Liveticker
England – Deutschland 2:0
EM

15.oo Uhr

Einmal habe ich bei einem Bun­des­li­gisten ange­fragt. Für eine Geschichte über Tau­ben­ab­wehr. Ist ja ein großes Pro­blem, dass Tauben ihr Geschäft ein­fach überall machen und nicht ein­fach nur in tau­ben­ei­genen Gegenden. Son­dern eben auch, zum Bei­spiel, in Fuß­ball­sta­dien. Und weil Tau­benkot ätzend ist und auch ansonsten weder gut zur Sta­di­on­wurst noch zum Fan­schal passt, haben die Bun­des­li­gisten irgend­wann begonnen, in Tau­ben­ab­wehr zu inves­tieren. Der besagte Bun­des­li­gist, bei dem ich anfragte etwa (er spielt im Signal Iduna Park), hatte spie­gelnde Kon­struk­tionen in und an die Ecke des Sta­di­on­dachs gebracht, um die Tauben zu irri­tieren und also Rich­tung Herne West zu leiten. Über die Erfolgs­quote und Erfah­rungen mit dieser Tau­ben­ver­grä­mung wollte ich also spre­chen, weil, klar, Magazin-Jour­na­lismus und so. Der Anruf auf der Geschäfts­stelle des Bun­des­li­gisten sorgte jedoch schnell für Ernüch­te­rung. Hören Sie“, so sagte man mir, die Mit­ar­beiter des Faci­lity Manage­ments stehen grund­sätz­lich nicht für Inter­views zur Ver­fü­gung“. Was mich sofort fragen ließ, wie oft und zu wel­chen ver­mut­lich noch viel drän­gen­deren Themen als dem der Ver­tau­bung die Mit­ar­beiter des Faci­lity Manage­ments diese Bun­des­li­gisten wohl ange­fragt würden. Aber damit war es noch nicht geschehen in Sachen Oh, Wunder“. Denn die Frau­en­stimme am anderen Ende der Lei­tung legte noch an Empö­rung zu, mit einer Stimme, die klang, als gur­gele sie all­mor­gend­lich mit Pommes Schranke. Denn und über­haupt: Wir sind T minus drei vor Matchday!“ Womit ich nur sagen will, warum ich diese For­mu­lie­rung mit mir her­um­schleppe und wo wir nun also gemeinsam stehen an diesem viel­leicht his­to­ri­schen Tag, da Eng­land und Deutsch­land auf­ein­an­der­treffen: T minus drei vor Anpfiff. Ein Tau­ben­schiss in der Geschichte. Und doch eine Ewig­keit vor Span­nung. So muss es sich anfühlen, wenn man den Fuß­ball echt liebt.

15.30 Uhr

Musste mir den kom­pletten Tag über denken, wie sich wohl Serge Gnabry heute fühlt. I mean, come on! Der ist mit 15 nach London gekommen, zum FC Arsenal. Talent haben sie ihm beschei­nigt, irgend­wann erste Ein­sätze gegeben. Aber nichts von Belang. Dann sogar eine Leihe zu West Brom­wich Albion unter Manager Tony Pulis, der über Serge Gnabry sagen sollte, er habe ein­fach nicht das nötige Niveau für die Pre­mier League. Also den Umweg nehmen. Über Bremen und Hof­fen­heim. Schließ­lich die Bayern. Deut­scher Meister, Cham­pions League-Sieger, Super­star. Knapp 700 Tore bei Cham­pions-League-Spielen in London allein. Und jetzt also der Auf­tritt im Hei­ligsten, in Wem­bley. Dort, wo die deut­sche Natio­nal­mann­schaft seit der Ermor­dung des römi­schen Kai­sers Cara­calla nicht mehr ver­loren hat. Und wäh­rend ich hier sitze und an Tau­benkot denke, hat Serge Gnabry ver­mut­lich schon im Lotto gewonnen, den Welt­hunger gestoppt und ein Mittel gegen Oliver Pocher gefunden. Ein­fach, weil er kann. Weil London sein Pflaster ist, seit er es hinter sich gelassen hat. Womit ich eigent­lich nur sagen will: Wahr­schein­lich setzt ihn Jogi Löw heute erstmal auf die Bank.

16.oo Uhr

Gerade her­aus­ge­funden, dass ein Ana­gramm von Gareth Sou­th­gate Hausrat geh Ghetto“ lautet. Und ich hoffe ein­fach, dass Jogi Löw diese Nach­richt noch erreicht.

16:20 Uhr

Hallo auch von mir, Max Din­kelaker. Schön, dass ihr die Sache heute gemeinsam mit uns durch­stehen wollt. Und was soll ich sagen? Klar bin ich rastlos, auf­ge­regt, nervös, die Nägel run­ter­ge­kaut bis zur Mit­tel­hand, die Kopf­haut blutig gekratzt, die Ober­schenkel völlig über­säuert vom Dau­er­hib­beln. Aber ist doch auch ver­ständ­lich, oder? Denn genau wie der Rest des Landes stelle ich mir seit Stunden, ach, seit Tagen, nur diese eine Frage: Mit wel­chem Frottee-Ober­teil wird uns Micky Bei­sen­herz heute pro­vo­zieren???

16:22 Uhr

War natür­lich grober Unfug, ich bin nicht wegen Micky Bei­sen­herz auf­ge­regt, son­dern weil Deutsch­land gegen Eng­land spielt. Und danach noch die Ukraine gegen Schweden. Und wenn es in beiden Par­tien nach 90 Minuten 3:3 steht, dann gewinne ich heute schon wieder 106,875 Euro!

16:55 Uhr

An dieser Stelle kurz ein paar Worte zu unserer eigenen zeit­li­chen Pla­nung. In der nächsten Stunde werden wir ab und an, wann auch immer wir einen guten oder zumin­dest halb­guten oder immerhin nicht völlig blöd­sin­nigen Gedanken zu Fassen bekommen, diesen an dieser Stelle mit euch teilen, ob ihr wollt oder nicht. Ab 17:45 Uhr geht es dann in gewohnter Fre­quenz weiter, ihr kennt das Spiel­chen, dann wird alles raus­ge­hauen, der Bock umge­stoßen, der Karren aus dem Dreck gezogen, scho­nungslos hin­ter­fragt, kein Stein auf dem anderen gelassen, an einem Strang gezogen, und was man halt sonst noch so sagt, wenn man grade Thomas Doll als neuen Trainer ver­pflichtet hat. Um 18:23 Uhr wun­dern wir uns über das selt­same Gegentor für Deutsch­land, um 18:26 Uhr fasst sich Joa­chim Löw zum ersten Mal geis­tes­ab­we­send vor den Augen der ganzen Welt in den Schritt, weil er nun mal nicht anders kann, um 18:32 Uhr werfen wir mit ulkigen“ Ret­ter­namen um uns, die Joa­chim Löw jetzt bringen müsste, Markus Bei­erle, Enrico Kern, Alex­ander Mad­lung, diese Kate­gorie, weil wir nun mal nicht anders können. Um 18:45 Uhr gehen wir pin­keln, um 19:01 Uhr merken wir, dass die immer noch den glei­chen Mist wie vor der Pause spielen, dass es kaum noch Hoff­nung gibt. Doch um 19:25 Uhr erzielt Thomas Müller mit seinem ersten EM-Tor jemals wie aus dem Nichts den Aus­gleich, wahr­schein­lich per Über­bein-Abstauber, aber da wollen wir uns nicht fest­legen, fest steht dagegen, dass wir ab spä­tes­tens 19:42 Uhr dar­über meckern, dass in unseren Ver­trägen nie von einer Ver­län­ge­rung die Rede war. Um 19:43 Uhr unter­halten wir uns dem­entspre­chend in einem Pri­vat­chat über die Grün­dung eines Betriebs­rats, um 19:44 Uhr merken wir aller­dings, dass das eine Menge Arbeit werden könnte, aber nur eine Minute später ist das alles auch schon wieder völlig egal, weil Jamal Musiala uns und euch und Jogi und das ganze Land mit einem Solo quer über den Platz rettet, das im aus Respekt vor seinem Aus­bil­dungs­land nur dezent beju­belten Sieg­treffer mündet, was ins­ge­samt ja wich­tiger ist als unsere Arbeits­be­din­gungen. Und um spä­tes­tens 20:00 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zum Ku’­damm.
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17.oo Uhr

DIE AUF­STEL­LUNGEN sind da! Hier die der deut­schen Elf: Neuer – Ginter, Hum­mels, Rüdiger – Kim­mich, Goretzka, Kroos, Gosens, Havertz, T. Müller – Werner

17:01 Uhr

Timo Werner in der Startelf. Sechs Sai­son­tore für den FC Chelsea. In der Psy­cho­logie nennt man so etwas: Para­doxe Inter­ven­tion. Genial, dieser Jogi Löw.

17.10 Uhr

Und die Auf­stel­lung der Eng­länder: Pick­ford – Walker, H. Maguire, Stones – Trip­pier, Shaw, Phil­lips, Rice, Saka, Ster­ling – H. Kane

17.11 Uhr

Ein­zige Ände­rung, die Eng­lands Coach Gareth Sou­th­gate im Ver­gleich zum Spiel gegen Tsche­chien vor­nimmt. Trip­pier für Grea­lish. Was ver­mut­lich bedeutet, dass auch Eng­land mit Drei­er/­Fünfer-Kette agiert. Und wenn jemand eine Karte besäße, die besagt: Bestaunen Sie keine Tore, gehen Sie direkt ins Elf­me­ter­schießen“, dann wäre wohl jetzt der Zeit­punkt, sie zu ziehen.

17:15 Uhr

In der ARD jetzt Wer­bung für Immer wieder Sonn­tags“. Stefan Mross jodelt eine ange­strengte Gemüt­lich­keit auf den Äther, dass die Frage erlaubt sein muss: Sind wir uns eigent­lich sicher, dass wir den Krieg ver­loren haben?

17:17 Uhr

Die Auf­stel­lungen sind da. Deutsch­land mit Werner in der Startelf. Löw hat offenbar ab morgen Urlaub gebucht.

17:21 Uhr

Upp­sala, wie man an schwe­di­schen Ticket­schal­tern sagt: Kol­lege Beh­nisch hatte ja längst von den Auf­stel­lungen berichtet. So mies, wie wir auf­ein­ander abge­stimmt sind, müssen wir auf­passen, dass Löw uns nicht noch spontan nach­no­mi­niert.

17.2o Uhr

Jogi Löw im ARD-Inter­view bei Jessy Wellmer und Bas­tian Schwein­s­teiger. Die wich­tigste Info zuerst: Er trägt blau und nur einen Knopf offen. Defensiv. Aber gut. Und dann legt Schweini alles in diese eine Frage: Wo siehst Du die Schwä­chen der Eng­länder?“ Löw mäan­dert, zieht dann an: Hinten offen.“ Jetzt muss Nivea da sein.

17.23 Uhr

Das ist geil“, sagt Jogi Löw dann noch, und weil ich nach dem Hinten offen“ nicht mehr so richtig zuge­hört habe, bin ich besorgt: Weiß Jogi Löw, was heute auf dem Spiel steht? Und: Warum liegt hier eigent­lich Stroh rum?

17.28 Uhr

Nach­trag:

17.31 Uhr

Die ARD bringt einen Bei­trag zu und über Thomas Müller und zwar mit dem Tenor, dass er halt doch eine wun­der­bare Stim­mungs­ka­none sei. Wahn­sinn. Wie kommen die nur auf sowas?! Aber gut, sie haben auch geglaubt, Bas­tian Schwein­s­teiger über­zeuge als wort­rei­cher Ana­ly­tiker. Und dann steht er da, in Wem­bley, das blaue Jacket über Auch-Egal-Weiß-Was, die Bügel­falte von Frisur sitzt und alles was fehlt ist dieser eine Typ, an Schweini heran tre­tend, sagend: Ihre Yacht ist nun gewachst. Das Finish mit Kro­kodil-Odeur, wie immer.“

17.35 Uhr

Die Vor­be­richt­erstat­tung der ARD wie die Kar­riere von Jogi Löw: Zieht sich. Schwein­s­teiger ver­mur­melt sich über Fragen von Jessy Wellmer, die auch als 1‑Mil­lionen-Euro-Frage bei Wer wird Mil­lionär?!“ durch­gehen könnten, so kom­pli­ziert und abs­trakt gestellt sind sie. Zum Glück hat der liebe Gott die Schnitt­bilder erfunden. Also her damit, du Groß­auf­nahme von Harry Maguire. Und dann sehen wir ihn, den eng­li­schen Abwehr­chef, wie er seinem Neben­mann Kyle Walker etwas ans Ohr pren­gelt. Und dann hat man erstmal Mit­leid mit dem Ohr von Kyle Walker. Ehe man sich fragt: Woher kommt mir dieser Harry Maguire nur so bekannt vor. Und das quält einen dann, diese Frage. Über Stunden, manchmal über Tage. Solange eben, bis man mal wieder vor seinem Kühl­schrank steht, ihn in Gänze betrachtet und es einem schlag­artig klar wird: Ah, ja, natür­lich.

17.43 Uhr

Der offi­zi­elle Hashtag zum Spiel lautet übri­gens #ENGGER. Was natür­lich jede Menge Oasis-Schlag­zeilen befürchten lässt morgen. Sie wissen schon: Don’t look back in #ENGGER“. Schöner wäre doch aber, Jogi Löw würde irgend­wann im Laufe des Spiels auf das Spiel­feld rufen: Enger! Enger!“ Und dann schauten sie sich an, die Social Media-Stars von DIE MANN­SCHAFT, sich gegen­seitig zurau­nend: Sollen wir jetzt twit­tern, oder was?“ Und dann bald schon tren­dend: Löw hurts.

17.50 Uhr

T minus 10 Minuten. Holen sie den Puls­metter ans Sofa, legen sie die Hacke­peter-Fäden auf Stoß und feuch­teln sie nochmal durch die Syn­apsen – gleich wird geschlandet. Oder um es mit dem Gesicht von Kai Havertz im Spie­ler­tunnel von Wem­bley zu sagen: Gute Nacht.

17.53 Uhr

Nun Groß­auf­nahme von Eng­lands Mann­schaft in eben jenem Spie­ler­tunnel. Was für ein Anblick. Bestes bri­ti­sches Gesichts­ge­witter. Wie sie wieder aus­sehen! Elf Jungs mit der Anmu­tung eines ein­zigen, üblen Schlä­ger­trupps. Und zugleich doch auch mit diesem ori­ginär bri­ti­schen Charme, der ver­spricht: Ja, wir schlagen dir die Zähne aus, aber nicht, ohne Dir vorher einen guten Witz zu erzählen und hin­terher einen good day“ zu wün­schen. Kurzum: Foot­ball, bloody hell. Ich liebe Dich.

17.56 Uhr

Die deut­sche Hymne, ange­brüllt von Manuel Neuer. Als wäre das hier ein Kroa­tien-Urlaub. Weiß der Mann denn gar nicht um den Ernst der Stunde?

17.57 Uhr

Jetzt: God save the Queen“. 1:0 für Eng­land. Sorry to say.

1.

Wenn das diese Kickoff-Events sind, von denen all die Busi­ness-Freaks und Sta­ke­holder-Heinis und Bench­mark-Angeber und Invest­ment-Honks immer labern, dann finde ich sie viel­leicht gar nicht so schlimm.

2.

EM-Ach­tel­fi­nale, Eng­land gegen Deutsch­land, in Wem­bley zu London! Eine Partie, so groß, ich würde mich tie­risch auf­regen, säße ich direkt auf dem Platz hinter ihr im Kino.

4.

Deutsch­land schüt­telt die erste Auf­re­gung ab, fängt an, kon­trol­liert nach vorne zu spielen. Selbst Timo Werner bringt seinen ersten Ball unfall­frei zum Mit­spieler. Ich lege mich fest: Heute ist alles mög­lich.

6.

Gnabry also tat­säch­lich wie ein Räuber mit miesem Ori­en­tie­rungs­sinn: nur auf der Bank.

7.

Wird da die ganze Zeit Robbie Savage groß auf der Video­lein­wand gezeigt oder wieso pfeift das kom­plette Sta­dion?

9.

Zum ersten Mal Schnapp­at­mung! Weil Müller Goretzka auf die Reise schickt, der durch zu sein scheint, nur noch Pick­ford vor sich hat, mit großen Schritten aufs Tor zustürmt, gleich schießen könnte – aber dann doch noch von Rice von den Beinen geholt wird! Elf­meter? Rot? Frei­stoß. Gelb. Ernüch­te­rung ist gar kein Aus­druck.

11.

Aber wir halten fest: Deutsch­land ist richtig gut in der Partie, sie wirken kon­zen­triert, ball­si­cher, heiß, moti­viert. Wenn sie jetzt noch das Gegentor auf­holen, was sie sich gleich bei einem däm­li­chen Konter fangen werden, bin ich rundum zufrieden.

13.

Havertz jetzt schon mit mehr Ball­kon­takten als in den drei Grup­pen­spielen davor zusammen. Bezie­hungs­weise wie ich seit der Zweit­imp­fung: ziem­lich umtriebig.

15.

Ach geil, im Zen­trum von Deutsch­land spielt ja heute der Bruder von meinem Lieb­lings­twit­ter­ac­count.

17.

Erste echte Chance für Eng­land, Ster­ling zieht aus 20 Metern ab, Neuer fliegt und pariert. Nicht schlecht für einen Libero.

20.

Deutsch­land sucht Werner. Ein­wurf Eng­land. Trotzdem einer der bes­seren Auf­tritte Wer­ners in London in diesem Jahr. Geschichten, die nur der Fuß­ball schreibt. Bzw.: sorry.

23.

Bas­tian Schwein­s­teiger jetzt zuge­schaltet. Scheint zufrieden mit dem Start der deut­schen Mann­schaft. Aber ehr­lich gesagt, ver­stehe ich nicht so recht, was er da brab­belt. Diese Stimm­lage ein­fach. Ein einzig dumpfes Hin­ter­grund-Gewirr. Als säße man in einer Brauerei und vom nebenan gibt der Schwein­s­teiger, Basti seine Bestel­lung für den Tisch auf: So, Uschi, machst zwei Obazda, drei Maß, Haxn, Haxn und ne Leberkäs-Semmel, gell?“ Und dann Pause und dann: Und was nehmt ihr?“ Bua­ha­ha­haha. Ächz. Der­weil Eng­land in Ball­be­sitz. Oder wie man auf der Insel sagt: Stop and Go.

26.

Gelbe Karte für Mathias Ginter, der Luke Shaw am Lei­berl gezupft hat. Kann man drüber streiten. Weil: so schön sind die eng­li­schen Tri­kots nun auch wieder nicht.

27.

Chance für Eng­land, nach Flanke von rechts und Kopf­ball von Harry Maguire, der ziem­lich frei steht. Aber drüber und keine Sorge: dem Ball geht es gut.

31.

Gute Mög­lich­keit für Deutsch­land jetzt. Aber da klärt er sou­verän, der Timo Werner.

33.

Wusste gar nicht, dass Werner neben den 110-pro­zen­tigen jetzt auch die 85-pro­zen­tigen Chancen ver­gibt. Immerhin poly­va­lent, der Mann.

34.

Aber wir müssen mal auf­hören, uns hier auf Timo Werner ein­zu­schießen. Nachher schießt er noch zurück. Und dann trifft es am Ende einen völlig Unbe­tei­ligten…

38.

Was Luke Shaw hätte werden können, wäre er nicht Fuß­ball­profi geworden: – Neben­dar­steller bei Snatch – Schweine und Dia­manten“ – Neben­dar­steller bei Bube, Dame, König, grAS“ – Neben­dar­steller bei so ziem­lich jeder bri­ti­schen Klein­ga­noven-Komödie – Der Typ, der im Pub sitzt und dir nach dem dritten Pint erzählt, dass er eigent­lich hätte Profi werden können, wäre damals nicht dieses Angebot vom Himmel gefallen, eine kleine Rolle in diesem einen Film, Snatch – Schweine und Dia­manten“, mit Brad Pitt!, kennst du?, große Nummer, rie­sige Chance, naja, und er war nun mal jung und dumm und wusste nicht, was richtig und was falsch ist, dann kamen die Drogen, die Frauen, der Knast, du willst das alles gar nicht hören, traust dich aber auch nicht auf­zu­stehen und woan­ders hin­zu­gehen, weil Luke Shaw mit seinen ver­blassten Täto­wie­rungen nun mal so aus­sieht, als hätte er schon ganz andere Typen für weniger umge­hauen, und dann fragt er Phil den Bar­keeper, ob er nochmal zwei macht, und damit hat sich die Frage, ob das noch eine Weile so wei­ter­geht, auch geklärt…

39.

Scream BUH if you think that Mat­thias Ginter is a great player!“

40.

Die Deut­schen im Spiel nach vorne wie toll­pat­schige Jon­gleure: ver­lieren viel zu viele Bälle.

41.

Harry Kane bis hierhin übri­gens mit unge­fähr so vielen Ball­kon­takten wie ich.

42.

Toto & Harry > Foto von Harry
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43.

Goretzka zieht Kane die Beine weg. Zeigt ihm danach aber ein Herz. Für mich kein Foul.

44.

David Beckham sitzt auf der Tri­büne direkt neben Ed Sheeran. Wenn jetzt noch einer der Gal­lag­hers besoffen daneben auf­taucht, bin ich doch für Eng­land.

45.+1

Gosens ver­sucht es über links, kann sich aber nicht durch­setzen. Trottet zurück, tunkt seinen Feder­kiel ins Tin­ten­fäss­chen, hält nochmal kurz inne, fängt dann an zu schreiben: Lieber Nelson Semedo, lange nichts gehört. Wie geht es dir? Was treibst du so? Wann wollen wir uns mal wieder treffen? Melde dich doch mal, wenn du Lust hast. Es ver­misst dich… dein Robin!“

45.+2

Deutsch­land lebt noch! Aber nur ganz knapp!!! Weil Harry Kane zwar an Neuer vorbei ist, aber nicht an Mats Hum­mels, der durch den Straf­raum grätscht, immer weiter grätscht, so weit, bis er end­lich bei seiner WM-Form von 2014 ange­kommen ist, in der ihm nichts und nie­mand etwas anhaben kann, nicht mal Harry Kane, nicht mal im Wem­bley. Weiter 0:0. Durch­pusten.

Halb­zeit

Wie gesagt, wir müssen jetzt durch­pusten, uns sam­meln, das Erlebte ver­ar­beiten. Denn für ein Spiel, in dem nicht viel pas­siert ist, ist ja doch eine ganze Menge pas­siert, das Foul an Goretzka, die 27 Ecken, die Chance von Werner, die Chance von Kane. Wie gut, dass uns Bas­tian Schwein­s­teiger jetzt erstmal run­ter­kühlt.

18:53 Uhr

Das nenne ich mal Fair Play: Schwein­s­teiger mit eng­li­scher Gesichts­röte als Zei­chen des Respekts.

18:55 Uhr

Wenn Schwein­s­teiger spricht, muss ich immer an Goethe denken. Also im Sinne von: Wenn Schwein­s­teiger spricht und ich dann über­lege, was er da grade gesagt und was mir das gebracht hat, dann muss ich immer an diesen Satz denken: Da steh’ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor“

19:00 Uhr

Dem haben wir nichts hin­zu­zu­fügen:

46.

Anpfiff zur zweiten Halb­zeit. Für mich klarer Fall: Eine Kann‑, aber keine Muss-Ent­schei­dung.

48.

Havertz! Hat es auf dem Schlappen! Weil sich die deut­sche Mann­schaft nach und nach nach vorne schlaf­wa­gen­fuß­bal­lert. Und dann segelt der Ball von links und über eine eng­li­sche Volks­zäh­lung im Straf­raum der Three Lions“ hinweg zu Kai Havertz, der ihn volley nimmt. Wie so ein Schwabe auf dem Ber­liner Immo­bi­li­en­markt: All in und leicht drüber.

51.

Danger Dan im Sturm­zen­trum der Eng­länder weiter blass. Aber gut: Alles von der Kunst­frei­heit gedeckt.
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52.

Liebe ARD, finde die Initia­tive ja gut. Aber wo finde ich den nor­malen“ Kom­men­tator? Bin irgendwie bei Flo­rian Naß aus dem Fan­club Natio­nal­mann­schaft“ hän­gen­ge­blieben.

54.

Erneut Gefahr vor dem Tor von Jordan Pick­ford. Oder wie immer man es nennt, wen Robin Gosens zen­tral ver­sucht, das Kopf­bal­l­un­ge­heuer zu geben. Aber immerhin: putzig schaut es aus.

57.

Kol­lege Din­kelaker kann ja mit­ge­rissen sein von dieser Partie, wie er will. Ich hin­gegen habe Tisch­fuß­ball-Matches gesehen, bei denen mehr Bewe­gung auf dem Feld war. Der­weil Deutsch­land mit dem Konter, Havertz wun­derbar zu Werner, der fast schon demons­trativ ver­schleppt, ehe er leicht vor­wurfs­voll zu Vor­la­gen­geber Havertz blickt: Kennen wir uns?!“

60.

Ein Ana­gram von Timo Werner lautet übri­gens Wen Tore mir“. Und ich finde, das merkt man.

62.

Timo Werner als Wand­spieler (Sym­bol­bild):
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63.

Einer­seits natür­lich eine Frech­heit, dass Jadon Sancho bisher nur sechs Minuten gespielt hat. Ande­rer­seits kann ich so behaupten: Ich habe in meinem Leben nur sechs Minuten weniger bei einer EM gespielt als Jadon Sancho.

66.

Bas­tian Schwein­s­teiger wird gefragt, wie Deutsch­land das Spiel gewinnen kann. Ant­wortet zwar darauf, aber naja, beim Pokémon-Gameboy-Spiel würde auf dem Dis­play nun fol­gender Satz erscheinen: Er hat sich vor Ver­wir­rung selbst ver­letzt.“

68.

Habe mir heute den ganzen Tag vor­ge­stellt, wie sich das wohl anfühlen würde, dieses Spiel jetzt als eng­li­scher Fan zu erleben. Und bin zu dem Schluss gekommen: eher nicht so gut. Wer hat schon Bock auf Son­nen­brand und 3,5 Pro­mille im Turm?

69.

Werner geht, Gnabry kommt. Und wenn ich das richtig ver­standen habe, macht der jetzt vier Tore.

71.

Ist das hier Ruck Zuck oder wieso schreien die eng­li­schen Fans sich unter­ein­ander so an?

74.

Aber nochmal zurück zum Son­nen­brand und dem Alko­hol­konsum. Denn die Unter­schiede, wie es so häufig ist bei echten Riva­li­täten, zwi­schen den Kli­schee-Atzen in Eng­land und den Kli­schee-Atzen in Deutsch­land, die sind ja gar nicht so groß. Mal ange­nommen, ein Lau­tern-Fan würde bei­spiels­weise ans Ende einer Schimpf­ti­rade („Es ist doch ned mehr zum aus­halde hier, am Arsch lecke kön­nese misch, alle Mann, de Drainer, de Manager, Abfahrt!“) nicht das obli­ga­to­ri­sche Man, man, man du, hör mir uff!“ setzen, son­dern ein fockin hell, bloody wanker“, wer könnte schon mit Sicher­heit sagen, ob er nun aus Kai­sers­lau­tern kommt oder aus Leeds?

75.

Einer­seits ist es natür­lich eine Frech­heit, dass Thomas Müller noch kein ein­ziges EM-Tor erzielt hat. Ande­rer­seits kann ich so behaupten: Ich habe in meinem Leben genauso viele Tore bei Euro­pa­meis­ter­schaften geschossen wie Thomas Müller.

77.

UND DANN DAS! Eng­land führt, Deutsch­land liegt hinten, wieder Ster­ling, wieder ein Rück­stand, alles Mist, alles Quatsch, alles Blöd­sinn. Bezie­hungs­weise: GNARZ­ARGH­SCHEI­ßE­VER­DAMMTE. Wie es pas­siert ist? Woher soll ich das wissen, meine Augen sind wässrig, der Blick trüb, die Hoff­nung gestorben. Ster­ling, er hat den Ball nicht nur über die Linie gedrückt, son­dern direkt in mein Herz.

80.

Stim­mung wie im Sauna-Club jetzt. Deutsch­land muss kommen, die Eng­länder rasten aus.

82.

Das muss es doch sein! Thomas Müller allein unter­wegs in Rich­tung Jordan Pick­ford, allein unter­wegs in Rich­tung Glück. Und dann sprintet er, wie nur Thomas Müller sprinten kann. Leicht vorn­über gebeugt, als könne er den Aus­gleich kaum erwarten. Allein: Nix da. Müller mit einem Abschluss, wie ein vom Glück geküsster Eng­länder nach dem Pub-Crawl: knapp neben den Pfosten.

85.

Die deut­sche Mann­schaft wütend, eilt völlig wild über den Rasen, immer dem Ball hin­terher wie so eine F‑Jugend auf LSD. Und die Eng­länder? Bleiben cool. Holen das Messer aus der Tasche und sezieren das Rest-Gerippe von Rest­ver­tei­di­gung, dass sich da Deutsch­land nennt. Und dann Flanke von links und Kopf­ball von Harry Kane und 2:0 for the Eng­land. Und wenn sie sich fragen, was sie da hören, in ihrem Herzen und getragen vom Wind: Es ist die Erleich­te­rung einer großen Fuß­ball-Nation namens Eng­land. Well deserved, lads.

88.

Deutsch­land wech­selt noch­mals, bringt Can für Ginter und Sané für Gosens. Und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass ganz Wem­bley ein zünf­tiges Na und?“ skan­diert.

90. +1

Vier Minuten Nach­spiel­zeit. Deutsch­land hoch und weit, sucht Miro Klose. Der aber unbe­kannt ver­reist. Bitter. Statt­dessen Fall­rück­zieher Leon Goretzka. Wusste gar nicht, dass es auch dafür einen Muskel gibt.

90. +4

Jetzt werden sie natür­lich wieder kommen, die Stimmen, die for­dern: Löw raus!

19.51 Uhr

Und dann ist es vorbei! Eng­land gewinnt ein K.O.-Spiel gegen Deutsch­land. In Wem­bley. Und das, obwohl sie mal wieder keinen ein­zigen Elf­meter ver­wan­delt haben. Ver­rückt.

19:54 Uhr

Das war es also, das letzt von 198 Län­der­spielen mit Joa­chim Löw als Bun­des­trainer. Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: 150 hät­ten’s auch getan.

19:56 Uhr

Ande­rer­seits: Es isch scho au knapp gewesen, gegen die Eng­länder, sam­mermal…

19:57 Uhr

Singen sie jetzt echt Sweet Caro­line“ von DJ Ötzi??? Das ist dreist!

20:11 Uhr

So, fassen wir die Sache mal zusammen. Joa­chim Löw hat die Mann­schaft im Sommer 2006 über­nommen, damals gab es zwar ob der WM große Euphorie, doch die Mann­schaft war von der inter­na­tio­nalen Spitze weiter ent­fernt als Bas­tian Schwein­s­teiger von einem elo­quenten TV-Experten. Jeden­falls hat Joa­chim Löw diese Mann­schaft genommen, ihr eine neue Iden­tität ver­passt, junge Spieler, die mit dem Ball mehr machen wollten, als nur die Scheiße aus ihm heraus zu prü­geln, nicht nur ein­ge­baut, son­dern umarmt, ihnen Ver­ant­wor­tung über­tragen, sich auf sie ver­lassen, ich denke an Mesut Özil, an Mats Hum­mels, an Toni Kroos, an Jerome Boateng, an Spieler eben, die es so in Deutsch­land vorher nicht gab. Aber ich denke auch an die­je­nigen, die er nicht hat hängen lassen, die er immer wieder auch gegen den Willen der Öffent­lich­keit mit­ge­nommen hat, an Lukas Podolski, an Miro Klose. Alle zusammen hat er zu einer Mann­schaft geformt, die nicht irgendwie erfolg­reich war, son­dern mit gutem Fuß­ball, die ihre Gegner manchmal herz­zer­reis­send toll an die Wand spielte, die Tore schoss, die zwar zunächst immer wieder kurz vor Schluss schei­terte, die am Ende aber, 2014, dafür belohnt wurde, nicht von ihrem Stil abge­rückt zu sein, mit einem Jahr­hun­dert­spiel gegen Bra­si­lien, mit einem Welt­meis­ter­titel. Das Pro­blem für Löw und uns und seine Jungs: Im Satz, den ich eben geschrieben habe, standen zwei Worte, an“ und Ende“, der WM-Titel, so dachten wir alle, wäre das per­fekte Ende für Löw als Bun­des­trainer gewesen. Doch Löw wollte nicht auf­hören, als es am schönsten war, er blieb, bis es nicht mehr ganz so schön war (2016) und dann auch noch, als es über­haupt nicht mehr schön war, son­dern ziem­lich beschissen, 2018 näm­lich, als eine bes­sere Zweit­li­ga­truppe seine geal­terten Welt­meister dreist und vor den Augen der Welt­öf­fent­lich­keit der Lächer­lich­keit preisgab. Er klam­merte sich an seinen Job, wirkte bera­tungs­re­sis­tent, der DFB, so schien es, ließ ihn trotzdem ein­fach mal machen, er war ja der Jogi, der Welt­meis­ter­trainer, etwas schrullig viel­leicht, aber er wusste doch, wie es theo­re­tisch funk­tio­niert. Nun, es hat nicht funk­tio­niert, auch bei diesem Tur­nier nicht. Und nun sitze ich hier vor der Redak­ti­ons­glotze, allein und ver­schwitzt, und weiß auch nicht so recht. Bin ich traurig? Hat Löw so ein Ende ver­dient? Werden wir ihn ver­missen, sobald Hansi Flick die Truppe wieder in eine eis­kalte Gewin­ner­ma­schine ver­wan­delt hat? Keine Ahnung. Was ich weiß: In den kom­menden Wochen und Monaten und Jahren werde ich ab und zu an ihn, also Löw, denken, an die guten Momente und an die schlechten. Und wenn es nur beim Popeln ist.

20:14 Uhr

Ein letzter dummer Popel­witz auf Jogis Kosten. Schnüff.

20:20 Uhr

Immerhin trägt Boateng einen schi­cken Drei­teiler. Falls du das hier liest, lieber Kevin-Prince: Wenn du später Zeit hast, ich bräuchte eine Schulter zum Aus­heulen.

20:23 Uhr

Neuer wird im Inter­view gezeigt, aber er kann die Sache auch nicht wirk­lich erklären, wer könnte das schon?, wirft wild Worte und Namen durch den Raum, Havertz, Werner, Müller, redet im Kon­junktiv, wenn, hätte, wäre, ist dabei aber kaum zu ver­stehen, weil es im Sta­dion noch immer so laut ist, und weil ich ihn auch gar nicht ver­stehen will. Schwein­s­teiger ver­sucht die unan­ge­nehme Stim­mung zu retten, macht aber alles noch unan­ge­nehmer, setzt zur Lobes­hymne auf Neuer an, sagt, er sei der beste Tor­hüter des Tur­niers“ gewesen, man müsse auf seine Kör­per­sprache achten, und noch mehr wirres Zeug, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Noch ein biss­chen unpas­sender, und er macht meinem Abi­ball-Anzug Kon­kur­renz.

20:30 Uhr

Nun Joa­chim Löw. Scho au traurig, sam­mermal, scho au bitter, sam­mermal. Immerhin ist es im Sta­dion jetzt ruhig, seine Worte sind klar und deut­lich zu hören. Sagt, nor­ma­ler­weise würde Müller aus so einer Chance auch ein Tor machen, dabei wissen wir doch alle, dass nor­ma­ler­weise“ in Bezug auf Müller und Euro­pa­meis­ter­schaften eben bedeutet, dass er das Tor nicht macht. Aber ist ja irgendwie auch egal, eine Klei­nig­keit, tri­vial sogar, genau wie die nicht so richtig über­ra­schende Fest­stel­lung von Löw, dass die Trau­rig­keit nun über­wiegen würde. Dann aber das: Bereuen sie was?“, fragt Wellmer. Was?“, fragt Löw. Und das fasst die Sache wahr­schein­lich am besten zusammen.

20:36 Uhr

Löw, er sagt Dan­ge­schön“, mit seinem dünnen Löw-Stimm­chen, von dem wir uns noch gar nicht vor­stellen können, es bald nicht mehr nach jedem Län­der­spiel zu hören. Ver­ab­schiedet sich dann mit einem Lächeln und ver­schwindet. Er wird daran nicht zer­bre­chen, so klingt es, so sieht es aus. Und mit dieser dann doch tröst­li­chen Erkenntnis ver­ab­schiede auch ich, der schon an ganz anderen Sachen nicht zer­bro­chen ist, zum Bei­spiel etwa 412 Mal am Tür­rahmen, wenn ich mit dem kleinen Zeh volle Kanne dagegen gerannt bin, mich. Grämt euch nicht, das Leben geht weiter, die Eng­länder waren viel­leicht auch ein­fach mal an der Reihe. Bezie­hungs­weise: Scho au nicht unver­dient, all das. Bezie­hungs­weise: Dan­ge­schön. Sam­mermal.