Liveticker
Schweden – Polen 3:2
EM

17:45 Uhr

Hallo und herz­lich will­kommen zum Grup­pen­fi­nalE. Schweden gegen Polen also. Die Aus­gangs­lage ist klar: Schweden ist schon sicher im Ach­tel­fi­nale. Gewinnt Polen, sind sie auch weiter. Wenn nicht, dann nicht. So ein­fach ist das. Was ja bei all der Rech­nerei, all den Dreier-Direkt­ver­glei­chen und Fair-Play-Wer­tungen zuletzt eine gute Nach­richt ist. Zumin­dest für uns, die wir immer noch nicht dar­über hinweg sind, dass es bei der EM jetzt ein Ach­tel­fi­nale gibt und die immer noch die Tsche­chen um Milan Baros und Tomas Rosicky als Geheim­fa­vorit auf dem Zettel haben.

17:45 Uhr

Hallo und herz­lich will­kommen zum Grup­pen­fi­nalE. Schweden gegen Polen also. Die Aus­gangs­lage ist klar: Schweden ist schon sicher im Ach­tel­fi­nale. Gewinnt Polen, sind sie auch weiter. Wenn nicht, dann nicht. So ein­fach ist das. Was ja bei all der Rech­nerei, all den Dreier-Direkt­ver­glei­chen und Fair-Play-Wer­tungen zuletzt eine gute Nach­richt ist. Zumin­dest für uns, die wir immer noch nicht dar­über hinweg sind, dass es bei der EM jetzt ein Ach­tel­fi­nale gibt und die immer noch die Tsche­chen um Milan Baros und Tomas Rosicky als Geheim­fa­vorit auf dem Zettel haben.

17:49 Uhr

Jetzt ein Lewan­dowski-Fea­ture bei Magenta TV. Soll den Karren aus dem Dreck ziehen. Die Kohlen aus dem Feuer holen. Bezie­hungs­weise die Polen. Die Kuh vom Eis schieben. Die feh­lende Schraube fürs Kallax-Regal finden. Ihr wisst schon. 

17:54 Uhr

Mein Vor­satz, diesen Ticker ohne Ikea-Witze über die Bühne zu bringen, ist damit also auch schon hin­über. Hat damit unge­fähr genauso gut gehalten wie die Schalker Tor­hüter in der letzten Saison.

17:55 Uhr

Jetzt die Hymnen. Wieso hat Magenta TV eigent­lich keinen Video­text?

17:57 Uhr

Und wieso müssen die mit dem Mikro immer so nah an die Spie­ler­münder?

1.

Schweden stößt an. Zurecht. Sind ja auch schon im Ach­tel­fi­nale. Also: Prost!

2.

Oha! 83 Sekunden gespielt, Schweden führt! Biss­chen Kud­del­muddel im pol­ni­schen Sech­zehner, dann Fors­berg wie ein glück­li­cher Junkie: kommt frei zum Schuss. Und erlebt ein krasses High.

5.

Nicht gut aus beim Gegentor sah übri­gens Kamil Glik. Man könnte auch sagen: Schweden hat Glik gehabt.

8.

Schweden damit also auf Platz eins. In einer Gruppe mit Spa­nien. Absurd. Aber noch lange nicht so absurd wie das hier:

12.

Hoff­nungs­schimmer für die Polen: Das WLAN, das ich gerade nutze trägt den Namen: Robert WLAN­dowski. Wenn das kein gutes Omen ist, weiß ich auch nicht.

15.

Falls ihr übri­gens zwi­schen­durch mal länger nichts von mir lesen solltet, bitte ich euch, das zu ent­schul­digen. Aber zeit­gleich bestreitet auch mein Her­zens­verein, der FC Schalke 04 (ja, haha, ich weiß) sein erstes Test­spiel. Gegen den PSV Wesel-Lack­hausen. Wie der Lan­des­li­gist wohl mit der Favo­ri­ten­rolle umgeht?

18.

Aber jetzt erstmal die Polen! Nach einer Ecke kommt Lewan­dowski zum Kopf­ball. Köpft an die Latte. Nimmt auch den Abpraller. Köpft an die Latte. So viel Alu hat er ver­mut­lich zuletzt gesehen, als es noch Quer­denken-Demos gab.

23.

Nicht vor­wurfs­voll aber for­dernd“, seien die Hand­be­we­gungen von Lewan­dowski, sagt Jan Platte. Was unge­fähr die gleiche Bedeu­tung haben dürfte, wie wenn meine Eltern früher sagten: Wir sind nicht sauer. Wir sind ent­täuscht.“

26.

Und jetzt: Trink­pause. Find ich ja gut, dass sie da bei den warmen Tem­pe­ra­turen dran denken. Jetzt fehlt nur noch einen Eimer Wasser am Rand, um sich die Birne zu erfri­schen, so wie früher in der E‑Jugend. Bis dann irgendein Matthi oder Dennis auf die Idee kam, dass man den ja auch nehmen kann und den Trainer nass machen kann. Wie gesagt: fehlt!

30.

Polen hier wie die abso­luten Basics zum Fuß­ball­spielen: es braucht zwei Tore.

34.

Viel zu kon­takt­freudig“, findet Platte Sebas­tian Larsson. Naja, habe heute morgen noch im Radio gehört, dass die Kon­takt­be­schrän­kungen draußen auf­ge­hoben sind.

37.

Kurzer Blick aufs Par­al­lel­spiel: Schalke führt mit 3:0.

38.

Kurzer Blick aufs Par­al­lel­spiel, die zweite:
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43.

Platte sagt, Polen habe Halb­feld­flan­ken­ver­trauen“. Tolles Wort. Werde ich ab jetzt öfter benutzen.

45.

Warum gehst du erst immer so spät los? – Och, ich hab Halb­feld­flan­ken­ver­trauen.

Kannst du morgen tickern? – Sorry, habe nicht genug Halb­feld­flan­ken­ver­trauen.

Wieso bist du Schalke-Fan? – Habe Halb­feld­flan­ken­ver­trauen.

45.+3

Und dann ist Halb­zeit im Back­ofen von St. Peters­burg. Wir stellen den Timer auf 15 Minuten. Damit wir recht­zeitig wieder da sind. Und damit unsere Pizza nicht ver­brennt.

46.

Weiter geht’s. Anstoß zur zweiten Halb­zeit. Polen hat den Ball. Wie gesagt: es geht um die Basics. Jetzt noch zwei Tore und alles ist gut.

47.

Zielinski mit dem ersten Abschluss nach der Pause. Hält aus der Ent­fer­nung ein­fach mal drauf. Aber Olsen wie Helmut vom Coca-Cola-Fan­club der Natio­nal­mann­schaft, wenn die La Ola durchs Sta­dion schwappt: reißt die Arme recht­zeitig hoch.

51.

Lewan­dowski weiter glücklos. Will ja keinen unnö­tigen Druck auf­bauen, aber Simon Terodde hat gerade in 45 Minuten mehr Tore gemacht (3) als Robert Lewan­dowski bis­lang im gesamten Tur­nier (1).

58.

2:0 Schweden! Der gerade ein­ge­wech­selte Kulu­sevski setzt sich stark durch, legt dann quer auf Fors­berg. Und der steht richtig und voll­endet eis­kalt. Da hatte er genau den rich­tigen Rie­cher. Emil und die Detek­tive.

60.

Ha! Und auf der Gegen­seite trifft Lewan­dowski. Zieht das Ding in den Winkel wie Grundeis Emil im Zug seine 140 Mark aus der Tasche.

65.

Und dann der Aus­gleich! Bezie­hungs­weise: doch nicht. Weil: Abseits. Also Unaus­gleich. Viel­leicht mal mit Yoga ver­su­chen?

68.

Um beim Thema zu bleiben: Polen will den Aus­gleich jetzt hier erzwingen. Feel­good- und Work-Life-Balance-Experten wissen aber: So wird das nix. Aus­gleich ist Me-Time.

72.

Jetzt noch einmal Trink­pause. Hat ein biss­chen was von einer Aus­zeit beim Hand­ball. Hätte gerne ein Richt­mi­krofon im Spie­ler­pulk und dann die Ansage von Polens Trainer, dass sie jetzt gleich den Kempa-Trick ver­su­chen.

75.

Bei Schweden mitt­ler­weile Marcus Berg im Spiel. Bei dem man sich ja immer wieder vor Augen führen muss, dass er mal beim HSV war. Aber gut, wir haben alle unsere Lei­chen im Keller.

79.

Wenn du als Fan bedröp­pelt auf der Tri­büne sitzt und nichtmal mehr wie auf Knopf­druck anfängst zu grinsen und zu jubeln, dann ist deine Mann­schaft wirk­lich am Arsch.

81.

Jan Platte hätte bei Polen gerne mehr Tempo auf dem Sei­ten­streifen“ gesehen. Hof­fent­lich hört die Auto­bahn­po­lizei nicht mit.

83.

Ande­rer­seits: Semir Gerkhan würde dem Spiel sicher guttun.

84.

Aber jetzt wird’s auch ohne explo­die­rende Autos nochmal heiß: Lewan­dowski trifft, sein zweites Tor. Er muss das mit Simon Terodde gelesen haben, anders kann ich mir das nicht erklären.

87.

Ein Tor noch und Polen steht im Ach­tel­fi­nale. Es sind die ein­fa­chen Dinge.

90.

Polen bekommt hier noch fünf Minuten Nach­spiel­zeit. Und es stellt sich die gleiche Frage, wie sie sich alle Men­schen beim Kof­fer­pa­cken stellen: reicht das?

90.+4

Und dann Claesson! Trifft Polen mitten ins Herz. 3:2. Aber man muss sagen: Cla­esse gemacht.

90.+6.

Und dann ist Schluss. Polen zieht als Grup­pen­erster ins Ach­tel­fi­nale ein. Polen ist raus. Obwohl sie sich auf­ge­bäumt haben. Aber die schwe­di­schen Holz­fäller haben den Baum ein­fach wieder klein­ge­sägt. Machen jetzt Lager­feuer mit dem Brenn­holz und singen Won­der­wall. Wir setzen uns dazu. Macht’s gut!