Mit dem Ham­burger SV ver­hält es sich wie mit der Welt­un­ter­gangsuhr: Es ist zwei­ein­halb vor Zwölf.

Dorthin haben die Wis­sen­schaftler des Doomsday Clock“-Gremiums den Zeiger auf der Uhr der glo­balen Kata­strophe vor­ge­dreht, nachdem die neu­esten Ankün­di­gungen von Donald Trump ana­ly­siert worden waren. Nur als die USA und die Sowjet­union 1953 die ersten Was­ser­stoff­bomben tes­teten, zeigte die Uhr noch näher gen Unter­gang.

Nie war der HSV schlechter

Würden die Wis­sen­schaftler den Ham­burger SV ana­ly­sieren, sie kämen wohl zu einem ähn­li­chen Ergebnis. Die Fakten: 13 Punkte aus den ersten 18 Spielen ist das schlech­teste Ergebnis der Ver­eins­his­torie. Sogar in den Rele­ga­ti­ons­sai­sons 2013/14 (16 Punkte) und 2014/15 (17 Punkte) stand Ham­burg besser dar. Nur eins von zehn Aus­wärts­spielen wurde gewonnen und seit dem dritten Spieltag steht der Ham­burger SV auf einem der letzten drei Plätze.

Sicher­lich machte der Schwung zum Ende des Kalen­der­jahres Mut. Drei Siege aus den letzten vier Spielen bedeu­teten den Anschluss an die Nicht-Abstiegs­plätze. Diesen Vor­teil ver­spielte der Tabel­len­sieb­zehnte am Samstag in Ingol­stadt.

Eine dra­ma­ti­sche Situa­tion

Wir haben heute gesehen wie Abstiegs­kampf geht – beim Gegner“, jovi­alte Sport­di­rektor Jens Todt nach Spiel­schluss ins Mikrofon. Und hielt fest: Das war eine der schlech­testen Leis­tungen der Saison. Es ist eine dra­ma­ti­sche Situa­tion.“ Nun mag man Todt zugu­te­halten, dass er beim 0:3 gegen Frank­furt und Köln noch nicht in Amt und Würden war. Und auch das 1:3 in Mainz oder das 0:4 gegen Leipzig vor seiner Amts­zeit lagen. Trotzdem hat Todt recht.