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Bayern München – SC Paderborn 3:2
Bundesliga

20:15 Uhr

Gott zum Gruße, liebe Ticker-Freunde, Will­kommen zu einem echten Bun­des­liga-Lecker­bissen, oder wie es die Kol­legen von DAZN recht unro­man­tisch ange­teasert haben: Oben gegen Unten. FC Bayern Mün­chen gegen den FC Pader­born. Es freuen sich auf Tore, Spek­takel, Sen­sa­tionen und Hansi Flick auf einem weißen Ele­fanten: Ron die Rote Laterne“ Ulrich und Alex Schluss­licht“ Raack.

20:18 Uhr

Erster gegen Letzter. Der unsterb­liche David gegen Goliath-Ver­gleich drängt sich uns auf wie die Bezahl­damen auf der Ree­per­bahn einem Jung­ge­sel­len­ab­schied aus der Pro­vinz. Teil­zeit-Theo­loge Ulrich und meine Erhaben, pardon, Wenig­keit haben sich den bibli­schen Schlag­ab­tausch noch einmal in der Kurz­ver­sion gegeben (gleich nach dem Best-of-Video von Steffen Baum­gart) und mussten dann erschro­cken erkennen, was eigent­lich pas­sierte, nachdem David seinen Stein erfolg­reich gegen Goli­aths Stirn gezim­mert hatte. Zitat von judentum​-pro​jekt​.de: Als die Phi­lister sahen, dass ihr Stärkster gefallen war, wollten sie vor den Israe­liten fliehen. Doch diese kannten keine Gnade. Sie töteten die meisten ihrer Gegner und plün­derten deren Lager.“ Wir hoffen heute auf deut­lich mehr Barm­her­zig­keit im Falle eines Über­ra­schungs­er­folgs.

20:20 Uhr

Voll schön, dass Thommy Haas seine neue Beru­fung gefunden hat und jetzt an der Seite vom kleinen Hum­mels arbeitet. Was macht eigent­lich Rainer Schüttler? Wer die rich­tige Ant­wort an daviscup@​11freunde.​de schickt, bekommt eine Karsten-Bra­asch-Sport­brille!

20:22 Uhr

Ganz ver­gessen, wie behäm­mert das Stirn­band von Steffen Baum­gart zu guten alten Cottbus-Zeiten aussah. Wird vom sehr freund­li­chen DAZN-Mann auf seine Bude gegen Oli Kahn von anno dazumal ange­spro­chen und retur­niert das mit einem Blick, den ich so nur von genervten Bus­fah­rern nach einer 18-Stunden-Schicht kannte. Mal gucken, ob wenigs­tens Baum­gart heute wech­seln kann.

20:24 Uhr

Der Mode­rator fragt Hum­mels zum Thema Pader­born. Müssen sie heute über den Speed kommen?“ Und diese Frage stellt man sich frei­tag­abends hier in Berlin-Fried­richs­hain häu­figer. Also alles wie immer.

20:25 Uhr

Die klugen ran-Daten­bank-Lieb­haber von fcbayern​.com haben sich vor der Partie die Mühe gemacht, und sieben Fakten zum Spiel zusammen getragen. So erfahren wir Infor­ma­ti­ons­grab­räuber: Die Bayern bestreiten heute Spiel Num­mero 250 in der Allianz-Arena. Da gra­tu­lieren wir doch recht herz­lich und ich denke mit vor see­liger Erin­ne­rung bers­tender Brust an jenen Aus­flug am 5. Spieltag der Saison 2008/09 zurück, als Werder Bremen, ange­führt von einem Jung­spund namens Mesut Özil mit 5:2 in Mün­chen tri­um­phierte und die ganze Arena anschlie­ßend mit schlechter Laune zum Okto­ber­fest mar­schierte. Zog damals dem stärksten Baju­waren die Leder­buchse aus. Und auf der Trai­ner­bank der Bayern saß Jürgen Klins­mann und sagte langsam Servus. Kaum aus­zu­denken, wer der damals schon einen Face­book-Account gehabt hätte…

20:27 Uhr

Aus unserer Serie: Wie ich als Boss meinem Ange­stellten auf mög­lichst sanfte Art und Weise mit­teile, dass er seine Sachen packen kann – Steffen Baum­gart über den heute nicht auf­ge­stellten Links­ver­tei­diger Jamilu Col­lins: Wir müssen
ihm Ruhe geben, weil er die letzten zwei­ein­halb Jahre auf hohem Niveau durch­ge­spielt hat. Es ist keine gra­vie­rende Dia­gnose, son­dern ein­fach Erschöp­fung.“

20:28 Uhr

Pader­borns Keeper Leo­pold Zin­gerle ist bekannt­lich ein alter Münchner und hat immerhin 50 Par­tien für die FCB-Ama­teure geschossen und unter Jupp Heynckes und Pep Guar­diola trai­niert. Hat im Inter­view mit AZ“ zuge­geben, dass er früher ein Poster von Oliver Kahn an der Wand hängen hatte. Gewagt. Man stelle sich nur vor, des Nachts aus einem Alp­traum zu Erwa­chen und nach dem ersten Augen­auf­schlag in das ent­schlos­sene Kon­terfei von King Kahn zu schauen. Dann doch lieber ein freund­li­cher Onkeltyp wie Dirk Nowitzki.

20:29 Uhr

Ich kann nicht anders. Immer, wenn ich an Oliver Kahn denke, muss ich mir einen starken Earl Grey auf­gießen, ver­sonnen durch die Scheibe in die Ferne bli­cken und anfangen zu rezi­tieren:

Sein Blick ist vom Vor­über­gehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tau­send Stäbe gäbe
und hinter tau­send Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im aller­kleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vor­hang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder ange­spannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein….

1.

Schwei­ge­mi­nute nach den schreck­li­chen Ereig­nissen von Hanau.




Auch an dieser Stelle noch einmal deut­lich: Nazis raus!
Anpfiff.

1.

Weiter 0:0. Wer hätte das Pader­born zuge­traut? Diese Geschichten schreibt nur der Fuß­ball.

3.

Unbe­merkt von den Kameras gibt Steffen Baum­gart im T‑Shirt und mit Motoröl­fle­cken im Gesicht auf dem Sta­di­on­park­platz dem mit seinem nagel­neuen Sport­wagen lie­gen­ge­blie­benen Thiago Start­hilfe. Baum­gart wischt sich über den Mund. Das Fahr­werk ist ver­zogen und mit dem Keil­riemen geht das nich mehr lange gut.“ Thiago: No com­prendo.“ Baum­gart: Nix Kom­presser. Der KEIL-riemen! leck­omio ey.“

5.

Pader­born wie mein alter Mathe­lehrer beim Abfragen: Läuft ver­dammt früh an.

7.

Langer Ball in die Spitze – oder wie man heute so schön sagt hinter die Kette“ – und Neuer muss weit vor seinem Tor klären. Auf der anderen Seite köpft Lewan­dowski relativ unbe­drängt am Tor vorbei. Wann sagt ihm jemand, dass auch Treffer gegen Pader­born in die Tor­jä­ger­liste mit ein­be­rechnet werden?

9.

Bei Bayern erst­mals mit dabei: Alvaro Odrio­zola! Klingt gehaucht wie ein Kon­zept­album von Julio Igle­sias, spielt aber bei Bayern auf außen. 

11.

Steffen Baum­gart trägt Pull­over an der Außen­linie. Es muss wirk­lich Winter sein in Mün­chen.

13.

Kom­mando zurück. Baum­gart schmeißt den Pulli weg und coacht (wie erwartet) bei drei Grad im T‑Shirt weiter. Damit hat er sich so schnell in aller Öffent­lich­keit aus­ge­zogen, dass ihn der Wendler gleich angraben will.

15.

Aber Pader­born macht es gut. Kleine Nick­lig­keiten, lassen nicht viel zu, ver­su­chen gleich­zeitig ein-zwei Konter über den schnellen Mamba zu fahren. Doch der konnte es noch nicht nutzen, weil er gerade noch durch die Alb­träume von Julian Weigl sprintet.

17.

Was man halt so findet, wenn man auf seine Ticker­part wartet und bei You­tube nach Steffen-Baum­gart-Videos sucht: Baum­garts Ablö­se­spiel 1996 in Aurich. Klares High­light: Oma und Opa Götz ab Sekunde 52. Oma redet, Opa redet rein, wir hören Thü­ringen, Rhein­land, sehen längst ver­ges­sene Pelz­mäntel und dann Baum­garts Kuschel-Haupt­haar und seine Erin­ne­rungen an die Auricher Edel­fans. 90er, wat lieb ick Dir!

19.

Beim nächsten Ver­such, die unend­li­chen Welten von You­tube zu erkunden, landet man, aus Ver­sehen, hüstel, bei der porn­ösen You-Ver­wandt­schaft. Eine spon­tane Suche nach Hansi Flick“ erbringt (zunächst noch) recht unbe­frie­di­gende Ergeb­nisse: Milf licking and fli­cking“. Fli­cking of the tongue: Gezüngel. Herr­je­mine. Ero­ti­scher wird’s heute nicht, ver­spro­chen.

22.

Großer Fehler, sich beim Anblick von Bay­erns Super-Kana­dier Davies auf die Suche nach anderen Super-Kana­diern zu machen. Bin natür­lich bei Paul Stal­teri hängen geblieben und in wenigen Augen­bli­cken bei jenem Fan­ge­sang, den ihm einst die san­ges­freu­digen Briten gewidmet haben. Jetzt: Ohr­wurm. Den werde ich noch beim Ein­schlafen leise vor mich hin­singen. Ver­dammter Stal­teri!

https://​11freunde​.de/​a​r​t​i​kel/d…

25.

Gnabry tanzt, Gnabry tän­zelt, Gnabry schickt ganz Ost­west­falen mit seinen Hüften in die fal­sche Rich­tung und rührt den Ball dann ins Tor – 1:0 für die Bayern. Tja nun, eine Über­ra­schung ist das nicht. Wobei die Pader­borner so schön Beton ange­rührt hatten. Baum­gart wollte gerade hüb­schen Mün­che­ne­rinnen hin­ter­her­pfeifen und seinen Stift Bier holen lassen, nun dieses. Die Bayern nach dem Motto: Was nicht passt, wird pas­send gemacht.

29.

Fast das 2:0 durch Robert Lewan­dowski. Apropos: Freund T. hat mir heute Vor­mittag aus spon­taner Nost­algie ein Video vom legen­dären 4:1‑Sieg der Dort­munder gegen Real Madrid geschickt, damals, als der zukünf­tige Normal One“ gegen den Spe­cial One Mour­inho tri­um­phierte und Lewan­dowski vier Buden ein­schweißte. Damals auf dem Platz für den BVB: Mario Götze, Mats Hum­mels und eben Lewan­dowski. Wech­selten später einer nach dem anderen zum FC Bayern und Uli Hoeneß muss dar­über ver­mut­lich noch heute dia­bo­lisch Kichern. Um wieder in der Gegen­wart anzu­kommen: Über eine Abwehr wie der aus Pader­born (47 Gegen­tore in 22 Spielen) kann einer wie Lewan­dowski nur müde lächeln.

33.

Knappe halbe Stunde lang hatten wir unseren Spaß, getragen von der schwa­chen Hoff­nung, die Bayern heute stol­pern und den Außen­seiter heute tri­um­phieren zu sehen. Pus­te­ku­chen. So ein 1:0 in so einem Duell ist wie das eine Bier, das dann doch schlecht war: Jetzt könnte man auch eigent­lich nach Hause gehen. Ener­gisch holt mich Voll­profi Ulrich zurück auf den Boden der Tat­sa­chen und zwingt mich, eine Bat­terie Libero“ zu leeren. Was die schöne Neben­wir­kung hat, dass ich mich jetzt wie Franz Becken­bauer fühle. Kotze nur mit dem Außen­rist.

35.

Ein Pader­borner mit Vor­namen Klaus, der einen Petr-Cech-Gedächtnis-Helm spa­zieren trägt, mäht Bay­erns Edelfuß Cou­t­inho im Mit­tel­feld so herr­lich stumpf um, dass es doch gleich zärt­lich in meinem Unter­schenkel zuckt. Schneller Press­schlag mit dem Wohn­zim­mer­tisch und der Abend ist gerettet. Oma und Opa Götz gefällt das.

37.

Pader­borns Klaus Gja­sula nun am 23. Spieltag mit seiner elften gelben Karte. Und irgendwo weint Tomasz Hajto ergriffen in sein Helmut-Rahner-Poster.

40.

Info vom Spiel­feld­rand: Wenn man Gja­sulas Helm schwarz ansprühen würde, könnte man es für die Frisur von Joa­chim Löw halten.

Bildschirmfoto 2020 02 21 um 21 11 00

42.

Was ja richtig geil ist und von Hum­mels jetzt mehr­mals ange­spro­chen wurde: Pader­born führt die Abstöße kurz aus und löst es spie­le­risch. Machen wirk­lich nicht viele Tabel­len­letzte aus­wärts in Mün­chen. Mehr Ball­kon­takte am eigenen Straf­raum hatte hier bei den Bayern nur der HSV, weil die Spieler sei­ner­zeit so viele Bälle aus dem Tor zum Anstoß­punkt bringen mussten.

44.

TOOOOOOOOOOOOOOOR! 1:1 Pader­born!

45.

Rie­sen­bock von Neuer am linken Ende des Straf­raums und der Pader­borner – ein Mann namens Srbeny – nimmt die Kugel, läuft aufs Tor, wo zwei, drei Bayern her­an­sprinten, doch Srbeny, dieser Kühl­schrank, stoppt, lässt sie ins Leere grät­schen, wartet, wartet eine Ewig­keit, bis Neuer wieder da ist und dann schiebt er ihn ein. 1:1. Nach einem Fehler von Neuer. Und was die Zeit­lupe zeigt: Mitten in der Pader­borner Jubel­traube springt Alex Nübel tri­um­phie­rend herum.

45.+1.

Noch einmal Lat­ten­treffer der Bayern. Doch es bleibt beim 1:1. Aus guter Erfah­rung kann ich den Münchner nur erzählen: Ihr seid nicht die ein­zigen, bei denen elf Pader­borner“ ordent­lich Kopf­schmerzen und Übel­keit ver­uru­sacht haben.

46.

Zweite Halb­zeit beginnt, und, oh Wunder, es steht noch immer 1:1. 45 Minuten vorbei und Pader­born hält wei­terhin tapfer mit, wer hätte das gedacht? Ver­mut­lich auch nicht Jonas Hum­mels, der für diesen Satz von uns mit dem Gol­denen Prok­to­logen“ aus­ge­zeichnet wird: Die Bayern werden gleich weiter drü­cken.“ Uli Hoeneß schwingt schon seine Mofakette. War früher Mit­glied in der lan­des­weit gefürch­teten Stuhl-Gang.

48.

Auf der Bank vom SC Pader­born wartet noch einer meiner Lieb­lings­spieler auf seinen Ein­satz: Der legen­däre Uwe Hüne­meier. Ein Mann, so voller pro­vin­zi­eller Durch­schnitt­lich­keit (Der Name! Der Klub! Das Aus­sehen! Der Name!), dass es mich auf erstaun­lich beru­hi­gende Art und Weise glück­lich macht. So ein Typ geht am Sonntag noch zum Ein­top­fessen zu Mutti und ver­bringt seine Fei­er­abende mit aus­ge­dehnten Male­witz-Duellen. Toll!

52.

Die ersten Minuten sind gespielt und wir Schlau­füchse erkennen gleich Pader­borns Taktik für die zweite Hälfte: Hinten dicht machen und vorne hilft der Liebe Gott. Oder das gute alte Lang­holz. Oder Streli Mamba. In seinem Lon­doner Pent­house ver­drückt Tony Adams ein paar heiße Kick&Rush-Tränen. Grätscht sich die Wange dann selbst tro­cken.

53.

Bitter. Eben noch auf Mamba gehofft, greift der sich nach einem langen Sprint an den Ober­schenkel und muss raus. Irgendwas mus­ku­läres“, schlau­meiert Ulrich und kaut dann doch lieber Maoam. Hat ihm angeb­lich sein Arzt ver­schrieben. Peter Stöger emp­fiehlt seine Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung.

56.

Leo­pold Zin­gerle mit den viel­leicht besten 60 Sekunden seines Lebens. Zwei gera­dezu kah­neske Paraden und das in jenem Sta­dion, in dem Pader­borns Keeper früher als Fan seine paar Kröten als FCB-Jugend­spieler für Cola und Brat­wurst ver­prasste. Macht er so weiter, hängt sich Oli Kahn sein Foto heute Nacht noch an die Schlaf­zim­mer­wand.

58.

So wahrst du dir halt die Chancen auf einen Punkt­ge­winn gegen den hohen Favo­riten: Tor­hüter hat einen Sahnetag, Gegner ist etwas amts­müde, Geg­ners Trainer fällt nicht viel ein. In 20 Duellen gegen Mün­chen hat Pader­born übri­gens noch nie gewonnen. Um es mit den Worten der Schi­ckeria zu sagen: Heute ist ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben.

60.

Ach, Steffen Baum­gart. Never change. Ost­seet da unten im Grenz­be­reich der Coa­ching­zone, dass es eine wahre Freude ist, ihn dabei zu beob­achten. Gute Mischung aus Aale-Dieter und einem mür­ri­schen Strand­korb­ver­leiher. Du kriegst viel­leicht den Baum­gart aus Ros­tock, aber nie­mals Ros­tock aus Baum­gart.

61.

Chance für den fre­chen Michel. Doch Neuer macht den Vater Svensson.

64.

Thomas Müller nun in der Partie. Oben auf der Tri­büne holt Löw den Notiz­zettel raus und fragt die Umste­henden: Inter­es­santer Mann. Thomas mit th?“

65.

Coman mit der nächsten Chance, doch Pader­borns Tor­wart Leo­pold Zin­gerle hält wieder mal über­ra­gend. Eigent­lich wollen sie ihn loben, aber sie dürfen im Straf­raum ja nicht mehr Leo“ rufen.

69.

Kahn wut­schnau­bend in sich selbst ver­keilt auf der Tri­büne. Wer hätte gedacht, dass er Hoeneß so schnell ver­gessen machen kann.

70.

TOOOOOR! Gnabry setzt sich über links durch, geht zur Grund­linie und legt dann zurück auf Robert Lewan­dowski, der locker zum 2:1 ein­schiebt. 

72.

Es geht jetzt hin und her. Michel mit der Chance zum Aus­gleich, ver­gibt aber fahr­lässig, drüben rettet Zin­gerle als Neuer-Double weit vor seinem Tor. Aber Pader­born jetzt wieder mutig. Chel­seas Trainer Frank Lam­pard will sich für das Cham­pions League-Spiel genau an dem Spiel ori­en­tieren und sich bei Pader­born Tipps holen. Could you help me?“ fragt er. Baum­gart: Quatsch mir kein Kote­lett anne Backe, du Lappen.“

75.

TOOOOOooooooOOOOOOOOOOOOOR!!!!!! Für Pader­born, Freunde! Ist das die größte Leis­tung eines Zwerges seit Tom Cruise in Top Gun?

76.

Ein Spieler, den ich nicht schreiben kann, nur in Laut­schrift: Jatschim…Jastzemberski, jaschen.. Moment: Jastrzembski läuft auf das Tor der Bayern, Neuer hält und den Abpraller wuchtet Michel zum Aus­gleich über die Linie. Sein großer Vor­teil: Ich kenne seinen Namen. Und: Die Bayern-Abwehr wohl nicht.

80.

High­lights in der Geschichte Pader­borns:

777: Erste urkund­liche Erwäh­nung, nachdem Karl der Große einen Reichstag in der Stadt abhält

1002: Königs­krö­nung von Kuni­gunde, der Gemahlin von Hein­rich II.

1658: Eröff­nung der ältesten Mäd­chen­schule in NRW

1996: Besuch des Papstes

21. Februar 2020: Nach 80 Minuten gegen den FC Bayern steht es 2:2

83.

In genau sol­chen Momenten, diesen sel­tenen Minuten der baju­wa­ri­schen Ver­wir­rung, wün­sche ich mir eine Bezahl­sender-Zusatz­op­tion, bei der ich rund um die Uhr in die Gesichter der Mün­chener Füh­rungs­etage bli­cken kann. Der kalte Zorn von Rum­me­nigge. Das Ent­setzen bei Höpfner. Fas­sungs­loser Hoeneß. Pures Gold. Danke Steffen Baum­gart, Danke Pader­born. Oma und Opa Götz könnten heute Nacht bestimmt gut schlafen, wenn sie denn noch leben würden.

87.

Oha, noch ein Konter von Pader­born, bei­nahe das 3:2…und dann geht doch noch diese ver­dammte Fahne nach oben. Wel­cher Teufel hat sich erdacht, dass so eine Abseits­ent­schei­dung erst NACH dem Abschluss bekannt gegeben wird? Nicht das erste Mal, dass ich die ver­ant­wort­li­chen Regel­kundler gerne…och nöö…

88.

Tor. Für die Bayern. Lewan­dowski. Drei zu fucking zwei.

90.

Würde jetzt ja gerne lustig sein. Die Situa­tion gagig zusam­men­fassen. Euch humor­voll in den Abend ent­lassen. Aber ich möchte mich ein­fach auf meine Tas­tatur über­geben. Und wenn ihr nicht gerade Bayern-Fans seid, dann könnt ihr mich sicher­lich ver­stehen.

90.+2.

Fast noch schlimmer als dieses späte Gegentor, so aus Sicht des Under­dogs, ist das milde Mit­leid der DAZN-Kol­legen, die den Tabel­len­letzten jetzt verbal bemut­tern. Habt ihr ganz, ganz toll gemacht. Und trotzdem ver­loren. Steffen Baum­gart zer­kaut sein T‑Shirt. Die letzten Minuten oben ohne. Ist jetzt eh alles egal.

Abpfiff

Ende, aus. Bayern gewinnt dann doch noch mit 3:2. Alles wie gehabt. Gra­tu­la­tion nach Mün­chen. Respekt Pader­born. Much love, Steffen Baum­gart. Wir machen Wochen­ende. Auf bald, Freunde!