Seite 2: „Hatten 2008 schon die Holländer hier“

Der Basler St.-Jakobs-Park ist mit einer Kapa­zität von 38.000 Plätzen kleiner als 19 Arenen in der Pre­mier League. Doch ist das kein Grund für Liver­pool-Fans, sich die Reise in die Schweiz nicht anzu­treten, immerhin lässt sich in der kleinen Alpen-Metro­pole auch außer­halb der Arena gut feiern. Die Stadt hat umge­hend auf Klopp­sche Ankün­di­gungen reagiert und eilig zwei Public-Viewings ein­ge­richtet.

Bier zum halben Preis
 
Die Schweizer sehen sich somit gerüstet. Ohnehin, ein paar Zehn­tau­send Liver­pooler bringen Peter Howald, Pro­jekt­leiter für das Europa-League-Finale, nicht mehr aus der Ruhe. Wir hatten damals zur Euro­pa­meis­ter­schaft 2008 schon 100.000 Hol­länder hier, das haben wir auch geschafft“, meint Howald. Auch der FC Basel emp­fange regel­mäßig die ganz großen Namen aus Europa.
 
Sorgen sollten sich die ange­reisten Anhänger eigent­lich nur wegen den Preisen machen, die in der Schweiz gerne ähn­lich hoch sind wie die Berge. Aber auch auf dieses Pro­blem haben die Basler eine Ant­wort. Im Mr. Pick­wicks“, dem bekann­testen Pub der Stadt, wird Carls­berg-Bier zum halben Preis aus­ge­schenkt, dafür aber nur in Plas­tik­be­chern. Marc, der in der Fuß­ball-Kneipe hinter dem Tresen steht, ist eben­falls für den FC Liver­pool: Wenn sie gewinnen, müssen wir nochmal mit der Polizei reden, dann machen wir die ganze Nacht auf“.

Gesunder Rea­lismus

Der große Par­ty­crasher könnte aller­dings der FC Sevilla werden: Auch wenn weniger Fans vor Ort sein sollten, die Spa­nier haben gute Chancen auf den dritten Tri­umph in Serie und über­standen die bis­he­rigen Runden sou­ve­räner als das Team von Jürgen Klopp. Unter den Liver­pool-Fans setzt man des­halb auf einen gesunden Rea­lismus und hofft darauf, dass die ent­schei­denden Pro­zente von den eigenen Fans kommen können.

Ralf Leh­mann von den German Reds for­mu­liert das so: Wenn man Dort­mund und Man­chester schlägt, sollte auch Sevilla mög­lich sein.“