Dirk van Gestel, was machen Sie wäh­rend der EM?
Ich werde nach Ita­lien fahren, um dort meinen Urlaub zu ver­bringen. Für uns Nie­der­länder stehen die Ferien dieses Mal leider an erster Stelle. Wir bereiten uns schon auf die WM 2018 vor.

War Ihr Trip nach Ita­lien schon länger geplant?
Sagen wir es mal so: Ich hätte meinen Urlaub anders gelegt, wenn sich unser Team qua­li­fi­ziert hätte.

Werden die Straßen wieder orange geschmückt?
Nein, nein, es wird nir­gendwo orange zu sehen sein. Deko gibt es nur, wenn wir dabei sind.

Werden die Spiele über­haupt gezeigt?
Auf jeden Fall. In fast jeder Bar. Wir boy­kot­tieren das Tur­nier ja nun nicht.

Wem drü­cken Sie die Daumen?
Ich bin lei­den­schaft­li­cher Anhänger des PSV Eind­hoven. Da wir viele Bel­gier in unserem Kader haben, habe ich für sie Sym­pa­thien. Was aller­dings noch lange nicht heißt, dass ich als Nie­der­länder nun die bel­gi­sche Fahne hissen werde.

Einige bel­gi­sche Fans ver­mie­teten sich wäh­rend der EM 2012 als Fans anderer Teams – für einen guten Zweck. Ist das für Sie auch eine Mög­lich­keit?
Das war ein­malig. Ich will aber nicht aus­schließen, dass auch einige Nie­der­länder auf diese ver­rückte Idee kommen.

In Gedenken an gute gemein­same Fuß­ball­zeiten zeigen wir hier noch einmal das Auf­ein­an­der­treffen eines hol­län­di­schen Grenz­be­amten und deut­schen Fans vor der EM 2000:

Das Inter­view stammt aus unserem EM-Son­der­heft 11FREUNDE #175. Ihr findet es wei­terhin am Kiosk oder bei uns im Shop. Die digi­tale Ver­sion könnt ihr im iTunes- oder Google-Play-Store her­un­ter­laden.