Seite 2: Die Rückkehr des Robert Huth

Der HSV muss mal wieder in die Rele­ga­tion

Der zweit­teu­erste Kader der Liga, erfah­rene Bun­de­liga-Profis wie Aaron Hunt und Lewis Holtby, ein rie­siges Sta­dion. Die anfäng­liche Euphorie trägt den Ham­burger SV durch die ersten Zweit­liga-Wochen der Ver­eins­ge­schichte und er grüßt von der Tabel­len­spitze. Doch irgend­wann setzt die Über­heb­lich­keit ein. Die Spieler nehmen im käl­testen Winter seit Beginn der Wet­ter­auf­zeich­nung die kämp­fe­ri­sche Spiel­weise nicht an und beim HSV offen­bart sich das große Pro­blem im Kad­er­kon­zept: Die Mann­schaft ist zu jung. Ver­letzt sich einer der erfah­renen Leis­tungs­träger, fehlt sofort einem Mann­schaft­teil der Kopf, der Lenker, der auch mal dazwi­schen­haut, wenn es Pro­bleme gibt. Über den Winter ver­liert der HSV Platz um Platz und findet sich Ende Januar im Mit­tel­feld der Tabelle wieder. In dieser Situa­tion taucht ein gewisser Klaus-Michael Kühne in der Ham­burger Geschäfts­stelle auf, im Gepäck hat er Sandro Wagner, Robert Huth und Jan Kirch­hoff. Sofort geht ein Ruck durch die Mann­schaft und sie eilt von Sieg zu Sieg. Am letzten Spieltag treffen alle drei Win­ter­zu­gänge dop­pelt und schießen den HSV in die Auf­stiegs­re­le­ga­tion. Dort trifft er auf den VfL Wolfs­burg. 

Roberto Mas­simo wech­selt im Winter nach Eng­land

Roberto Mas­simo ist 17 Jahre alt, sehr schnell und trick­reich. Der Stutt­garter Leih­spieler blüht unter Bie­le­felds Trainer Jeff Sai­bene so richtig auf. Die Alm bietet ihm das ideale Umfeld, um sich aus­schließ­lich auf den Fuß­ball zu kon­zen­trieren. Ein ein­ziger Besuch in der Bie­le­felder Bier­börse“ genügt, um Mas­simo die Lust am Aus­gehen zu ver­derben. Er ist Dreh- und Angel­punkt des Bie­le­felder Spiels. Zusammen mit Sven Schipp­lock und Andreas Vogl­sammer har­mo­niert er, wie man es in Bie­le­feld seit Delron Buckley, Fatmir Vata und Isaac Boakye nicht mehr gesehen hatte. Zur Win­ter­pause hat Mas­simo sich schon zehn Mal in die Scorer­liste ein­ge­tragen. Pep Guar­diola, Jürgen Klopp und Mau­ricio Pochet­tino werden auf den Jungen auf­merksam. Der VfB Stutt­gart wie­der­holt den Fehler, den sie bei Joshua Kim­mich begannen haben und lassen wieder ein Talent ziehen. Im Kampf um den jungen Spieler setzt sich letzten Endes Crystal Palace durch. Zusammen mit Max Meyer führt er den Lon­doner Verein ins euro­päi­sche Geschäft. 

Die zweite Liga hat bes­sere Ein­schalt­quoten als die erste Liga

Mit dem Ham­burger SV und dem 1. FC Köln sind zwei abso­lute Kra­cher-Mann­schaften in der zweit­höchsten Spiel­klasse, dazu ambi­tio­nierte Tra­di­ti­ons­ver­eine wie St. Pauli, Arminia Bie­le­feld, Greu­ther Fürth und Union Berlin. Auf­re­gende Talente, ehr­li­cher Fuß­ball, harte Grät­schen. Wäh­rend der FC Bayern zum siebten Jahr in Folge die Bun­des­liga kaputt schießt, Manuel Neuer unter die Top10 der Tor­schüt­zen­liste vor­rückt, wenden sich die Zuschauer in dieser Saison tat­säch­lich gelang­weilt ab und sind fas­zi­niert vom neuen Pre­mi­um­pro­dukt des deut­schen Fuß­balls: Die stärkste zweite Liga ALLER ZEITEN!