Anzeige
Präsentiert von VW

50 Jahre Frauenfußball

Seite 2: Platzproblem? Kein Problem!

Seit Jahren feuert sie die Profis im Grün­walder Sta­dion an und gehört zum Löwen­rudel“, der Lauf­gruppe des Ver­eins. Trotz seiner Pro­fes­sio­na­lität habe der Club sehr fami­liäre Struk­turen. Ende ver­gan­genen Jahres fasste sich Vroni“ ein Herz und ging auf Roman Beer und Viola Ober­länder, Ver­eins­ma­na­gerin beim TSV, zu. Bereits in einem ersten Gespräch wurde die pro­ble­ma­ti­sche Platz­si­tua­tion offen dar­ge­legt, doch aus­drück­lich darauf hin­ge­wiesen, dass einer Frau­en­mann­schaft nichts im Weg stünde, wenn sich ein Trai­ningsort und Ver­ant­wort­liche fänden. Anlass genug, um sich auf eigene Faust auf die Suche nach Platz, Team­kol­le­ginnen und wei­teren pflicht­be­wussten und enga­gierten Organisator*innen zu machen.

Was im Früh­jahr 2020 geschah, war die ergän­zende glück­liche Fügung: Der DFB änderte die Lizen­sie­rungs­be­din­gungen für Nach­wuchs­leis­tungs­zen­tren. Ab dem 01. Juli 2020 sollten alle an der Grün­walder Straße vor­han­denen und nicht von der Pro­fi­mann­schaft genutzten Plätze exklusiv für die Jugend­mann­schaften reser­viert bleiben. Mit dieser Rege­lung galt das Trai­nings­ge­lände als über­lastet: Es musste sich gemeinsam mit der Stadt Mün­chen auf die Suche nach neuen Trai­nings­mög­lich­keiten für die Ama­teur-Löwen gemacht werden. Und Beer erin­nerte sich, dass Vero­nika See­mann im Herbst 2019 mit ihrem Anliegen an ihn her­an­ge­treten war: Bei der Platz­an­frage an die Stadt habe ich die Frauen auch gleich mal mit rein­ge­schrieben.“

Noch bevor sich die Frage nach den Trai­nings­plätzen geklärt hatte, hatte Vero­nika See­mann alles Nötige zusammen, um in den Frau­en­fuß­ball­be­trieb ein­zu­steigen.

Die Mann­schaft? Ein wilder Mix!

Was auch an Silke Deh­ling und Hannah Conrad liegt. Beide haben selber Fuß­ball gespielt, beide sind Löwen­fans, beide wollen genau wie See­mann für den Frau­en­fuß­ball im Verein ein­stehen. Die Ver­ant­wor­tung für die Sparte Frau­en­fuß­ball“ über­nehmen sie gern. Einer­seits, weil Fuß­ball ein­fach der geilste Sport ist“, sagt Conrad, auf der anderen Seite, weil 60 mein Verein ist, seitdem ich denken kann.“ Sie wolle auch admi­nis­tra­tive Auf­gaben über­nehmen. Auch? Ja. Denn die Spar­ten­lei­te­rinnen orga­ni­sieren nicht nur, sie sind Teil des Teams. Es war uns wichtig, dass wir eine Mann­schaft sind und nicht irgend­welche Leute alles managen“, erklärt Conrad.

Es ist ein großer Balance-Akt, den die Drei aktuell leisten: Es müssen orga­ni­sa­to­ri­sche Pflichten erfüllt werden, die eigene Trai­nings­be­tei­li­gung darf nicht dar­unter leiden, aber auch die haupt­be­ruf­li­chen Tätig­keiten müssen wahr­ge­nommen werden. See­mann, Deh­ling und Conrad sind daher sehr froh, dass sie sich die Fülle der Auf­gaben teilen können, sie beschreiben es als posi­tiven Auf­wand“.

Gemeinsam wurden auch die rest­li­chen Team­mit­glieder zusam­men­ge­trom­melt, die seit August sowohl in Ober­gie­sing als auch Freiham trai­nieren. Alle Spie­le­rinnen sind große Löwen­fans und kennen sich aus unzäh­ligen Besu­chen im Grün­walder Sta­dion. Doch neben dieser ver­ei­nenden Gemein­sam­keit gibt es auch auf­fäl­lige Unter­schiede: Wäh­rend die einen gerade mit 19 Jahren ein Stu­dium anfangen, sind andere bereits berufs­tä­tige Mütter in ihren 30ern. Wäh­rend die einen zum ersten Mal über­haupt einen Ball am Fuß haben, spielten andere bereits in der Bezirks­liga oder der baye­ri­schen Aus­wahl­mann­schaft.