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Odoi

Tagesticker: 11. Januar 2019

Sorgen um Hudson Odoi

Bayerns Objekt der Begierde bereitet Sorgen. In Japan entwickeln sie eine neue Kunstform. Und beim FC Arsenal ist die Kohle alle. Hier kommt alles Wichtige zum Tag.

17:45 Uhr

Fast 18:00 Uhr an einem Freitagnachmittag? Das heißt Ekstase auch bei den ganz, ganz jungen 11Freunde-Redakteuren im Katzen-Büro. In diesem Sinne: Schönes Wochenende allerseits. 

15:55 Uhr

Es ist Freitag und somit werden wir uns nicht nur von unseren Kollegen verabschieden, und ihr euch von eurer schlechten Alltagslaune, sondern auch Vereinslegenden von ihrem Verein. Fall Nummer 1: Aytac Sulu verlässt mit sofortiger Wirkung Darmstadt 98. Wegen seiner »großen Verdienste« um den Klub, mit dem er von der 3. bis in die Bundesliga ging, ist Darmstadt dem Wunsch Sulus nachgekommen. Der Verteidiger soll bereits über ein anderes, unerwartetes Angebot verfügen. Welcher Bundesligist ist so verzweifelt, dass er jetzt noch einen 33-Jährigen holt? Nachricht eines Kollegen (Schalke-Fan): »Wehe, Schalke holt jetzt Sulu!« - Alles klar, dankeschön. 

15:27 Uhr

Weil der SV Darmstadt einen Rechtsverteidiger sucht, aber keinen findet, darf sich Alvin Jones in den kommenden Tagen im Trainingslager des Zweitligisten beweisen. Alvin Jones ist der Bruder von Jetzt-Schon-Darmstadt-Profi Joevin Jones und hat damit nicht nur das familien-interne Vornamen-Duell klar für sich entschieden, sondern kommt dementsprechend genau wie Joevin von den Zwillingsinseln Trinidad & Tobago. Genau, die Inseln, deren Bewohner alle Peter Crouch hassen. Bleibt nur noch eines zu klären: Die Jones Brothers sind nicht die Jonas Brothers. Und jetzt entschuldigt uns: Wir müssen aus einem uns unerklärlichen Grund jetzt sofort raus auf die Straße, Skateboard fahren lernen. Oder zumindest neue Fat Laces kaufen. 

14:35 Uhr

Zurück zum Transfer-Gewese. Angeblich ist der VfB Stuttgart bereit, 11 Millionen Euro für das erst 18 Jahre alte türkische Abwehrtalent Ozan Kabak von Galatasaray zu zahlen. Was uns zu zwei Fragen führt. Erstens: Passt Manuel Friedrich nicht deutlich besser ins Stuttgarter Anforderungsprofil? Und B: Wenn man Kabak für 11 Millionen Euro verpflichtet, wie groß ist dann die zusätzlich fällige Kabak-Steuer?

14:31 Uhr

Zwischendurch mal wieder was aus der semi-beliebten Kategorie »lückenfüllende Quatsch-Tabellen, die mit dem aktuellen Transfer-Gewese nicht viel oder gar gar nichts zu tun haben«: Die ewige Tabelle der MLS. Nach deren Ansicht wir gestehen müssen, dass wir uns über keinen einzigen der 895 Punkten, die die San José Earthquakes geholt haben, so richtig, also mit Haut und Haar, gefreut haben. Sorry...

 

13 Uhr

Wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag am 17. März hat Giovanni Trapattoni sein Faible für die Sozialen Medien entdeckt. Der legendäre Coach, der von 1994 bis 1995 und von 1996 bis 1998 den deutschen Rekordmeister Bayern München trainierte, präsentiert sich inzwischen auf Instagram, Twitter und Facebook. Dort veröffentlicht er Bilder aus seiner Karriere sowie eigene Sprüche und Lebensweisheiten. »Die Sozialen Medien helfen mir, alte und neue Beziehungen zu knüpfen, zugleich aber auch an die Werte des Sports zu erinnern«, sagte Trapattoni der römischen Tageszeitung La Repubblica. »Mit zwei Dingen darf man im Leben nie aufhören: Lernen und Lächeln«, heißt es in einem der Sprüche von »Trap«, der die Sozialen Medien dank seines 24-jährigen Enkels Riccardo Felici entdeckt hat. Der Sohn von Trapattonis ältester Tochter Alessandra, ein Kommunikationsexperte, überredete den prominenten Großvater, auf Instagram einzusteigen. Danach folgten Twitter und Facebook. »Großvater schreibt die Texte, ich helfe ihm mit den Fotos, aber grundsätzlich macht er fast alles allein. Zusammen haben wir Fotos und kurze Videos veröffentlicht. Am Anfang dachten die Leute nicht, dass es sich um den wahren Trapattoni handelt, doch jetzt sind wir mit Kontakten überschwemmt«, sagte der Enkel. Er sei von der Popularität seines Großvaters beeindruckt. »Die Menschen lieben ihn, viele erinnern sich gerne an die Zeiten, als er noch trainierte, und es sind nicht nur Anhänger seiner Ex-Klubs Inter und Juve«, erzählt Felici. Womit klar ist: Internet leer.

12.45 Uhr

Ihr wollt ein bisschen in Trance geraten, habt aber gerade jeglichen Drogen und Religionen abgeschworen? Kein Problem, die folgende Meldung hilft Euch über das Dilemma hinweg: »Urawa Reds holen Nationalverteidiger Yamanaka von Yokohama.« Den Satz einfach immer und immer wieder vor sich her murmeln, und schon seid ihr ihm Tunnel. Bitteschön. 

12.15 Uhr

In Schweden kam es dieser Tag zu einer der merkwürdigsten Spielervorstellungen aller Zeiten. Bei Jönköpings Södra präsentierten sie ihren neuen brasilianischen Mittelfeldspieler Fabio Gama, und was soll man sagen, es sah eher aus wie eine Geiselnahme. Das Video gibt es in unserer täglichen News-Sendung 11FREUNDE-Anpfiff zu sehen und folgt. Zunächst aber folgt das, was Ekhagens IF aus der Sache gemacht hat. Nämlich das hier (>>>): 



Das »Original« gibt es am Ende dieses Videos:

11.20 Uhr

Sieh an, der FC Arsenal kann laut Aussage seines Trainer Unay Emery »keinen Spieler fest verpflichten«. Lediglich Leihen seien demnach möglich. Über die Gründe dafür sagte er nichts, es erinnert nur sehr an die Jahre unter Arsène Wenger, als der Klub wegen der Kosten des Emirates-Stadionbaus nicht in der Lage war, zu investieren. Kosten, die so hoch waren, dass eine Bank eine ganz besondere Sicherheit vom Klub verlangte, weil alle anderen Sicherheiten schon verbraucht waren: eine Jobgarantie für Wenger. Aber wir schweifen ab. Dann leihen sie eben, die Gunners. Im Gespräch sind Denis Suarez vom FC Barcelona und Ever Banega von Emereys Ex-Verein, dem FC Sevilla. Beides zentrale Mittelfeldspieler. Und irgendwo in London bestellt Mesut Özil eine neue Ladung Lachgas. Aus rein therapeutischen Gründen.

11.11 Uhr

Der SKN St. Pölten aus Österreichs Bundesliga heißt nicht mehr SKN St. Pölten, sondern Spusu SKN St. Pölten. Ein Sponsor hat sich in den Namen eingekauft. Der Klub twittert dazu: »Für Entwicklung braucht es den Mut zur Veränderung. Wir gehen als spusu SKN St. Pölten in die Zukunft! #OneVision«. Nun denn, wer Visionen hat, soll bekanntlich zum Arzt gehen. Und wir wissen auch nicht, wie wir darauf kommen, aber wie heißt es so schön: »Mut ist, zu wissen, dass es weh tun kann und es trotzdem zu tun. Dummheit ist dasselbe. Und deswegen ist das Leben so schwer.« Hoffen wir mal, dass Beispiel keine Schule macht und die deutsche Bundesliga verschont bleibt. Wie würde das klingen?! Bauhaus Bayern München! Hertie Hertha BSC! Oder, völlig absurd: Red Bull Leipzig. Ha.

11 Uhr

Willkommen zur Entschuldigung. War natürlich billiger Clickbait, der Titel. Aber ist so schrecklich wenig los gerade, da muss man sich behelfen, um nicht dem Tod durch Langeweile anheim zu fallen. Und interessant ist es ja doch auch schon, was Jadon Sancho, im Hauptberuf Shootingstar, seinem Landsmann Callum Hudson-Odoi, im Hauptberuf Objekt der Begierde, in die Wahrnehmung rät, sollte er einen Wechsel zum FC Bayern wirklich in Betracht ziehen: »Man muss auf viele Dinge wie Familie oder Freunde verzichten, Opfer für den Fußball bringen. Dafür braucht man eine starke Mentalität.« Und weiter: »Es war ein großer Schritt, England zu verlassen, aber ich hatte kein Problem damit. Ich war ja schon als kleiner Junge weiter weg von zu Hause und dachte mir: ›Warum nicht Deutschland?'‹ Ein paar Leute aus meinem Umfeld haben mir davon abgeraten und Zweifel geäußert, ins Ausland zu gehen, aber ich denke, dass es ganz gut gelaufen ist.« Wirkliche Probleme könnten Hudson-Odoi übrigens auch drohen. Denn sollte er wirklich wollen, also nach Deutschland, und sogar nach Bayern, könnte der FC Chelsea eine Klage anstrengen. Ihrer Auffassung nach hat der deutsche Rekordmeister illegal das Gespräch mit dem Spieler gesucht und sich somit nicht an Fifa-Regeln gehalten. Aber das tut ja nicht mal die Fifa.