Seite 4: Nur Phrasendrescherei

Zur Behe­bung dieses Miss­standes emp­fiehlt Zukunft Fuß­ball“ eine Anpas­sung der Lizen­sie­rungs­ord­nung, die Ver­bind­lich­keit und Über­prüf­bar­keit garan­tiert. Außerdem müssten Struktur und Beset­zung dieses Dia­logs ver­bind­lich gere­gelt werden und auch in den Sta­tuten für die 3. Liga ver­an­kert werden

Die neue Kom­mis­sion Fans & Fan­kul­turen“

Als Lösungs­an­satz werden bun­des­weite Dialog-For­mate vor­ge­schlagen, in denen Zuschauer*innen und Fan­grup­pie­rungen ihre Inter­essen vor­tragen können. Diese müssten kon­ti­nu­ier­lich neu- und wei­ter­ent­wi­ckelt werden. So auch die bereits bestehende AG Fan­kul­turen“, die struk­tu­rell unter­halb der DFB-Kom­mis­sion Prä­ven­tion & Sicher­heit & Fuß­ball­kultur“ ange­sie­delt ist.

Die AG Fan­kul­turen“, deren Geschäfts­füh­rung der DFL obliegt, habe das Pro­blem, dass sie der­zeit ledig­lich als Bera­tungs- und Kom­pe­tenz­gre­mium“ ver­standen werde, nicht aber als mit­ent­schei­dendes Organ. Dar­über hinaus seien nicht alle bun­des­weiten Fan­or­ga­ni­sa­tionen in der AG ver­treten. Zukunft Pro­fi­fuß­ball“ schlägt des­halb eine eigen­stän­dige DFB-Kom­mis­sion Fans & Fan­kul­turen“ vor, die den anderen 26 DFB-Kom­mis­sionen hier­ar­chisch gleich­ge­stellt ist.

Die neue Kom­misson Fans & Fan­kul­turen“ soll bei allen DFB- und DFL-Ent­schei­dungen, die mit­telbar oder unmit­telbar Fans und/​oder Fan­kul­turen betreffen“, berück­sich­tigt und ein­be­zogen werden. Unter­halb der Kom­mis­sion müssten zudem noch ein­zelne AGs ent­stehen, die die Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Ver­bänden, Klubs und Fans ver­bind­li­cher, effek­tiver und ziel­ge­rich­teter gestalten.

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DFL-Geschäfts­führer Chris­tian Sei­fert unter­hält sich mit DFB-Prä­si­dent Fritz Keller.

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Ob Sei­ferts Rede von Demut bloß Phra­sen­dre­scherei war, wird sich auch daran messen lassen müssen, ob sich die Ver­bände und Klubs künftig ernst­haft mit den Belangen der Fans aus­ein­an­der­setzen werden. Viel­leicht bleibt aber auch alles so, wie es ist. Und von einem Sin­nes­wandel will nach Corona keiner mehr etwas gewusst haben.