Wochentag
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Wochenende

Tagesticker: 4. Januar 2019

And the winner is..Bruun Larsen

Welche große Ehre Jakob Bruun Larsen zuteil geworden ist. Warum englische Schiedsrichter ab sofort in lila Trikots auflaufen. Und überhaupt alles Wichtige zum Tag.

17 Uhr

Zum Schluss noch etwas für's Herz. Ex-Liverpool-Verteidiger José Enrique hat auf seinem Instagram-Account  Bilder veröffentlicht, die seinen Kampf gegen den Krebs dokumentieren. Im dazugehörigen Post bedankt er sich bei den vielen Zuschriften und Aufmunterungen, die ihn erreicht haben und er erzählt davon, dass er nicht lügen will, denn es sei nunmal verdammt hart. Nicht nur für ihn, sondern ganz besonders auch für seine Familie. Aber: »Egal wie groß das Problem ist, Du kannst es bekämpfen.« Wir sagen: Word. Und wünschen ein schönes Wochenende. 

16 Uhr

Große Ehre für Jakob Bruun Larsen vom BVB. Denn der wurde zu Dänemarks Nachwuchsspieler des Jahres gewählt. Und wenn man sich seine Vorgänger so anschaut, kann man schwer davon ausgehen, dass Bruun Larsen a) Das Ding nochmals gewinnen wird, und b) Bruun Larsen auf jeden Fall bald in England spielen wird..Denn die Gewinner der Vorjahre heißen: Pierre-Emil Höjbjerg, Pierre-Emil Höjbjerg, Andreas Christensen, Andreas Christensen und Andreas Christensen.

15.15 Uhr

Geniale Idee des Fußballverbandes Cambridgeshire. Denn in deren Verantwortungsbereich tragen ab sofort alle Schiedsrichter unter 18 Jahren lila Trikots. Der Grund ist so einfach wie genial: Damit sollen alle Spieler, Funktionäre und Zuschauer daran erinnert werden, dass da einer das Spiel leitet, der noch zur Schule geht, noch im Begriff ist, zu lernen und überhaupt vor allem vor Ort ist, um Freude zu empfinden. Nicht, dass wir das nicht grundsätzlich jedem Schiedsrichter (und überhaupt allen Menschen) gönnen. Trotzdem: Well played!

14.45 Uhr

Und das, obwohl Rafinha doch längst noch nicht alle Positionen beim FC Bayern bekleidet hat (Pressesprecher, Torwart, Präsident - Ende der Liste):

14.30 Uhr

Ein bisschen Dolce Vita, so kurz vor dem Wochenende. Hier kommen die schönsten Tore im Dezember aus Italien. Und jetzt alle: »Bello, bello e impossibile.«

14 Uhr

Fantastische Szene nach dem Spiel Manchester City - FC Liverpool. Da will der verletzte und in zivil am Seitenrand lauernde City-Verteidiger Benjamin Mendy mit seinen Kollegen feiern, stürmt auf den Rasen und wird, klar, von Security verfolgt. Die ihn für einen Flitzer halten. Mendy nahm es mit Humor, twitterte: »Der Bruder war kurz davor mich zu tacklen..« Und hier gibt es das Video dazu:

13.30 Uhr

Xavi Hernandez meldet sich zur Wort. Und wie so oft hat er dabei Schönes zu sagen, zum Beispiel: »Barcelona spielt nicht länger Fußball, es ist fast so, als spielten sie eine andere Sportart. Nur Pep Guardiola und Manchester City spielen so einen schönen Fußball.« Und: »Barcelona wählt immer den schwierigen Weg. Sie spielen immer mutig.« Oder: »Valverde passt perfekt nach Barcelona, zu 100 Prozent. Er hat den Stil des Klubs wiederbelebt. Das Positionsspiel ist viel besser und Messi steht im Zentrum von Allem. Sie greifen in allen Räumen an und Paulinho ist eine Waffe aus der Tiefe.« So weit, so hach. Aber dann hat er weitergeredet, dieser geniale Fußballer, und dann redete er über Politik, und ob das so eine gute Idee ist, muss jeder selbst entscheiden. Denn Xavi, der inzwischen bei Al Sadd in Katar spielt sagt über die dortigen Zustände: »Es stimmt, es gibt hier keine Demokratie. Aber die Leute sind happy.« Na dann.

12.30 Uhr

Bewegung auch in Hannover - Jan Schlaudraff ist zurück! Aber nicht etwa als Spieler (auch wenn der Mann gerade mal 35 Jahre alt ist, da wechseln andere gerade erst nach Monaco), sondern als Assistent der Sportlichen Leitung. Sein neuer Boss, Horst Heldt, sagt: »Jan kennt 96, ich selbst kenne ihn auch lange. Er ist ein guter Netzwerker, hat viel Ahnung vom Fußball und vertritt zudem stets eine klare Meinung.« Na guck. Und überhaupt habe Schlaudraff seit seinem Karriere-Ende in einer Agentur wertvolle Erfahrung gesammelt und sei ein kluges Kerlchen. Dass er dann vielleicht doch eher den Grüßaugust für die beunruhigten Fanseelen gibt und man es den großen Klubs wie Dortmund (Sebastian Kehl) nachmachen will, dafür spricht dann wiederum die folgende Aussage von Horst Heldt: »Sein Aufgabengebiet bei uns wird dann später hauptsächlich im Scouting in der deutschen 1. und 2. Liga liegen.« Eine Mammut-Aufgabe.

12.15 Uhr

Gute Nachrichten auch aus München, denn die Stadt hat eine Studie ausgeschrieben, die prüfen soll, ob und wie das Stadion an der Grünwalder Straße auf bis zu 30.000 Plätzen erweitert werden kann. Aktuell sind 15.000 Zuschauer zugelassen. Und die kommen zumindest bei den Drittligaspielen von 1860 auch. Jedes einzelne Mal. Klar, dass sich der Verein eine Erweiterung wünscht. Aber auch die Frauen des FC Bayern München, die das Stadion ebenfalls nutzen, freuen sich sicherlich über eine Modernisierung. Denn auch wenn das Grünwalder an sich bundesligatauglich ist, fehlt es an Parkplätzen, einem durchdachten Einlasskonzept und einer sicheren Trennung von Heim- und Gästefans. Wir sagen: Sollen sie machen, finden wir gut. Hauptsache die Anzeigetafel bleibt!

12 Uhr

Gute Nachricht aus England: Ein Chelsea-Fan, der während eines Spiels seines Klubs bei Brighton&Hove Albion homophobe Äußerungen gerufen hatte, wurde nun zu drei (!) Jahren Stadionverbot verurteilt (und 965 Pfund Geldstrafe). 

11.40 Uhr

Aus der Reihe »Preise, die die Welt nicht braucht« und zugleich aus der Reihe »Preise, die Bäh sind«:

11.30 Uhr

Glückwunsch an Roberto Firmino. Hat zwar gestern mit dem FC Liverpool in Manchester verloren, aber trotzdem gleichzeitig was gewonnen. Und zwar in Gold. Und Samba. Den »Samba Gold Award« nämlich. Den erhält der beste Brasilianer, der nicht in Brasilien spielt. Und das ist in diesem Jahr nicht Real Madrids Marcelo (2. Platz) oder Neymar (3. Platz) sondern eben Firmino. Seltsam mutet allein das Zustandekommen des Preises an. Denn laut der Homepage des FC Liverpool wird dieser vergeben nach der Abstimmung durch »Journalisten, Online User und VIPs«. Aha.

10.50 Uhr

Die Bundesligameister der vergangenen zehn Jahre: Wolfsburg, Bayern, Dortmund, Dortmund, Bayern, Bayern, Bayern, Bayern, Bayern, Bayern. Wer meint, darin Abwechslung zu erkennen, hat das Wort falsch verstanden. Aber anderswo ist auch hässlich, hört man die Kritikaster der Kritikaster sagen. Stimmt nicht, sagen wir. Anderswo ist auch schöner. Oder vielleicht besser: abwechslungsreicher. Die Frage ist halt: Wo?! Und: Will man das?


Screenshot: twitter.com/MLStransferbuzz

9.55 Uhr

Was war das für ein Spiel gestern zwischen Manchester City und dem FC Liverpool. (Hier zum Nachlesen im 11FREUNDE-Liveticker >>>) Ein Tempo, als hätte man eine ganz normale Bundesliga-Partie genommen und zwei Mal auf den Fast-Forward-Knopf gepöhlt. Hach. Wahnsinn. Da ist man fast geneigt, zu vergessen, aus welchen gruseligen Mitteln dieses Spektakel bestritten wird. Aber das mit dem Vergessen ist gar nicht so einfach. Man frage nach bei den Anhängern der Reds. Denn die haben direkt nach Spielschluss eine Petition aufgesetzt, die Torlinientechnik des nicht gegebenen Tores für die Mannschaft von Jürgen Klopp zu überprüfen. Noch drei Unterzeichner mehr, und wir starten eine Petition: Für das Comeback britischen Sportsgeistes.

9.25 Uhr

Ein Jahr ist es übrigens her, dass wir eben jenen Kuba noch im großen Heft-Interview hatten. Und was für ein Interview das war! Hier könnt ihr es nachlesen >>> 

9.15 Uhr

Zwölf Jahre ist es her, dass ein junger Wolverine in der Bundesliga aufschlug. Sein Name: einfach nur Kuba. Zwölf Jahre. Damals hielt Deutschland Jürgen Klinsmann noch für einen Jahrhundert-Trainer und die Welt Donald Trump für einen windigen, aber irgendwie auch ganz coolen Geschäftsmann. Zwei deutsche Meisterschaften und ein DFB-Pokalsieg später sagt dieser Kuba nun »do widzenia« - Auf Wiedersehen. Nach 235 Spielen in der Bundesliga geht es nun also zurück in die Heimat. Vertragsauflösung beim VfL Wolfsburg, wo es in dieser Saison für zwölf Minuten gereicht hat. Das Blöde am avisierten Wechsel in die Heimat - Blaszczykowski würde gern zu seinem Heimatverein Wisla Krakau. Dem allerdings gerade gestern vom Verband die Lizenz entzogen wurde. So heißt es bei transfermarkt.de: »Krzysztof A. Rozen, Vorsitzender des Lizenz-Komitees, sagt: ›Wir wissen nicht, wer der offizielle Besitzer des Klubs ist, wer der Präsident ist und wer den Klub managt.‹ Dem Lizenzentzug ging der Verkauf des Vereins an Vanna Ly, einem Mitglied der kambodschanischen Königsfamilie, und Mats Hartling, einem Vereter der Noble Capital Partners, voraus. Wisla Krakau vermeldete die Übernahme der Investoren am 22. Dezember, ehe der Vertrag zwischen den Parteien am 2. Januar offiziell annulliert wurde.«

Vielleicht weiß ja dieser Kuba, wer den Klub managt. Es wäre ihm zu wünschen. So oder so wünschen wir ihm alles Gute. Und mühen ein letztes Mal unsere Zunge, und ehren ihn mit einem lauten: [ˈjakup bwaʃʧɨˈkɔfski]