Paris ihn so gut finden. Ein Wunder eigent­lich, dass dieser de Bruyne mal für Werder Bremen gespielt hat. Naja, obwohl: Bremen spielt ja jetzt auch in der besten zweiten Liga aller Zeiten.

27.

Nächste Groß­chance Lukaku, selbes Resultat. Schon ganz gut, dieser Tor­wart. Dun­na­wetta.

30.

Kleiner Rekord: 30 Minuten und noch immer kein Gegentor. Und wäh­rend ich diese Zeilen schreibe, fliegt ein von einem Bel­gier gefähr­lich abge­fälschter Schuss auf den Kasten von Thibaut Cour­tois. Die Partie hat auf jeden Fall mehr Gehalt als eine Pizza Pommes von Dr. Oetker. Würg.

32.

Und, was sage ich, wäh­rend ich noch ver­suche diese neue Tief­kühl­pizza-Sorte zu ver­drängen, ser­viert Ita­lien hier den nächsten Lecker­bissen. Obwohl: Eigent­lich war die Szene schon vorbei, der Ball längst geklärt. Immo­bile wollte erneut einen Elfer schinden. Und wäh­rend Andi Möller sich zuhause ins Fäust­chen lachte, kam der Ball zurück wie ein Bume­rang in den ita­lie­ni­schen Straf­raum. Ita­lien kom­bi­niert sich durch. Goal! Oder wie Sandro Wagner sagt: »Zweite Welle, Gegen­pres­sing, 1:0!« Wenn die Partie weiter so heiß ist, esse ich am Ende meinen Hut. Oder eine Capital-Bra-Pizza.

35.

Jetzt wird es natür­lich schwer für Bel­gien gegen eine ita­lie­ni­sche Mann­schaft mit Füh­rung im Rücken. Ande­rer­seits: wenn die betagte ita­lie­ni­sche Innen­ver­tei­di­gung irgendwo anfällig ist, dann doch sicher im Rücken. Der macht ja in dem Alter häu­figer Pro­bleme.

38.

Aber man muss sagen: unter­halt­sames Spiel­chen hier. Passt zu unserem Hashtag-Gag des Tages, der von einer nam­haften Kaf­fee­firma prä­sen­tiert wird. Denn: #BELITA macht Fuß­ball zum Genuss.

41.

Bemer­kens­wert aber auch, wie Ciro Immo­bile wieder quick­le­bendig über das Spiel­feld hüpft, nachdem er kurz vor dem Tor noch fast leblos im bel­gi­schen Sech­zehner lag. Ita­lie­ni­sche Jon Snow.

43.

Wieder mal eine gefähr­liche Situa­tion für Ita­lien: Immo­bile kommt ganz nah vorm Tor an den Ball. Dreht dann aber ab. Sucht wohl jemanden, der mit ihm Essen geht.

44.

Aber dann: Was für ein Tor! Insigne! Schlenzt den Ball vom Sech­zehner in den Knick. Und das kann er ja wie kein zweiter. Viel­leicht sollte er Tore wie dieses paten­tieren lassen. Als Isi­gne­ture-Move

45.+1

Und direkt auf der anderen Seite: Elf­meter für Bel­gien. Sandro Wagner sagt: Abso­luter Witz“. Lukaku sagt: Kann ich nicht drüber lachen.“ Und macht ihn rein. 

45+2

Und dann ist erstmal Halb­zeit. Hui­huihui. Schwer was los in Mün­chen. Wir machen es wie Immo­bile und legen uns erstmal ne Runde aufs Ohr. Bis gleich!

21:51 Uhr

Ich mein klar, ist ein geiles Spiel hier und wir können uns gerade so mit Schnapp­at­mung in die Halb­zeit retten. Und klar macht das mehr Spaß mit Zuschauern. Aber wenn man die Nach­richten in der Halb­zeit über mit der Delta-Vari­ante infi­zierte Fans sieht, fragt man sich schon, wie viele grie­chi­sche Buch­staben wir noch lernen müssen, nur damit die Uefa ihr Pro­dukt ein biss­chen besser kom­mer­zia­li­sieren kann.

22:03 Uhr

Marc Wil­mots und Per Mer­te­sa­cker haben sich übri­gens mit­ein­ander ange­legt in der Halb­zeit­pause. ZDF-Experte Marc Wil­mots findet den lächer­li­chen Elf­meter lächer­lich, Per Mer­te­sa­cker sagt: klarer Schubser. Danach Infight. Vor­teil Kampf­schwein.

46.

Bela Rethy und Sandro Wagner voller Vor­freude auf die zweite Halb­zeit. »Das war die beste Halb­zeit, die ich hier bisher gesehen habe«, belat Rethy. Hier nochmal die beste Szene, die min­des­tens so legendär ist wie Jesus Auf­er­ste­hung zu Ostern:

49.

De Bruyne wirkt heute gar nicht wie der Cham­pions-League-Final-de-Bruyne oder der Por­tugal-Ach­tel­final-de-Bruyne. Hatte schon einige starke Szenen, stellt jetzt wieder seinen Körper rein und rammt top­mo­ti­viert Jorginho in die Wer­be­bande. Glaub irgendwie nicht, dass de Bruyne sich hier heute nach einem Aller­welts­foul wieder aus­wech­seln lässt. Woher die ganze Spiel­freude auf einmal? Ver­mut­lich freut er sich ein­fach, dass Antonio Rüdiger nicht mehr im Tur­nier ist.

53.

Die Ita­liener haben es gerade geschafft, tat­säch­lich nach Zeit­spiel von Don­na­rumma sich schnell hinten raus­zu­spielen und bei eigenem Ball­be­sitz den Gegner aus­zu­kon­tern. Was erlauben Bel­gien?

56.

Bel­gi­sches Power­play mit anschlie­ßender Flanke in den Straf­raum. Lukaku, der Mensch gewor­dene Kühl­schrank, ver­passt knapp. Und ein Bier hat er auch nicht mit­ge­bracht. Danke für nichts.

59.

Nächste Schwalbe der Ita­liener. Und klar: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Aber was ist denn mit zwei, drei, vier, fünf, vielen Schwalben? Viel­leicht würden all diese Schwalben doch mal eine gelbe Karte machen, lieber Herr Schieds­richter? Bleiben für Euch dran: Eure Orni­tho­logen vom Ticker.

61.

Neeeeeeeeeeeeein! Doku spielt über links de Bruyne frei, der mit der per­fekten Rein­gabe für Lukaku. Doch was ist das, Lukaku ver­wan­delt sich auf einmal in 1986-Frank Mill und setzt den Ball irgendwie an den Pfosten. Sandro Wagner will sich am liebsten in dessen »Rie­sen­bett« legen und ihn trösten. Kon­do­liert auch: der Ticker.

62.

Hier die Wie­der­ho­lung.

65.

Fan­tas­tisch übri­gens, wie sich die ita­lie­ni­schen Ver­tei­diger für ihre erfolg­reiche Abwehr­ak­tion feiern. Fast so lei­den­schaft­lich wie bei ihrer Hymne. Aber eben auch nur fast. Hat ja sicher auch Kräfte gekostet.

67.

Auf der anderen Seite kommt Spi­naz­zola nach einem hüb­schen langen Ball zum Abschluss. Macht er gut, aller­dings nicht gut genug. Man könnte auch sagen: Spi­naz­zo­lala.

69.

Und wieder zir­kelt Insigne einen Ball aufs Tor. Quasi Zir­kel­trai­ning für ihn heute. Dauert nicht mehr lange und Felix Magath holt ihn nach Würz­burg.

72.

Jetzt wieder Bel­gien, die Angriffs­welle rollt über Doku, am Ende steht der ein­ge­wech­selte Chadli frei vor dem Tor und ver­sucht die Flanke, die leicht in den Rücken kommt, irgendwie per Hacke zu errei­chen. Sieht dabei ein biss­chen aus wie wir, wenn wir uns doch mal wieder im Yoga ver­su­chen: ziem­lich unglück­lich.

74.

Und es endet bei Chadli auch ähn­lich wie bei unseren Yoga-Ver­su­chen: er ver­letzt sich. Gute Bes­se­rung an dieser Stelle. Beim nächsten Mal dann viel­leicht doch lieber nur den Son­nen­gruß.

76.

Bei Ita­lien kommt nun Belotti für Immo­bile. Nach der wun­der­samen Auf­er­ste­hung beim 1:0 darf er sich jetzt also erstmal wieder hin­setzen.

79.

Schlimme Szene jetzt bei Ita­lien. Spi­naz­zola hat sich ver­letzt, offenbar leider schwerer. Mitten im Lauf. Das sah ein biss­chen nach Achil­les­sehne aus. Ohne blöde Witze und dop­pelte Ebene: gute Bes­se­rung.

82.

Was für ein geiles Spiel macht eigent­lich dieser Jeremy Doku? Der Rasen an der linken Außen­seite sieht schon ganz unge­sund aus. Über den sollte mal jemand eine Doku machen. Hust, bzw. Ent­schul­di­gung.

84.

Und, was sage ich? Jeremy Doku mit der nächsten großen Aktion. Der 19-jäh­rige lässt gestan­dene ita­lie­ni­sche Innen­ver­tei­diger wie hüftsteife Slalom-Stangen aus­ehen und zieht dann ab. Ouh! Knapp drüber. Dieser Doku wäre einer für Werder.

87.

Mal was anderes: Finde es eigent­lich ziem­lich dreist, dass die Uefa sämt­liche Regen­bogen-Fahnen ver­bietet und jetzt sogar den Spon­soren bunte Wer­be­banden unter­sagt hat. Und das nur, weil sie es dem unga­ri­schen Dik­tator Victor Orban nicht zumuten will, dass wir im Jahr 2021 leben, wenn ich alles richtig ver­standen habe. Und was ja fast noch schlimmer ist: Gleich­zeitig mutet uns die Uefa zu, hier in in der Münchner Arena die ganze Zeit ein Bayern-Zei­chen in der Kurve zu sehen. Pfui.

89.

Bel­gien macht weiter unmensch­li­chen Druuuuuuck (Olli-Kahn-Voice). Allein die Zeit ver­streicht. Und auf einmal wirkt nicht die ita­lie­ni­sche Innen­ver­tei­di­gung alt, son­dern Bel­giens gol­dene Genera­tion, die, wenn man sie mal richtig abstaubt und poliert, sich viel­leicht doch als grau­mäu­sige Söld­ner­truppe mit einer hauch­dünnen Blatt­gold­schicht erweist.

90.+2

Gelb für Berardi. Aber nicht für eine Schwalbe, son­dern weil er die Aus­füh­rung eines bel­gi­schen Frei­stoßes ver­hin­dert, da er zu nah am Ball steht. De Bruyne nutzt die Gele­gen­heit, um ihm die Pille aus guter Posi­tion an den Kopf zu schießen. Wie­der­ho­lung. Bei der Wie­der­ho­lung fällt dann Don­na­rumma hin und holt circa vier Minuten raus.

90.+4

Hier liegen mehr Leute auf dem Platz herum als am Black Friday im däni­schen Bet­ten­lager. Ist das hier ein Fuß­ball­spiel oder das ita­lie­ni­sche Kuschel-Seminar?

90.+7

Die Nach­spiel­zeit ist eigent­lich seit zwei Minuten durch. Aber die ver­gan­genen zwanzig Minuten haben wir hier ja auch kaum gespielt. Die Ita­liener feiern den letzten ver­ge­benen Eckbal der Bel­gier wie ein eigenes Tor. Und dann ist es vorbei. Der Schiri pfeift ab. Was für ein Spiel. Auf dem Platz Emo­tionen, wo man schwer beschreiben kann.

22:57 Uhr

Das wars. Ita­lien feiert. Bela Rethy und Sandro Wagner sind begeis­tert. Die gol­dene Genera­tion Bel­giens wirkt matt und müde. Dabei haben sie uns ein wirk­lich schönes Spiel beschert. Danke dafür. Hält die Schland-Fahnen nur noch quer: der Ticker.