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Tagesticker: 16. Januar 2019

Pavard 2.0

Stuttgart hat einen Neuen. Dietmar Hopp spricht über Gehälter. Borussia Dortmund wird aggressiver. Hier kommt alles Wichtige zum Tag.

15.45 Uhr

Auf der anderen Skala des Glücks rangiert für den Moment der FC Austin. Der im vergangenen Jahr gegründete Verein ist nun offiziell zum 27. Mitglied der Major League Soccer ernannt worden. Und man kann ja von Franchise-Unternehmungen halten was man will, aber was bei der Vorstellung des Klubs offenbar nicht unterlassen werden konnte, das sprengt dann doch die weite Bande des Verständnisses. Und so präsentieren wir: das offizielle Liedgut der »Ultras« aus Austin. Ausgegeben von der bisher einzigen Fangruppe des Klubs, »Austin Anthem«. Ist aber auch schmissig, das Resultat einer organisch gewachsenen Fankultur. Und drei und vier und: »Insert Name!«

15.15 Uhr

Tagesmeister der Herzen: PSV Eindhoven. Der Klub wird der erste holländische Profiklub, der eine Fußball-Abteilung für Amputierte eröffnet. Ab heute können sich alle, die es betrifft, zum Training anmelden. Und jetzt alle: Ein Verein ist ein Verein, weil er aus der Gesellschaft heraus für die Gesellschaft wirken soll. Oder kurzum: Bitte nachmachen, liebe Bundesliga.

14.30 Uhr

Und noch ein Deal, der fix ist. Der 1. FC Köln verstärkt sich zur kommenden Saison mit Kingsley Schindler von Holstein Kiel. Der Senkrechtstarter unter den Flügelspielern der zweiten Liga hat aber auch eine ordentliche Visitenkarte abgegeben in der bisherigen Saison: elf Scorer-Punkte in 16 Spielen. Fun-Fact zu King Kingsley: »2015 wurde Schindler zu einem Lehrgang der ghanaischen U23-Nationalmannschaft eingeladen. In zwei Testspielen gegen Uganda kam er allerdings nicht zum Einsatz, da er Schwierigkeiten mit den klimatischen Gegebenheiten (hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit) hatte.« (Quelle: Wikipedia) Damit sollte er in Köln eigentlich keine Probleme bekommen. Also außer an Karneval.

14.15 Uhr

Was denken Boxer, wenn sie ihren Gegner grüßen? Haken hinter. Wie ein angeschlagener Boxer präsentierte sich in der Hinrunde auch der VfB Stuttgart. Weshalb der Klub jetzt auf dem Transfermarkt, nun ja, zuschlug. Es kommt, für elf Millionen Euro: Ozan Kabak. 18 Jahre jung, Innenverteidiger und bis dato in Diensten von Galatasaray Istanbul. Da hat der schlaue Herr Reschke ganz Arbeit geleistet. Denn Kabak, so hieß es in den vergangenen Tagen, sei eigentlich heiß auf die Premier League und die Premier League auf ihn. Aber angesichts der Hinrunde kann man festhalten: So wie Stuttgart da gespielt hat - mehr Kick&Rush geht nicht. Immerhin.

13.30 Uhr

Gleich nochmal England. Diesmal: Fleetwood Town, Zehnter in der dritten Liga. Trainer: Joey Barton. Ja genau, DER Joey Barton. Der Joey Barton, der schonmal Massenschlägereien anzettelte, offen über seinen Alkoholkonsum plauderte (»Wenn man Fußball spielt, hat man eine Menge Druck - von den Fans, den Medien. Deshalb trank ich nach den Spielen immer.«) und der im Synonymwörterbuch unter »R« wie »Rekordstrafe« auftauchen sollte. (Die elf »schönsten« Episoden seiner Karriere lest ihr hier nach >>>). Dieser Joey Barton also ist inzwischen Trainer und man kann sagen was man will: Die Mannschaft trägt seine Handschrift. Oder wie lässt sich sonst erklären, dass seine Jungs das »dreckigste« Team der Liga stellen?! 64 Verwarnungen und fünf rote Karten stehen nach derzeit zu Buche. Wo Joey Barton drauf steht, ist eben auch Joey Barton drin. Darauf eine Grätsche.

13 Uhr

Alan Dowson ist Trainer des englischen Fünftligisten Woking FC und er hat ein Problem: Sein Telefon ist verschwunden. Mit all den 2000 und mehr Kontakten und Nummern, die ein umtriebiger Coach eben so angesammelt hat über die Jahre. Was Dowson offenbar nicht hat: eine Cloud-Lösung oder ein simples Backup all seiner Daten. Was ihn und den Klub zu der glorreichen Idee führte, auf Twitter nach Hilfe zu schreien. Demnach sollten sich alle, die Dowsons Nummer hätten, bei ihm melden. Den passenden Kommentar dazu lieferte ein Fan namens Matt Andrews: »Den Tweet werden ihr eines Tages bereuen...« Also: Heute.

12.15 Uhr

Seien wir ehrlich: Wir wissen nicht genau, was uns die folgende Grafik sagen soll, beziehungsweise, was für eine Aussagekraft sie hat. Aber wie das so ist mit der Zuneigung für die Dinge: Manchmal sind sie einfach da. Und deshalb kommt hier eine Analyse von europäischen Mittelfeldspielern und wie sehr sie den Ball während der 90 Minuten, die so ein Spiel nunmal dauert, entweder am Fuß oder durch einen Pass nach vorne treiben. Interessant für Fans von: #Packing. (Hier geht's zum Originaltweet >>>)

12 Uhr

Es folgt: Ein Witz. Kommt ein Mann, nennen wir ihn Dietmar Hopp, zu einem Fußballverein, steckt 350 Millionen Euro ein und spricht irgendwann diesen Satz, sagen wir im Vereinsmagazin Spielfeld: »Es ist doch völliger Wahnsinn, welche Gehälter teilweise bezahlt werden. Das ist in hohem Maß ungesund und schon lange nicht mehr sozialverträglich.« Gut, die Pointe ist jetzt nicht der Hammer. Komisch ist es trotzdem.

11.45 Uhr

Yaya Touré hat die Welt gesehen, ist Gegenstand einer der besten Fangesänge der Welt (Wer ihn nicht kennt: a) schämen, b) hier schauen >>>) und fliegt auf SWAG-Level unendlich durch das Leben. Inzwischen ist er 35 Jahre alt und nach einem unglücklichen Engagement bei Olympiakos Piräus derzeit vereinslos. Also hat er Zeit, sich zu Wort zu melden. Etwa beim britischen TV-Sender Sky. Dort sagte er über Mexikos Innenverteidiger-Legende Rafael Marquez: »Er war zehmal besser als Piqué.« Und anschließend stellte er seine Traumelf zusammen. Leroy Sané gefällt das.

11.30 Uhr

Und nochmal Dortmund. Neuzugang Leonardo Balerdi hat sich zu Wort gemeldet: »In Argentinien ist der Tag länger, hier wird es viel früher dunkel. Aber Dortmund ist eine tolle Stadt. Der Verein ist auf einem Topniveau, ich bin also sehr glücklich.« Womit klar ist: Für 19-Jährige Innenverteidiger aus Argentinien endet der Tag, wenn das Licht ausgeht. Womit auch klar ist: Wir wären gern ein 19-Jähriger Innverteidiger aus Argentinien. Außer, dieser 19-Jährige Innverteidiger aus Argentinien meint Ernst, was er noch zu sagen hatte, zum Beispiel: »Ich versuche, das Trikot mit meinem Leben zu verteidigen.« Dass Fußball mehr ist als ein Spiel auf Leben und Tod? Klar! Aber das?

11.10 Uhr

Hört, hört! Was die Abteilung Attacke kann, so scheint man sich in Dortmund zu denken, kann die Abteilung Aki schon lange. Laut einem Bericht der SportBild wolle der BVB in Zukunft verbieten, dass Spieler des Klubs zum direkten Konkurrenten aus München wechseln. Und die Agenda sei schon längst mit Leben gefüllt worden, heißt es, und zwar im Fall von Christian Pulisic, an dem die Bayern also offenbar ebenfalls Interesse gehabt hätten. Womit klar ist: Die Bayern haben ein Problem. Denn den jeweils größten Konkurrenten aus der Bundesliga schwächen, um sich selbst zu stärken, das Prinzip wird in Zukunft wohl nicht mehr so einfach greifen. (Warum sich trotzdem keine Sorge machen muss um den Rekordmeister, lest ihr hier >>>)