Die Über­ra­schung des Tages: Sie wollen sich tat­säch­lich bewerben. Irak und Jor­da­nien planen, sich um die Aus­rich­tung der WM 2014 zu bewerben. Dabei sollte man denken, dass dort im Moment mit Selbst­mord­at­ten­tä­tern und Ent­füh­rungen andere Sorgen vor­herr­schen.

Eine Dele­ga­tion der poten­ti­ellen Bewerber ist jetzt in Eng­land, dort wollen sie sich beraten lassen. Zum einen haben sich die Eng­länder erfolglos um die WM 2006 beworben, zum anderen läuft die Bewer­bung Lon­dons um die Olym­pi­schen Spiele 2012. Fach­män­ni­schen Rat sollte man dort also bekommen.

Den Ver­ant­wort­li­chen ist schon klar, das sich in ihrer Heimat viel tun muss bis zu einer Bewer­bung, doch startet diese erst in circa vier Jahren, und bis dahin hoffen die beiden Nach­barn im Nahen Osten auf dras­ti­sche Ver­än­de­rungen und vor allem Ver­bes­se­rungen der Struk­turen im eigenen Land.

Mächtig Rücken­wind erhielten die kom­menden WM-Anwärter durch die jüngsten Erfolge gerade des ira­ki­schen Natio­nal­teams. Nicht nur, dass sie sich in Asien für das Olym­pi­sche Tur­nier qua­li­fi­zierten, dar­über hinaus errangen sie in Athen auch noch einen respek­ta­blen vierten Platz.

Die nächsten beiden WM-Tur­niere sind bereits nach Deutsch­land und Süd­afrika ver­geben und wenn man es sport­lich, poli­tisch und kul­tu­rell betrachtet, wird es 2014 höchste Zeit für eine Welt­meis­ter­schaft im Nahen Osten.

Zwar gibt es bis dahin viel zu tun, aber der eng­li­sche Guar­dian“ ver­wies zum Bei­spiel auf die Bewer­bung Chiles für das Tur­nier 1962. Die Kon­kur­renten warben damals damit, dass sie alle Vor­aus­set­zungen erfüllen könnten, schon weit vor dem Tur­nier. Weite Teile Chiles wurden hin­gegen zuvor durch ein Erd­beben zer­stört. Die Chi­lenen warben damit, dass sie nichts hatten.

Chile gewann damals die Bewer­bung und rich­tete das Tur­nier aus.