Der Jour­na­lismus ist ein schnell­le­biges Geschäft, was ges­tern noch ein harm­loser Urlaub war, taugt heute für welt­weite Schlag­zeilen. Als wir uns vor drei Wochen zum Inter­view mit Manuel Neuer ver­ab­re­deten, spra­chen wir mit ihm über die Corona-Krise, den Kon­kur­renz­kampf im Bayern-Tor und die Pläne für die nächsten Jahre. Neuer wirkte nach einer her­aus­ra­genden Saison selbst­be­wusst und ohne jeden Zweifel, dass er auch in den nächsten Jahren die Nummer 1 bei den Bayern und in der Natio­nalelf sein wird. 

Dass er nach Redak­tions- und Druck­schluss in die Schlag­zeilen geraten würde, weil er im Urlaub in Kroa­tien den Refrain eines Gas­sen­hauers eines ultra­na­tio­na­lis­ti­schen Sän­gers mit­sang, war da nicht zu erahnen. Zu dem Lied und dem Video, das den mit­sin­genden Neuer zeigt, gab es nur kurze Erklä­rungen des Manage­ments. Wir hätten ihn dazu gerne noch befragt, aber zu diesem Zeit­punkt liefen die Druck­ma­schinen schon. Das ist bedau­er­lich. Wir hoffen, dass sich als­bald noch einmal die Gele­gen­heit für ein Gespräch ergibt.

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