PSG

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FC Liverpool

Liveticker: Paris Saint-Germain gegen FC Liverpool

Scheißdreck.

Kopiert Thomas Tuchel nur Klopp, oder ist er wirklich besser? Nach 90 Minuten stand fest: Uli Hoeneß hat manchmal Unrecht und Paris SG nun die besseren Karten. Wird täglich vom Kopierer geschlagen: der Ticker.

20.45 Uhr

Bonsoir, ihr Hupen. Und was sollen wir sagen?! Da hat man einmal eine gute Idee! Mal nicht den üblichen Bums tickern, mal nicht für Kassenpatienten Dortmund-Brügge oder Porto-Schalke. Ist doch eh schon alles in Sack und Tüten bei denen. Ne, haben wir uns gedacht, ne, da machen wir nicht mit. Pinkeln wir stattdessen mal mit den Großen und schauen über den Tellerrand hinaus. Bisschen deutsch blieben wir dann auch noch bei Paris-Liverpool a.k.a. Tuchel-Klopp. Und dann das: Nirgendwo Vorberichte. Auf Sky brüllt Erik Meijer, den sie dort Experte nennen, das Wort »eiskalt« über den Äther. Und man will gar nicht wissen, bei welchem Arzt er war. Und bei DAZN? Nix. Einfach: nix. Was an sich ja schön und gut ist, so wie früher, aber was schreiben wir denn jetzt? Womit wir uns also nur schonmal vorab für die kommenden 15 Minuten Ballyhoo und Radabumm entschuldigen möchten. Und jetzt: Vamos!

20.46 Uhr

Ha! Bums me again! Da ist jetzt doch ein Kommentator. Toll. Und ein Experte: »Felgenralle« Ralph Gunesch. Bisheriger Mehrwert gegenüber Erik Meijer: Keiner. Eiskalt.

20.47 Uhr

Nochmal zur Ausgangssituation: Paris St. Germain kann also heute bereits aus der Champions League ausscheiden. Und irgendwo in München sitzt ein Mann namens Uli H. und denkt sich: Alles dem Bernat seine Schuld! Aber auf mich hört ja keiner!

20.48 Uhr

Mon dieu! Einspielfilm mit O-Ton von Thomas Tuchel. Der einfach mal besser französisch spricht als Jürgen Klopp englisch. Der besser englisch spricht als ich deutsch schreiben kann. Dieser moderne Fußball kotzt mich nur noch an.

20.51 Uhr

Und was er da sagt, der Thomas Tuchel (frz.: Tuchel): Elle est retrouvée. Quoi?—L'Eternité. C'est la mer allée. Avec le soleil. Ame sentinelle, Murmurons l'aveu. De la nuit si nulle. Et du jour en feu. Des humains suffrages, des communs élans. Was übersetzt soviel bedeutet: toll.

20.53 Uhr

Kommen wir mal zu den Aufstellungen. Zunächst die von PSG: Buffon - Marquinhos , Thiago Silva , Kimpembe - Kehrer , Verratti , di Maria , Juan Bernat - Mbappé , Neymar - Cavani

20.54 Uhr

Draxler (frz.: Haha) nur auf der Bank. Tuchel macht also Ernst.

20.55 Uhr

Und die Aufstellung der Reds: Alisson - Gomez , Lovren , van Dijk , Robertson - J. Henderson - Milner , Wijnaldum - M. Salah , S. Mané - Roberto Firmino

20.56 Uhr

Fun Fact: Wenn man die Namen Salah und Mané zusammenfügt und bei GoogleTranslate Zulu auswählt, kommt Salahmané heraus.

20.57 Uhr

Noch ein kurzer Einspieler von der PK mit Jürgen Klopp. Der natürlich mal wieder »die Lacher auf seiner Seite« hat. Und dann grinst, als wolle er nur mit dem Grinsen den Weltfrieden herstellen. Und fast ist man geneigt, ihm das sogar zuzutrauen. Ehe man sich beim Gedanken ertappt: Haben Jürgen Klopp und Roberto Firmino den gleichen Zahnarzt? Und: Warum?

20.59 Uhr

Richtig Stimmung im Pariser Stadion! Liegt Spannung in der Luft. Kann natürlich auch nur die »Chemie« zwischen Neymar und Cavani sein, die da bei der Champions-League-Hymne nebeneinander stehen und sich mächtig Mühe geben, dann irgendwie doch nicht nebeneinander zu stehen. Oder um es mit Erik Meijer zu sagen: Eiskalt.

1.

Anstoß Paris. Und jetzt sage noch einer, Tuchel kopiere nur Klopp.

2.

Paris heute wieder in Michael-Jordan-Trikots. Trotzdem nicht überragend. Fehlt dieser Mann?

3.

Ha! Mbappé mit der ersten Chance, den ich gar nicht erwartet hatte, weil ich ihn für erkrankt hielt. Teufelskerl, dieser Franzose, überrascht einen immer wieder. Der Schuss in diesem Fall aber wie meine Vorbereitung: Am Ziel vorbei.

4.

Gunesch sagt jetzt, dass die Qualität von Firmino sei, trotz vieler Leute um ihn herum, seinen Mitspieler immer genügend Zeit zum Stellen und in Position bringen, zu geben. Ist Firmino der Wingback, den wir uns als volltrunkener Student immer gewünscht haben?

6.

Angel di Maria mit einem wundervollen Schuss, Alisson darf glänzen. Aber zuvor eine Krümmung im Schuss, die ich für von der EU verboten hielt.

7.

Bernat gegen Zwei an der Außenlinie, holt immerhin noch einen Einwurf raus. Und ich sag's mal so: Wenn das ein »Scheißdreck« ist, dann darf sich Uli Hoeneß niemals zu uns an den Platz verirren.

9.

Ha! James Milner in der Tradition britischer Treter im Pariser Prinzenpark. Tritt einfach mal Angel di Maria aus dem Spiel, der bis hierhin glänzte. Terry Yorath gefällt das!

11.

Eigentlich war vorgesehen, an dieser Stelle einen Witz darüber zu machen, die Bodenberührungen Neymars zu zählen und bei 4745 sich verzählt zu haben. Aber der Typ lag tatsächlich schon so oft auf dem Boden, dass meine Finger an der Hand nicht mehr mitkommen.

13.

1:0 Paris. Juan Bernat allein gegen Drei. Oder wie wir sagen: Ein Scheißdreck.

14.

Wenn ich das richtig gesehen habe, wurde Bernats Gesicht beim Torjubel extrem rot. Ein stiller Gruß an Uli H.?

16.

Wow. Über die Außenmikrofone war gerade Jürgen Klopp zu hören, wie er die nächste Halbschwalbe von Neymar bewertete. Es war nicht jugendreif, es war trotzdem, irgendwie, schön. Es ist ab jetzt mein Handyweckerklingelton. Ich freu' mich auf morgen früh um 6.30.

17.

Nochmal: Dieser Bernat, dieser Dreckskerl. Erst ruiniert er den Bayern die Quadruple-Saison. Jetzt verhindert er, dass Thomas Tuchel frei wird für die Bayern. Wenn der Mann mal nicht demnächst an einer vergifteten Weißwurst krepiert.

18.

»Wow«! Mick Jagger und Leonardo di Caprio im Stadion. Und das soll uns dann beeindrucken, oder was?! Pah. Geht mal ins Berliner Olympiastadion, ihr Baguetteschubser! Jede Woche: Frank Zander und wie immer die eine heißt, die mal ne Sprechrolle bei GZSZ hatte.

21.

Was für ein unfassbarer Tempo das hier ist. Ich meine, klar: Das ist alles ekelhaft erkauft. Scheich-Milliarden, Fenway-Sports-Group. Bäh. Und man will rein sportlich applaudieren, weil das also einfach ein anderes Niveau ist als, nun ja, alles, was es in der Bundesliga zu sehen gibt. Und man kann nicht rein sportlich bleiben, weil es Zirkus ist, was hier geboten wird. Römischer Zirkus. Gladiatoren, die ihre vollkommen absurden Körper zur Schau stellen und uns Zuschauer Staunen machen - so etwas ist tatsächlich möglich?! Und man will ja staunen, ganz kindlich sein dabei, und kann aber bald nicht anders, als erinnert zu werden daran, wie ekelhaft erkauft das alles hier ist. Und wie falsch. Und da ist sie dann also doch, die Quadratur des Kreises. Aus Scheiße.

22.

Und mittendrin Gigi Buffon. Als würde Pavarotti bei »The X Factor« antreten.

25.

Das Spiel beruhigt sich ein wenig. Was bedeutet, dass die Kugel jetzt wie in einem Flipper rund um den Mittelkreis zwischen beiden Teams hin und her bömmelt. Es ist wie das Tauziehen zweier Kraftmeier, die gar nicht mehr recht wissen, was sie da tun. Das aber gut.

28.

Man muss nur meckern. Liverpool versucht es jetzt mal mit etwas Ruhe, mit Ballbesitzphasen. Was fehlt: Eine Idee. Oder irgendwer, der den Ball zu Mané, Firmino oder Salah bringt. Stattdessen: Milner. Bitter.

30.

Neymar, Mbappé und Cavani. Ein Angriff, der so vorhersehbar ist, wie eine Wortmeldung der AfD. Und trotzdem, wie eine Wortmeldung der AfD, ist das im Prinzip nicht zu verhindern. Einzig Liverpools Torhüter Alisson hat noch Einwände und begräbt den Ball unter sich. Meine Stimme hat er.

32.

Finde es erstaunlich und faszinierend zugleich, dass sich 22 Mann derart anstrengen, nur um herauszufinden, welcher Superstar in wenigen Monaten von Sergio Ramos krankenhausreif geprügelt wird.

34.

»Gomez sieht Gelb«, heißt es. Toll, dass ihm dieses Nicht-Tor in Österreich nicht länger nachhängt.

35.

Das Spiel nun, den aktuellen Nebenschauplätzen folgend, ein wenig Rasenschach. Es wird viel rochiert. Sicher bietet Klopp gleich Remis an.

37.

Neymar mal mit in die Statistik: 2:0 für Paris! Weil Mbappe auf dem linken Flügel so schnell ist, dass ich froh bin, dass er so viel Geld verdient, weil ihn sonst einer seiner Mitspieler als Sportwagen kaufen würde. Passt den Ball quer rein, Cavani scheitert noch, aber Neymar ist zur Stelle. Hüpft zum Jubel Mbappé auf den Huckepack, verhandelt an der Eckfahne um einen Satz Winterreifen.

39.

Milner zeigt, was er davon hält. Grätscht Neymar an der Seitenlinie aus dem Leben. Der Schiedsrichter urteilt wie ein Vespa-Liebhaber: keine Schwalbe!

41.

Klopp steht dort jetzt, grimmig und bissig. Wie ein Musterschüler, der den Jahrgangsschwarm in letzter Sekunde die Hausaufgaben abschreiben ließ, nur damit dieser jetzt glänzen kann. Vor der ganzen Klasse. Und den internationalen Gastschülern. Dabei weiß er, der Streber, ja wie genial diese Lösungen sind. Weiß nicht, wie er auf seine Genialität aufmerksam machen soll. Wirft sein Geodreieck auf den Boden. Wird rausgeworfen. Unfaire Welt.

43.

»Beim Herauslaufen«, sagt Hebel, »merkt man Buffon seine 40 Jahre an.« Und ich sehe die Szene, sehe Buffon und will nicht mehr als 40 sein.

45.

Bums mich! Sané wird von di Maria im Strafraum gefoult, doch der Schiedsrichter will nichts gesehen haben, gibt Ecke. Verdammt!, will man rufen. Verdammt! Wo, wenn nicht hier, würden wir den Videobeweis benötigen? Wo ist er jetzt? Wer ginge ran, wenn wir jetzt anriefen? Und was würde das noch nützen? Und dann bricht das Chaos über uns hinein. Ach was, ein Wunder: Der Assistant-Referee. Der, über den wir uns immer gewundert hatten, weil er aussieht wie ein Schiedsrichter, aber keiner sein kann, weil er nie eingriff, wenn's doch so nötig gewesen wäre. Genau der schaltet sich ein und sagt: Elfmeter. Und es gibt: Elfmeter. Und Klopp, der Streber, kommt wieder rein, hebt das Geodreieck auf und setzt sich hin. Gerechte Welt.

45.+1

2:1! Milner trifft. Klatscht vielleicht mit dem Assistant Referee ab. Der ist sich unsicher, ob er zum zweiten Mal seine Kompetenz überschreiten ab.

45.+2

Halbzeit. Und was sollen wir sagen? Trotz des katarischen und Fenway-Sport-Group Mists ist es einfach ein richtig tolles Spiel. Und gleich geht's schon weiter. Jetzt aber erst einmal Gundula Gause, in ihrer stärksten Rolle als Ralph Gunesch. Toll.

21.51 Uhr

Exklusive Bilder von Thomas Tuchel und Jürgen Klopp auf dem Weg in die Halbzeit. 

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46.

#FootballLeaks enthüllt: Anstoss zur zweiten Halbzeit.

48.

Ja, nein, Tor, kein Tor. Eine Situation, wie gemacht für einen Film von Louis de Funès. Angel di Maria via Freistoß mit der butterweichen Bananenflanke (mmh...Bananenbutter) auf Weiß-Grad-Nicht-Liefer-Ich-Nach-Was-Bedeutet-Dass-Ich-Das-Unter-Den-Tisch-Fallen-Lasse, der den Ball ins Tor streichelt, als wolle er die letzte Chance seines Lebens nutzen, doch nicht mehr allein zu bleiben auf diesem kalten Planeten. Und dann Jubel, ist ja klar, Liebe und so. Und dann kalter Entzug, ist ja klar, große Enttäuschung und so, weil: Abseits. Der Fantomas des Fußballs.

51.

Paris weiter die bessere Mannschaft. Entschlossener, mit mehr Ideen, Tempo und überhaupt. Einzig Sadio Mané sträubt sich für den Moment ein wenig, dribbelt gegen alle, dribbelt mit Erfolg und schafft es tatsächlich, was für den Abend eine bemerkenswerte Ausnahme ist, zu einem Schuss in Richtung Alisson. Der hält souverän und ganz so wie er aussieht: Wie der wilde Kerl aus der Bürogemeinschaft Grevenbroich II. Der, der den Kopierer auch einfach mal laufen lässt und es mit dem Energiesparen nicht immer ganz genau nimmt.

54.

Liverpool sieht aus wie ein Team, trainiert von Mark Hughes.

56.

Thiago Silva pumpt sich, die Welt, seine Lippen und die Luft um ihn herum auf, weil: er hat eine Flanke von Andrew Robertson abgefangen. Was ungefähr so wäre, als würden wir morgen in die U-Bahn einreiten, die Becker-Faust ballend und »Ja Mann!« brüllend, weil wir es geschafft haben, weil wir sie bekommen haben, die U5 Richtung Hönow. Zwei Minuten vor Abfahrt.

58.

Zum Fußball. Es bleibt dabei: Man hat das Gefühl, der FC Liverpool kann seine Spiele auf diesem Niveau nur gewinnen, weil sie wollen. Weil sie die Mentalität haben und dann eben doch auch Einzelspieler, bei denen das oftmals reicht: Wille und Können. Eine richtige Spielanlage hingegen, nun ja, liebe Freunde der gepflegten Analyse, eine richtige Spielanlage ist nicht wirklich zu erkennen. Derweil Tuchel mit Läufer auf g2. Schach!

60.

Was man niemals vergessen darf: Paris St. Germain hat noch Eric Maxim Choupo-Moting auf der Bank. Sie könnten den Gegner also auch noch durch Einwechslung zum Totlachen bringen.

62.

Neue Werbestrategie für MasterCard. Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die in den letzten fünf Jahren bis zu eine Milliarde Euro für Transfers ausgaben, mit dem Claim »Priceless« werb.. oh. 

64.

Tuchels genialer Matchplan: Spielt noch immer ohne Eric Maxim Choupo-Moting.

65.

Jetzt kommt Choupo-Moting. Für Edison Cavani. Keine Pointe.

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Geniale Idee von Klopp, der hier auf Sieg, zumindest auf einen Punkt, spielen muss. Bringt seinen Wechsel 30 Sekunden nach der Pariser Auswechslung. Wirft vielleicht gleich noch einen zweiten Ball aufs Feld.

68.

Nächste Theatereinlage eines Pariser Spielers. Und auf der Ehrentribüne sitzt Leo diCaprio und ballt die Faust: »Wenn ich den Oscar dieses Jahr schon wieder nicht gewinne..«

70.

Und dann ist es kurzzeitig doch einfach nur Weltklasse. Erst täuscht Neymar zweimal einen Eckball an, will provozieren oder nur mehr Abstand. Dann bolzt er das Ding einfach in den Strafraum. Da rauscht Marquinhos an. Aber Alisson Becker ballt die Faust. Bobbele ist stolz.

72.

Thiago schlimm getroffen, zeigt es an, die schmerzhafte Stelle am Kopf. Wird vom Mediziner untersucht, irgendwann nur noch gestreichelt, weil: nix zu sehen. Der Assistent hält en kaltes Tuch drauf. Vielleicht pustet gleich noch einer.

73.

Neymar küsst die Stelle.

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77.

Choupo-Moting läuft allein auf Alisson zu. Ist das seine große Szene? Der Junge aus Hamburg, Altona, allein auf großer Bühne? Wer hätte es ihm zugetraut, außer Roger Wittmann? Doch der Schiri pfeift Abseits bevor etwas passieren kann. Und ich freue mich. Auch für Choupo-Moting.

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+++11FREUNDE Exklusiv+++ Warum Mick Jagger tatsächlich im Stadion ist: Er ist der neue Chef-Choreograph von Neymar. 

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80.

Shaqiri inzwischen im Spiel. Waka-Waka. Ein Mann, bei dem man sich stets denkt: Wenn Doping, dann das falsche.

81.

Neymar zieht unwiderstehlich in den Strafraum, lässt Gomez wie einen Mario aussehen und fällt dann. Und will dann einen Elfer. Thomas Tuchel auch. Klar. Und man weiß es nicht, weil man bei ihm ja nie weiß. Und das ist dann das vielleicht Ätzendste an ihm. Wenn er doch einfach nur würde, wie er kann, und nicht mehr täte, wie er meint. Und eben, das gibt es nicht, das richtige Leben im Falschen. Das Neymar-Paradoxon.

84.

Liverpool wie ein Bauarbeiter, der seit 80 Minuten versucht, mit einem Vorschlaghammer für Mauerwerke eine Titanstahlplatte zu durchtrennen. Und sich jetzt in der 84. Minute seines Versuchs besinnt, der in sich geht, die Lage überblickt und zu dem Schluss kommt, es nochmal mit dem Vorschlaghammer zu versuchen.

86.

Konter für Paris, Bernat könnte auf den zentral freistehenden Choupo-Moting spielen, verzögert aber lieber und verliert dann so den Ball. Was sich Choupo-Moting in dieser Situation wohl denkt? Wir kaufen ein »Hoeneß« und möchten lösen: Scheißdreck.

89.

Nochmal Freistoß für Liverpool, Freistoß Shaqiri. Freistoß PSG. Klingt komisch, ist aber so. Paris, wie es singt und lacht. Da sage noch einer, der Tuchel hätte Mainz vergessen.

90.+2

Wenn es noch eine Szene gebraucht hätte, um zu erklären, wer Neymar ist: In der 92. Minute per Okocha-Trick am Gegenspieler vorbei, dann wundern , dass dem das nicht gefällt und an der Eckfahne in den Zweikampf geht. Und am Ende das Einstecken eines Ellbogenschlags antäuschen. Mon Dieu, wie man in Paris sagt, und was so viel heißt wie: Schieß doch einfach mal, Junge!

90.+4

Paris’ Abwehr kämpft und grätscht und beißt. Schlechte Nachrichten für den FC Bayern: Der Tuchel, der will direkt in die Premier League.

90.+5

Schluss! Aus! Paris gewinnt! Und mit dem Blick in die Gegengerade ist jetzt auch geklärt, wer dort das Sagen in Sachen Stimmung hat. 

22:58 Uhr

Und jetzt klatschen und knutschen und oberkörperreiben sie sich jetzt ab, die Pariser, die heute irgendwie auch einfach besser waren. Und Klopp? Steht dort, wie eine Statue, als würde er jetzt wissen, was Napoleon Bonaparte meinte: »Ich wäre lieber in irgendeinem Dorf der Erste als in Paris der Zweite.« Sehnt sich Klopp nach Mainz? Wir finden es raus. Vielleicht. Bis morgen früh.