Seite 2: Verbesserungen in der B-Note

Aber es sind weniger die bisher erfreu­li­chen Ergeb­nisse, die die Bewäl­ti­gung der ent­täu­schenden Euro­pa­meis­ter­schaft erheb­lich beschleu­nigt haben. Es sind vor allem die Ver­bes­se­rungen in der B‑Note: Unter Flick sind die Sinne wieder geschärft worden. Es ist eine neue Klar­heit ein­ge­zogen, nachdem die Dinge zuvor eher so ihren Lauf genommen hatten.

Flick ist in den ersten Wochen deut­lich prä­senter gewesen, als es Löw je war. Er war bei etli­chen Spielen live vor Ort, selbst jen­seits von Stutt­gart und Frei­burg. Er hat den Kon­takt zu den Bun­des­li­ga­klubs inten­si­viert und für die nächsten Monate ange­kün­digt, seine Spieler auch in der län­der­spiel­freien Zeit weiter zu betreuen.

Die rich­tige Musik ist der Rie­sen­ap­plaus von den Fans“

Oliver Bierhoff

Diese Liebe zum Detail ist Löw in den letzten Jahren als Bun­des­trainer weit­ge­hend abge­gangen. Davon wird bei der offi­zi­ellen Ver­ab­schie­dung selbst­ver­ständ­lich keine Rede sein. Es ist schon wichtig, dass wir ihm diesen Rahmen geben“, hat Oliver Bier­hoff erklärt und zur Pro­gramm­ge­stal­tung gesagt: Die rich­tige Musik ist der Rie­sen­ap­plaus von den Fans.“

Exakt 135 Tage sind seit Löws letztem Auf­tritt als Bun­des­trainer ver­gangen. Am Tag nach der Nie­der­lage gegen Eng­land gab er in Her­zo­gen­au­rach noch einmal eine Pres­se­kon­fe­renz. Neben ihm saß Oliver Bier­hoff, der 17 Jahre zuvor mit Löw beim DFB ange­fangen hatte. Ein Wort des Dankes für alles oder die Wür­di­gung seiner Ver­dienste kam Bier­hoff nicht über die Lippen.

Dieser Artikel erscheint im Rahmen unserer Koope­ra­tion mit dem Tages­spiegel.

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