Deutschland

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Belgien

Deutschland-Belgien im Liveticker

Der Teufel steckt im Detail

Der grünohrige deutsche Nachwuchs verliert mit 2:3 gegen die Schlaufüchse aus Belgien. Gewohnt abgezockt: der Liveticker.

15:45 Uhr

Liebe Freunde der gepflegten Tickerei, herzlich Willkommen zum Länderspiel der U21 gegen Belgien. Nach dem Trauerspiel von Mönchengladbach erwarten wir ein Freiburger Feuerwerk der guten Laune! Präsentiert und eingebrüllt von Stefan Kuntz.

15:50 Uhr

Ach herrje, was war das gestern nur für ein merkwürdiger Fußballabend in MG. Ähnliche Stimmung erlebte ich zuletzt bei einer DDR-Revival-Börse in Berlin Friedrichshain, wo marktschreiende Ewiggestrige im Erich Hoenecker-Anzug Staubsauger anpriesen und ältere Damen mit längst ausgestorben geglaubten Schnittmustern am welken Leib nach Schnäppchen und Sowjetschokolade Ausschau hielten. Irgendein freundlicher Thüringer schenkte mir sogar eine Bratwurst. 1:0 für die Ost-Börse.

15:53 Uhr

Jetzt aber frohgemut und schnell vergesslich den Blick aufs heutige Spiel gerichtet. Das Dreisamstadion ist ausverkauft, die Euphorie groß und die Kameras von ProSieben dürfen offenbar sogar mit in die Kabine, wo ein schmissig ins etwas enge Hemd gepackter Stefan Kuntz Einheizparolen in die Ohren seiner Spieler bellt. Herrlich. Wann verkauft der DFB diesen Mann als Wecker?

15:56 Uhr

Noch etwas gewöhnungsbedürftig ist für mich die Stimme von Matthias Stach beim Fußball, jederzeit rechne ich damit, dass ihm sein Assi René Adler Erdbeeren mit Sahne reicht oder gleich Boris Becker ins Bild stolpert. Aber lassen wir den Mann erstmal machen. Von mir gibt es Forty Love.

15:58 Uhr

Die deutsche Hymne. Stefan Kuntz denkt an 96, an England, Gazza, Tschechien, Kuba, an Eisen-Dieter und Icke, an Klinsi und die Queen, an goldene Tore und wenn ich das von hier richtig erkennen kann, laufen ihm da gerade schwarz-rot-güldene Tränen übers kantige Gesicht.

15:59 Uhr

Natürlich längst Lieblingsspieler der 11FREUNDE-Redaktion: Robin Hack. Zweimal 45 Minuten jetzt. Oder wie man bei Familie Hack sagt: Halb und Halb.

1.

Auch eine Kuntz für sich: der Anstoß.

3.

Die wichtigsten Beobachtungen der ersten Minuten: Erstens - Belgiens Keeper hat ganz offensichtlich das Torwart-Trikot der Fifa 14-Weltauswahl geklaut, zweitens: die Belgier haben ein paar Ackergäule in den eigenen Reihen und setzten auf die gute alte Kesselflickerei. Frei nach dem Motto von Jens Jeremies: If you stay your side, it´s ok. If you come our side, it will hurt.

6.

Kein Mensch, kein Tier: Nummer Vier! Nico Schlotterbeck heute mit einem Heimspiel, der Gute ist bekanntlich beim SC Freiburg unter Vertrag. Dazu dieser herrliche Name. Heute Nacht mal wieder ne Kleine-Vampir-Kassette zum Einschlafen.

8.

Gut zu wissen: Die U21-Nationalelf hat schon einen Hack-Dreierpack in dieser Saison geschafft. Ich sag mal so: Bei mir ist das der Verbrauch von drei Tagen, aber gut. 

11.

Ballverlust Deutschland, im Halbfeld. René Adler: »Das wär' ein Moment, in dem richtig gepresst werden muss.« Und ich denke: Gut, dass sie keine weißen Hosen tragen.

13.

Aha! Deutschland über rechts, Flanke rein, Schuss drauf, aber der belgische Keeper mit dem sehr guten Namen Mile Svilar macht sich sehr gut groß, fischt den Ball noch aus der Luft und lenkt ihn ins Aus. Wenn er so weiter macht, stellt ihn Elon Musk in seiner neuen Tesla-Super-Fabrik bei Berlin ein. Als funktionierenden Automatismus.

16.

 

Autsch. Auf der Tribüne beginnt eine Blaskombo namens »Krottenbeach Kaos Vogtsburg« ihr Vibrato in die Luft zu pusten. Angeblich, so vernimmt man, organisiert von Herrn Keller. Die Frage: Wann stimmen sie den hier an? 


18.

Dicker Fehler von irgendeinem deutschen Nachwuchs-Nowotny. Fehlpass, den sich ein belgischer Stürmer perfekt in den Lauf pflückt. Rast aufs deutsche Tor zu, wird im Eins-gegen-Eins kurz vor Abschluss gelegt. Beziehungsweise: Lässt sich legen. Ohne Berührung. Folgerichtig: kein Foul. Noch offensichtlichere Entscheidungen gab's dieses Wochenende nur bei der Vorsitzenden-Abstimmung auf dem Grünen Parteitag.

21.

Manchmal, wenn ich diese DIE MANNSCHAFT jr. sehe, diese Spieler, die irgendwer am Laptop nach Bundesliga-Blaupause seit ihrem vierten Lebensjahr weiterzeichnet, da frage ich mich doch ob diese Kids mal in den Genuss einer wirklichen Jugend gekommen sind, je in ihrem Leben die Erfahrung gemacht haben, sich mit 14 Jahren und Lidl-Korn auf der Parkbank abzuschießen, mit noch etwas Kotze am Kragen nach Hause zu kommen, den Eltern zu sagen: »Nein, nein, das war der Rouven, der hat zwei ganze Bier getrunken, ich nur ein halbes.« Dann ins Bett gehen, von Emma träumen, die man eh nie bekommt, weil sie Levi’s-Jeans trägt und mit dem Typen aus der Zehnten geht, versuchen zu Ornanieren, aber bei der Hälfte einschlafen, im Hintergrund läuft irgendwas auf ZDF, weil Mama noch immer die Privaten gesperrt hat, am nächsten Morgen, der sich am Wochenende ja bis 13 Uhr dehnt, aufwachen, nur um bei SchülerVZ peinliche Bilder von Rouvens Kotze zu kommentieren. Andererseits, wenn ich jetzt so drüber nachdenke: Vielleicht doch nicht so schlecht, das Leben als Leistungssportler U18.

25.

Autsch! Ein Supertalent namens Zinho Vanheusden kriegt den Ball so schön in die Spitze gespielt, dass er doch gar nichts anderes machen kann, als ein Tor zu schießen. Aber er entscheidet sich, Zauberfuß in Spe, der er ist, klar, für die geilste Variante und tunnelt den deutschen Torwart Schubert mit einer Lässigkeit, die seinesgleichen sucht. Und dann jubelt er auch noch mit einem lakonischen Ihr-könnt-mich-alle-Mal-Lächeln, demonstrative Undiszipliniertheit nach disziplinierter Demonstration der Überlegenheit. 1:0 für Belgien.

27.

Arrgh, das tut weh. Stach/Adler haben sich eben beide gleichzeitig den Nacken verzogen, klare Diagnose von Dr. Liveticker: Wendehals! Laum sind die Belgier in Führung, lobpreist das Duo die Aktionen der Belgier, als würde jeder Doppelpass den Krebs besiegen können.

28.

Und jetzt ist von der deutschen Mannschaft natürlich System gefragt, wie man so schön sagt. Ein System, mindestens so gut, wie das der Leute, die schon am Anfang des Jahres alle Brückentage als Urlaub anmelden, die sich immer an der Kasse anstellen, wo es doch am schnellsten geht, die beim Tanken auf einen runden Betrag kommen. Zum Glück sieht Stefan Kuntz aus wie einer, der alles drei zu den Grundprinzipien seines Lebens zählt. Deswegen: Ich mache mir keine Sorgen.

32.

Kaum gemault, ballern die Belgier einen Fernschuss an den Pfosten, Abpraller, Zweikampf, Foul, Elfmeter Belgien. Vanheusden, dieser Supermann, läuft an, zieht voll ab - Außenpfosten! Oder Aupfo, wie Stach sagen würde. Weiter nur 0:1.

35.

Irgendwie goldig zu sehen, wie nervös die Deutschen jetzt sind. Möchte jetzt gerne mit meinem Rollator aufs Spielfeld fahren, ein paar Wangen kneifen und Werthers Echte verteilen. Wird schon wieder. Heute Abend dann Asterix&Obelix bei Sat1.

37.

Stach matt. Keinem anderen Kommentator ist so viel daran gelegen, die charakterlichen Vorzüge der Spieler zu erwähnen. Schlotterbeck, so erfahren wir, sei "ein guter Typ", lustig noch dazu, immer gut drauf, der Lilalaune-Bär der U21. Kaum hat Stach den Satz beendet, schießt dieser tolle Typ das 1:1. TOR! Irgendwie über die Linie gedrückt. Reingewurschtelt, wie Familie Hack sagen würde.

40.

Darf man sich also was wünschen von dieser Fantasie-Kapelle hinter dem deutschen Tor? Hätte dann gerne die Intro-Musik von Manta, Manta. Für Klausi. Berti. Und all die anderen Helden.

43.

Was ich mir ja wünschen würde: Mal wieder so einen absoluten Ausnahmespieler, der mit 18 schon U21 spielt und als der nächste Messi gehandelt wirde. Mindestens. Der dann gleich gegen Belgien eingewechselt werden wird, drei Traumtore erzielt und nachher noch ein lustiges Interview vor der Kamera gibt. Nix gegen Eggestein. Aber ihr wisst schon, was ich meine. Stattdessen: Tor! Für Belgien. Ball von rechts in die Mitte, Openda lässt klatschen, Tor, 2:1. Ärgerlich.

45.

Halbzeit. Deutschland-Belgien 1:2. Da helfen nur warme Gedanken an den 2. Juli 94, WM-Achtelfinale, Soldier Field Chicago, Deutschland mit Klinsi/Völler/Matthäus gegen Belgien mit Scifo/Nilis/Preud´homme. Zweimal Rudi, einmal Klinsi, das einzige geile deutsche Spiel dieser WM. Heute Nacht zum Einschlafen ein 160-Minuten-Best-of von Gerd Rubenbauer.

16:50 Uhr

Noch ein letzter frommer Wunsch, bevor wir kurz Luft holen: Wann werde ich endlich reich genug sein, um Vinnie Jones, Uli Borowka und Ivan Cordoba dafür anzuheuern, damit sie diese furchtbare Check24-Familie über die nächstbeste Aschenbahn grätschen? Wann?? Bis gleich.

45.

Sätze, die BDSM-Freunde beim Knebeln nicht gern hören: der Ball rollt wieder.

46.

In der Halbzeit von Fritz Keller gelernt: Wer richtig tippt, hat keine Ahnung von Fußball. Und irgendwo rennen Menschen durch eine brennende Wettanbieterzentrale und schreien: »Scheiße, jetzt haben sie uns!«

48.

Nmecha aus der zweiten, oder eher, dreihundertsten Reihe. Ob er hier tatsächlich ein Tor schießen will, erschließt sich nicht ganz, er zimmert das Ding nämlich irgendwo in den Schwarzwald. Ein Abschluss, der mindestens genauso ernsthaft versucht wurde zu erreichen wie mein Bachelor of Arts.

50.

Fünf Gelbe Karten bis jetzt. War mir gar nicht aufgefallen, aber ich werde ja schon jeden Morgen von meiner Freundin aus dem Bett gegrätscht. Bin also immun. 

53.

Aber man kann doch sagen: Die deutsche Elf versucht es jetzt zumindest ein bisschen mehr. Serra (auch geiler Name) allerdings touchiert dem belgischen Torwart den Ball in die Arme. Vom Spielfeldrand hört man Uli Hoeneß, jetzt im Ruhestand begeisterter Amateurkick-Seitenlinien-Rentner geworden: »Stefan, sie müssen mehr über außen kommen.« Dann verschluckt er sich an seiner Bockwurst. Auf allen Ebenen gerade ein sehr tragisches Spiel.

57.

Oh man, aber auch gerade lächerlich viele Fehlpässe der deutschen Elf. Diagonalball, den Robin Hack nur kriegen könnte, wenn er ein Android oder so wäre. Ist er aber nicht. Ich frage mich: Warum sind die so ungeduldig? Wie diese Menschen, die alles im Gehen tun. Die im Gehen rauchen, im Gehen essen, im Gehen telefonieren. Und ich stehe hier, in meiner Wohnung, stehe immer nur da und schaue aus dem Fenster auf diese gehenden Menschen und frage mich: Wo wollen die denn alle hin? Was haben die für Termine? Wozu die Hast? Und dann lege ich mich wieder aufs Sofa und hoffe, dass der Kontostand noch für die nächste Stromrechnung reicht. Also: vielleicht doch guter Diagonalball.

59.

René Adler findet die Band übrigens super. Aber was erwartet man von jemandem der jahrelang Lotto King Karl zuhören musste.

17 Uhr

Möchte dann doch noch kurz meine ersten Eindrücke bezüglich Fritz Keller teilen. Diese herrliche egidiusbraunsche Kauzigkeit! Dazu noch eine überragende Geschichte über die Weltmeister von 54, die bei Kellers Vater in der Gaststätte Party machten. Natürlich überzieht er dabei gnadenlos seine Redezeit und muss hektisch vom ProSieben-Mann abgewürgt werden. Den könnten sie völlig bedenkenlos beim nächsten Disney-Schmalz als lustigen Professor unterbringen. Während mich Reinhard Grindel immer an die Schlange Kaa erinnerte. Mit Clemens Tönnies als Shir Khan und Frank Pagelsdorf in seiner größten Rolle als Balu, der Bär.

63.

Möchte dann doch noch kurz meine ersten Eindrücke bezüglich Fritz Keller teilen. Diese herrliche egidiusbraunsche Kauzigkeit! Dazu noch eine überragende Geschichte über die Weltmeister von 54, die bei Kellers Vater in der Gaststätte Party machten. Natürlich überzieht er dabei gnadenlos seine Redezeit und muss hektisch vom ProSieben-Mann abgewürgt werden. Den könnten sie völlig bedenkenlos beim nächsten Disney-Schmalz als lustigen Professor unterbringen. Während mich Reinhard Grindel immer an die Schlange Kaa erinnerte. Mit Clemens Tönnies als Shir Khan und Frank Pagelsdorf in seiner größten Rolle als Balu, der Bär.

66.

Anruf bei Marcel Reif.
"Herr Reif?"
"Jaja, ein Tor würde dem Spiel gut tun."
Aufgelegt.

68.

"Dennis Geiger bedient des Öfteren die linke Seite bei den Standards", philosophiert Adler, greift sich dann noch einmal durchs volle Haar, greift die abgewetzte lederne Aktentasche, springt auf sein altes Rennrad und verschwindet im Feierabendverkehr auf dem Weg zur nächsten Vorlesung. Thema: "Der letzte Mann. Über den Existenzialismus in der Welt der Schlussmänner"

69.

Autsch. Konter der Belgier, Janelt verkackt gegen Openda, Openda auf und davon, TOR! - 1:3. Für solche Buden musst du in der Kreisliga mindestens zwei Kisten schmeißen. Weiß Janelt hoffentlich. Kuntz jetzt schon stramm vor Wut.

72.

Jetzt wird Adler langsam griffig, motzt mit der deutschen Defensive wie Oli Kahn in Höchstform. Gleich packt er Stach am Nacken, schüttelt eine Eckfahne und liest was von Rilke vor.

74.

Openda, bester Mann. Rettet jetzt auch noch einen Fehlpass per Grätsche vor dem Aus. Der Typ duscht sich per Fallrückzieher und okochat dann nach Hause.

76.

Die neuen deutschen Trikots haben ja bereits ein paar Nackenschläge kassieren müssen. Schlafanzüge seien das, war die vielfach geteilte Meinung. Seitdem kann ich an nichts anderes mehr denken, als Nachthemden im Trikot-Retro-Style. Geschäftsidee des Jahres. Arbeitstitel: Die Sandmannschaft.

77.

Man muss natürlich auch betonen: die deutsche Mannschaft wird hier gerade von einem Team geschlagen, das nicht mal Namen auf den Rücken trägt. Wenn die Trikots jetzt noch von Jako kämen und auf dem Bauch das Logo der lokalen Brauerei hätten, würde ich mich glatt auf die Pressekonferenz im Vereinsheim freuen. Aber so kann ich nur in mein Arbeitszimmer brüllen: »Schon wieder der 10er! Immer der 10er!«

80.

ProSieben bricht die Übertragung ab, zeigt dafür dieses Windows-XP-Flipperspiel, zumindest fühlt man sich so: Rechts, links, rechts, links, gestolpert, zack, Tor, Deutschland. Von einem jungen Mann namens Ragnar Ache. Der wahrscheinlich auch gleichzeitig den Assist bekommt. Und die Vorbereitung des Assists. So unvorbereitet eingeschlagen ist zuletzt der neue Verleger der Berliner Zeitung.

83.

Kurz vor Schluss kommt hier Stimmung in die Bude. Freistoß, aber bevor der getreten wird, verteilt Schiedsrichter Keine-Ahnung-Wer-Das-Ist noch zwei, drei Gelbe Karten auf einmal. Weil: einfach so. Damit alle kurz noch ein bisschen ausrasten. Dann, nach langer Verzögerung: Ball gespielt. Direkt im Aus. Einzige Spannung, die noch schneller eingebrochen ist: die der Oberfläche bei meinem letzten Bauchplatscher vom Zehnmeterbrett.

88.

Ich lege mich hier fest: Besser nur noch Bundesliga schauen.

89.

Größte Lüge des Fußballs: »Vielleicht geht noch was.« Einen Satz, den man ja nur sagt, wenn anscheinend gerade nichts geht. Und der ungefähr auf einer Linie ist, mit: »Doch, klar, sieht hat dich gerade auch voll angeflirtet!« und »Wir sind auch stolz auf dich, wenn du nicht Medizin studierst!«. Also natürlich: geht hier gerade nichts. Auf dem Platz auch nicht.

90.+1

Wuaaaaaahaaaaa! Deutscher Kicker am Trikot auf den Boden gezogen! Im Strafraum! Aber: kein Elfer! Keller schmeißt sich drei Beta-Blocker auf der Tribüne und krempelt die Ärmel hoch. Gleich gibt's Dresche!

90.+3

»Einstellung ist hundert Prozent da«, sagt Kommentator Stach. Und ich denke: Ja, die an meinem Fernseher gerade auch. Aber ist halt nicht die richtige.

17:51 Uhr

Vorbei. Die Fans buhen ihr eigenes Team aus. Immerhin die sind hier also auf FC-Bayern-Niveau.

17:53 Uhr

Gut, Leute, hier gibt es nichts mehr zu sehen. Deutschland war, nein, schlechter vielleicht nicht. Aber irgendwie: weniger aggressiv. Was ja, historisch gesehen, ein ganz gutes Konzept ist. Aber naja, heute eben nicht. Es war ein Spiel für Menschen, die auch im Regen rauchen, die sich also der Sucht (in diesem Fall Fußball) hingeben, auch wenn sie von vornherein wissen: das wird eklig. Wurde es. Wir gehen jetzt erstmal drei Dosen Tabak schnupfen, um herunterzukommen. Also: noch einen schönen Sonntag! Ciaoooo.