Seite 3: Hose runter, Trainer weg

Alle Hash­anis fliegen (raus)
Nehmt euch ein Bei­spiel an eurem Bruder, hat Mama Hashani stets gepre­digt. Frag­lich aller­dings, ob sie auch mit der end­gül­tigen Trag­weite ihrer For­de­rung gerechnet hatte. Immerhin taten die Brüder Alban, Albin und Arlind wie ange­tragen und hielten zusammen, auch gegen die Unwäg­bar­keiten der (Fußball-)Welt. Und so bewiesen die drei Spieler des Bezirks­li­gisten FC Tiengen fami­liäre Geschlos­sen­heit, als sie wäh­rend der Partie beim SV Weil II alle­samt mit gelb-roten Karten des Feldes ver­wiesen wurden. 

Oder müssen wir den Fall ganz anders denken? Steckt in Wahr­heit Mama Hashani hinter dem kuriosen Triple-Platz­ver­weis? Denkbar wäre schließ­lich auch fol­gendes Sze­nario:

Mama Hashani: Jungs, denkt dran, nächsten Samstag brauche ich eure Hilfe!“

Brüder Hashani: Aber Mama. Da spielen wir gegen den FC Steinen-Höll­stein! Wir haben dem Trainer ver­spro­chen, ihm zu helfen!“

Mama Hashani: Nix da! Ihr helft mir! Lasst Euch was ein­fallen! Ihr seid doch sonst so schlau!“

Kla­ren­thal im freien Fall
Die Dr. Jekyll und Mr. Hyde“-Medaille in Gold geht in dieser Woche an den SV Kla­ren­thal aus dem Saar­land. Am Ende der Hin­runde noch mit vier Punkten Vor­sprung Tabel­len­führer der Ver­bands­liga Süd­west, hagelte es in der Rück­runde eine Tracht Prügel nach der anderen. Bei bisher neun gespielten Par­tien steht die Bilanz nach der Win­ter­pause bei drei Punkten und 9:91 Toren. Allein die letzten fünf Resul­tate lesen sich wie die Blut­druck­werte einer toten Feld­maus. 0:8, 0:18, 0:8, 0:18 und 2:18.

Hoff­nung auf Bes­se­rung besteht trotz der zuletzt geschos­senen zwei Tore nicht. Denn die Ergeb­nis­la­wine kommt nicht von unge­fähr. Die Mann­schaft der Rück­runde ist im Gegen­satz zur Hin­runde nicht nur ein­fach nicht mehr wie­der­zu­er­kennen, son­dern schlichtweg eine kom­plett andere. Denn wegen aus­ste­hender Gehalts­zah­lungen hatte das in der Vor­runde noch so bra­vourös auf­spie­lende Team kom­plett den Rückzug ange­treten. Ein­ziger Trost für die Kla­renthaler: Der Abstiegs­platz ist dank der guten Hin­runde 35 Punkte ent­fernt, der Klas­sen­er­halt gesi­chert. Und eine Tor­dif­fe­renz von aktuell 56:106 Toren hat auch nicht jeder Tabellen-Sechste.

Hose runter, Trainer weg
Spieler lassen Hosen runter, Coach nimmt seinen Hut“, titelte in dieser Woche fupa​.net“. Was ist da nur pas­siert, beim MSV Pampow in der Ver­bands­liga Meck­len­burg-Vor­pom­mern? Ganz ein­fach: Sie­ges­trunken vom 5:1‑Auswärtserfolg beim FSV Ein­heit Uecker­münde posierten einige Pam­power Spieler mit her­un­ter­ge­las­sener Hose vor einem Orts­ein­gangs­schild der Lan­des­haupt­stadt Schwerin und pos­teten das Kunst­werk in einem nächsten, logi­schen Schritt auf Face­book.

Zur Über­ra­schung aller Betei­ligten konnte das Bild dort von aller Welt betrachtet werden. So dau­erte es nicht sehr lange, bis auch die Spon­soren des Ver­eins auf diese eigen­händig initi­ierte Pam­power Image­kam­pagne auf­merksam wurden und inter­es­siert beim Verein nach­zu­fragen begannen. Das Foto wurde anschlie­ßend gelöscht, ob und wie die Spieler bestraft werden, steht noch nicht fest. Trainer Arne Dan­kert wollte diesen Pro­zess der­weil nicht länger abwarten, über­nahm die Ver­ant­wor­tung“ und also seinen Hut. Ob ihm seine Spieler zum Abschied mit ihren blanken Hin­ter­teilen salu­tierten, ist nicht über­lie­fert.