Jan Filipzik, wie kam es zu den Ver­zö­ge­rungen beim Spiel am Wochen­ende gegen Vik­toria Köln?
Da kam vieles zusammen: Top­spiel, super Wetter, sonst kein Fuß­ball – da hat uns der Andrang über­rascht, wie man gemerkt hat. Dazu kommt noch, dass wir nicht viele Karten vor­dru­cken, damit mehr Plätze im Vor­ver­kauf erhält­lich sind. So standen viele Zuschauer vor dem Sta­dion und mussten auf unseren Dru­cker warten.


Auf den Dru­cker?
Ja, wir haben genau einen Dru­cker im Sta­dion für Tickets. Und der hat sein eigenes Tempo. Danach müssen die Tickets an die ver­schie­denen Kassen gebracht werden, was auch etwas dauern kann. Wir haben ver­sucht die Pro­zesse zu beschleu­nigen, wo wir nur konnten. Auch ich habe Tickets ver­teilt, damit die Zuschauer schnellst­mög­lich ins Sta­dion kommen.


In den ver­gan­genen Heim­spielen kamen weniger als 2.000 Zuschauer, am Wochen­ende waren es fast 5.000 – hätte der Verein den Andrang nicht erahnen können?
Der Vor­ver­kauf lief gut, aber das ist keine Garantie. Eigent­lich weiß man erst, wie groß der Andrang wirk­lich ist, wenn man die Schlange draußen sieht.


Warum wurde das Spiel nicht später ange­pfiffen?
Ob das Spiel später ange­pfiffen wird, ent­scheidet die Polizei. Die ent­schied sich dagegen und so kamen die letzten Zuschauer erst zur 35. Spiel­mi­nute ins Sta­dion. 


Wie haben die Zuschauer das auf­ge­nommen?
Es blieb ruhig. In sozialen Netz­werken gab es Beschwerden, was ich gut ver­stehen kann. Des­halb ist unser Hin­weis: Immer Tickets im Vor­ver­kauf holen!


Beim nächsten Heim­spiel ist der Tabel­len­fünfte Rot-Weiß Ober­hausen zu Besuch. Wie viele Tickets werden gedruckt?
Das kann ich nicht sagen, denn es hängt von zu vielen Varia­blen ab: Wie wird das Wetter, auf wel­chem Platz sind wir bis dann, auf wel­chem Platz stehen die Gegner, wie läuft der Vor­ver­kauf? Aber so was wie an diesem Wochen­ende pas­siert uns nicht noch mal.