Seite 2: „Da ist die Tür“

Denn sie wussten, was sie tun.
Hadern quasi alle anderen abstiegs­be­drohten Ver­eine mit dem sport­li­chen Über­leben min­des­tens so sehr, wie mit den eigenen Ansprü­chen, so sieht das im Erz­ge­birge ganz anders aus. Aue ist der ein­zige Verein, der von Anfang an gegen den Abstieg spielte und diese Situa­tion kennt. Schon ab dem ersten Spieltag zählte man Punkte, die am Schluss sicher noch wichtig sein würden. Als alle anderen Mann­schaften in der Rück­runde schwä­chelten, hauten die Veil­chen acht Spiele ohne Nie­der­lage raus, standen auf Platz acht und waren so gut wie gerettet. Das war am 29. Spieltag. Seitdem holte man nur noch einen Punkt und hat nun ein End­spiel in Darm­stadt, aber das wusste man ja vorher.

Glück­wunsch zum Zehn­jäh­rigen, da ist die Tür!“
Torsten Lie­ber­knecht ist Ein­tracht Braun­schweig. Genau an diesem Wochen­ende ist er zehn jahre im Amt. Was für eine Zahl in Zeiten des modernen Fuß­balls. Er schrieb Ver­ein­ge­schichte und war den­noch Ende Januar diesen Jahres so gut wie weg. Mit einem 3:1 in Aue ret­tete Lie­ber­knecht seinen Job. Vor­erst. Von allen Abstiegs­kan­di­daten hat Braun­schweig die wenigsten Siege auf dem Konto. Im letzten Spiel geht es gegen den sicheren Dritten Kiel. Zahl­reiche Fuß­ball­ex­perten sind sich sicher, dass sie sich nicht sicher sind, ob das ein Vor­teil oder Nach­teil ist. So oder so scheinen die Tage des Torsten Lie­ber­knecht an der Ham­burger Straße gezählt und allein das ist schade.

Der HSV der Zweiten Liga
Wenn man eine Mann­schaft mit der zweiten Liga ver­bindet, dann ist es Greu­ther Fürth. Am letzten Spieltag könnte sich der Dino der Zweiten Liga aber nach 1024 Spielen im Unter­haus aus sel­bigem ver­ab­schieden. Fürth steht vor drei Pro­blemen. Man muss gegen den direkten Kon­kur­renten aus Hei­den­heim ran. Man ist die schwächste Aus­wärts­mann­schaft und das Spiel ist in Hei­den­heim. Dazu kommt noch die feh­lende Form, denn man hat seit fünf Spielen nicht gewonnen. Trainer Damir Buric will All-In gehen“. Muss er auch, denn eine zweite Liga ohne Fürth ist schwer vor­stellbar.