Ein Spiel noch, dann geht der Plan der Hertha-Ver­ant­wort­li­chen auf: Nach einer per­fekt geplanten Saison, die sogar die maximal Aus­rei­zung der heiß­be­gehrten Fern­seh­gelder vorsah, wird sich Hertha BSC heute gegen den krassen Außen­seiter aus Düs­sel­dorf durch­setzen und am Ende sou­verän den Ver­bleib in der ersten Liga sichern. Und natür­lich haben Manager Michael Preetz und Co. auch schon die Fei­er­lich­keiten danach geplant.

11FREUNDE liegen die geheimen Par­ty­pläne der Ber­liner exklusiv vor. Diese offen­baren: Diese Saison der Tief­punkte endet in einem kol­lek­tiven Höhe­punkt.

Abfahrt Düs­sel­dorf-Rhein­sta­dion: 22:30 Uhr
Ziel: Köln-Geiß­bock­heim

Los geht die Par­ty­ka­ra­wane in Rich­tung andere Rhein­seite: Der Hertha-Bus startet unmit­telbar nach Spiel­schluss in Rich­tung Kölner Geiß­bock­heim, der Heimat des Abstei­gers 1. FC Köln. Vor Ort hat Manager Michael Preetz alle Hebel in Bewe­gung gesetzt und die Pyro­freunde der Wilden Horde“ für etwas Feu­er­werk und Sup­port für den ver­dienten Nicht­ab­stieg ange­heuert. Anschlie­ßend gibt es erste Teil­chen­be­schleu­niger an der Hausbar von FC-Ver­tei­diger Miso Brecko, auch Sla­womir Peszko wird anwe­send sein und ein paar lau­nige Internas aus der Chaos-Saison des Rivalen zum Besten geben.

Abfahrt Köln-Innen­stadt: 01:45 Uhr
Ziel: Flug­hafen Köln-Bonn

Auf geht’s zum Flug­hafen. Schließ­lich wartet die Char­ter­ma­schine. Auf dem Weg wird es eine Stand­lei­tung vom Ver­eins­handy aus nach Hof­fen­heim geben. Scherz­an­rufe bei Markus B. aus­drück­lich erwünscht. Manager Preetz hat sich den Mons­ter­klopper über­legt. Mit tiefem Bariton will er seinen Ex-Kumpel mit den Worten begrüßen: Grüße dich Markus, Dieter Hoeneß hier. Ich steige nächstes Jahr wieder bei der Hertha ein und wollte mal fragen…“ Lach­ga­rantie: 99 Pro­zent!

Abflug Flug­hafen Köln-Bonn: 02:30 Uhr
Ziel: Flug­hafen Berlin-Bran­den­burg

Das kann nur die Hertha: Durch inten­sive Nega­tiv­be­richt­erstat­tung in den Medien läs­tern alle über den angeb­lich nur halb­fer­tigen Groß­flug­hafen Berlin-Bran­den­burg“. Doch mit Jam­mern hält man sich in bei der Hertha schon lange nicht mehr auf, da wird gehan­delt. Des­wegen fliegt die Char­ter­ma­schine ziel­strebig den fast-fer­tigen Flug­hafen an und die Mann­schaft ent­steigt ein­fach per Fall­schirm. Das kann einer­seits als Remi­nis­zenz an die alli­ierten Sie­ger­mächte gelten, passt aber genauso gut zur Mann­schaft, die wäh­rend der Saison über 36 Spiele gezeigt hat, das sie voll auf Action steht. Plus­punkt außerdem: Inten­sives Team­buil­ding. Vor allem das Duo Lel­l/Ben-Hatira kann hoch über der Stadt noch einmal die wich­tigsten Dinge aus­dis­ku­tieren

Abfahrt: Flug­hafen Berlin-Bran­den­burg: 04:00 Uhr
Ziel: Karl-Marx-Allee


Nachdem Reh­hagel-Intimus Rolf Töp­per­wien den Mil­lionen erwar­tungs­freu­digen Hertha-Frö­schen über die mit­be­brachte Laut­spre­cher­an­lage mit gut abge­han­genen Anek­doten ein­ge­heizt hat, betritt die Mann­schaft nach und nach Ber­liner Boden. König Otto wird mit einer Kut­sche von seiner Beate emp­fangen und in einen Her­me­lin­pelz gehüllt, für Manager Preetz steht ein weißer Schimmel bereit, die Mann­schaft reitet in einem Konvoi aus alten Maul­tieren durch das Flug­hafen-Foyer. Anschlie­ßend Ein­tra­gung ins gol­dene Buch der Stadt. Bür­ger­meister Klaus Wowe­reit lässt sich ent­schul­digen, er wird ver­treten durch den heim­li­chen ersten Mann der Stadt: Rolf Eden. Anschlie­ßend Wei­ter­ritt auf die Karl-Marx-Allee im Osten der Stadt. Hier, auf der herr­li­chen Pracht­straße aus DDR-Zeiten, warten Mil­lionen Arbeits­lose, Raver und Erasmus-Stu­denten sehn­süchtig auf die Parade der Mann­schaft im offenen Dop­pel­de­cker-Trabbi in Rich­tung Alex­an­der­platz. Diverse Promis (u.a. Ralf Roc­chi­giani, Jenny Elvers, Jimi Blue Och­sen­knecht) grüßen von den groß­zü­gigen Bal­konen der ehe­ma­lige Kader­woh­nungen. Das Motto der Parade: You party hard, we party Hertha.

Abfahrt Alex­an­der­platz: 06:30 Uhr
Ankunft: Bran­den­burger Tor


Das vor­läu­fige Finale am Bran­den­burger Tor: Sol­daten der ehe­ma­ligen Besat­zungs­mächte setzen ab 06:30 Uhr halb­stünd­lich Salut­schüsse in Rich­tung auf­ge­hende Ber­liner Mor­gen­sonne. Star­gast David Has­sel­hoff prä­sen­tiert die Hertha-Sai­son­hymne Affen looken for Frieden“, anschlie­ßend spielt Frank Zander die Extended-Ver­sion des Gas­sen­hauers Nur nach Hause…“ (Gesamt­dauer: drei Stunden, 24 Minuten). Michael Preetz hat kurz­fristig ver­fügt, dass die ganze Stadt am Mitt­woch frei hat. Diesen Abend soll nie­mand in ganz Berlin ver­gessen. Zum fei­er­li­chen Abschluss tritt tat­säch­lich Markus Babbel auf das Podium. Arm in Arm mit Dieter Hoeneß, Michael Skibbe und Lucien Favre rezi­tiert er die legen­däre Rede von US-Prä­si­dent John F. Ken­nedy und schließt mit den Worten: Ich bin ein Ber­liner.“ Anschlie­ßend alle bis Anfang Juli ins Berg­hain.