Sascha Gerber, Sie sind Spieler der SG Buna Halle und haben Bas­tian Schwein­s­teiger letzte Woche ein Angebot auf die Pinn­wand geschrieben, das um die ganze Welt ging. Ist es eine gute Idee, sich einen satten, in die Jahre gekom­menen Spieler für die Rück­runde ans Bein zu binden?
Auf jeden Fall! Bas­tian Schwein­s­teiger würde ja in erster Linie für eine gewisse Publi­city sorgen. Außerdem wäre er nicht zum Schuhe putzen bei uns, son­dern würde mit all seiner Erfah­rung unser Mit­tel­feld­motor werden.

Aber ver­kennen Sie nicht etwas die Lage? Ein so erfah­rener Spieler ver­dient Mil­lionen! Hand aufs Herz: Wie was­ser­dicht ist Ihr Finan­zie­rungs­plan?
Was heißt hier was­ser­dicht – wir bezahlen mann­schafts­in­tern mit Bier! Das sollte für beide Seiten genug sein. Ansonsten regeln wir hier alles mit guter Nach­bar­schaft und Freund­schaft. Wir bieten unserem Wunsch­kan­di­daten ein Bau­grund­stück, einen Ten­nis­platz für seine Frau und werden nicht knau­sern bei den kuli­na­ri­schen Spe­zia­li­täten aus unserer Region.

Was sagen Sie Ihren Mit­tel­feld­spie­lern, die sich bei einem Wechsel des acht­fa­chen deut­schen Meis­ters zur Rück­runde auf starke Kon­kur­renz ein­stellen müssen?
Das wird nicht leicht zu ver­mit­teln sein, das ist klar. Ich denke aller­dings, dass für einen Welt­meister jeder im Team gerne mal Platz macht. Alles für die Mann­schaft!

Apropos Mann­schaft: Keiner der Spieler der 1. Männer ist über 30 Jahre alt – sind Sie darauf ein­ge­stellt, dem leicht ergrauten Welt­meister in puncto Fit­ness unter die Arme zu greifen?
Das auf jeden Fall. Am nächsten Wochen­ende sind wir im Trai­nings­lager in Raben­berg im Erz­ge­birge, da könnte er auch gleich unter Beweis stellen, wie fit er ist. Auch könnte er bei einem Fläsch­chen Bier zeigen, ob er noch bay­risch trink­fest ist.


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Unter anderem wollen Sie auch das Sta­dion nach ihm benennen, aber zur­zeit hat Ihr Fuß­ball­platz nicht mal Sitz­plätze für Zuschauer. Würden Sie eine Tri­büne bauen für Schweini?
Wir haben eine Tri­büne – die ist aller­dings aus der Grün­der­zeit des Ver­eins und sieht auch dem­entspre­chend aus. Sagen wir ein­fach, sie ist mäßig nutzbar. Wir würden aller­dings alles dafür tun, um die wieder auf Vor­der­mann zu bringen, damit sie dem Namen Bas­tian Schwein­s­teiger würdig ist.


Ihre ein­zige For­de­rung an Schweini ist, dass er einen Kasten zum Ein­stand mit­bringt. Aber sind Sie sich im Klaren dar­über, dass Ihr neuer Mit­spieler unsäg­li­ches Gebräu aus Ame­rika mit­bringen könnte?

Ja, das ist uns durchaus bewusst. Wenn er bei der Ein­stands­kiste dane­ben­greift, werden wir ihn darauf hin­weisen und ihm zeigen, was die rich­tige Sorte ist. In der Regel trinken wir einen halben Kasten Radler und einen halben Kasten Hei­neken.


Gäbe es eine Tätig­keit, die Schweini bei Ihnen aus­führen könnte, um nach dem Ende seiner Spie­ler­kar­riere nicht in die Arbeits­lo­sig­keit abzu­rut­schen?

Da lässt sich was finden. Viel­leicht eine Art Mana­ger­posten. Das wäre ideal, auf­grund seiner Aura und seines Namens. Er könnte uns auch mit seiner Erfah­rung sicher­lich helfen, in höheren Ligen gut zurecht­zu­kommen.

Und hat sich Bas­tian Schwein­s­teiger bisher bei Ihnen gemeldet?
Das Mana­ger­lager hat sich bei uns gemeldet. Sie haben uns dar­über infor­miert, dass er den Post erhalten, gelesen und mit Humor genommen hat – somit wird uns keine Urhe­ber­rechts­klage ins Haus flat­tern. Ganz im Gegen­teil: Er wird uns eine Klei­nig­keit zukommen lassen, wurde uns mit­ge­teilt. Was es ist, weiß ich nicht – aber wir sind alle gespannt!