Andreas Köpke, wel­chen Stel­len­wert nimmt Manuel Neuer als Tor­wart in der Fuß­ball­ge­schichte ein?
Manuel Neuer hat mit seiner Spiel­weise das Tor­wart­spiel auf eine andere, höhere Ebene gehoben. Die Posi­tion des Tor­hü­ters hat dadurch enorm an Bedeu­tung gewonnen und einen höheren Stel­len­wert bekommen. Ganz typisch für sein Spiel war das WM-Ach­tel­fi­nale 2014 gegen Alge­rien.

Was macht ihn aus Ihrer Sicht so her­aus­ra­gend, dass er bereits vier Mal zum Welt­tor­hüter gewählt wurde?
Manuel ist ein kom­pletter Tor­wart, der eine unglaub­liche Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit besitzt und auch nach Ver­let­zungen, ohne lange Anlauf­zeit, schnell wieder auf Top-Niveau spielt.

Was hat er Ihnen – zu Ihrer aktiven Zeit – im Tor­wart­spiel voraus?
Seine fuß­bal­le­ri­schen Fähig­keiten hätte ich schon gerne gehabt, aber das wurde zu meiner Zeit auch so in der Form nicht von einem Tor­hüter ver­langt.

Fällt Ihnen eine Anek­dote aus Ihrer lang­jäh­rigen Zusam­men­ar­beit bei der Natio­nal­mann­schaft ein, die den Men­schen respek­tive den Sportler Manuel Neuer illus­triert?
Vor dem Elf­me­ter­schießen im Vier­tel­fi­nale bei der Euro­pa­meis­ter­schaft 2016 gegen Ita­lien ist Manuel nochmal in die Kabine gelaufen und kam sogar zur Ansprache vom Bun­des­trainer zu spät. Ich weiß bis heute nicht, was er dort genau gemacht hat. (Lacht.)

Und welche Seite von Manuel Neuer ist der Öffent­lich­keit weithin unbe­kannt?
Von meiner Seite bleibt diese auch wei­terhin unbe­kannt. (Zwin­kert.)