Es gab mal eine Zeit, da brauchte man nichts weiter zum glück­lich sein, als sich ein Spiel des FC Arsenal anzu­schauen.

Da spielte im Sturm ein junger Fran­zose namens Thierry Henry, für den dieser Verein offenbar mal erfunden worden war. Oder andersrum. Henry und Arsenal, das klang nach Traum­paar, nach schönen Kin­dern, Vor­zeige-Sex und ganz viel Lebens­qua­lität. Arsenal hatte in all den Jahren viele tolle Spieler (bis heute), aber nie wieder so einen wie Henry. Der machte das schöne Spiel des Arsene Wenger noch schöner, setzte jedem Spek­takel noch eine Extra-Kir­sche oben drauf.

Und wenn Thierry Henry mal wieder ein Traumtor schoss, schliefen Mil­lionen von Fuß­ball­fans abends erschöpft und glück­lich ein. Sie hatten ja mal wieder was gesehen, was es so noch nie gegeben hatte.

Sein Meis­ter­stück lie­ferte der Fran­zose am 1. Oktober 2000 ab. Natür­lich nicht gegen irgendein Gurken-Team in der 1. Runde des FA-Cups. Son­dern gegen Triple-Gewinner von 1999, das große Man­chester United.

Nach einer halben Stunde stand es noch immer 0:0. Auch Henry schien nicht so recht was ein­zu­fallen. Viel­leicht hatte dieser Ein­fall auch ein­fach seine Zeit gebraucht: Arsenal trieb den Ball im Mit­tel­feld nach vorne, Gilles Gri­mandi führte den Ball und passte steil in die Offen­sive, wo Henry mit dem Rücken zum Tor an der linken Straf­raum­kante war­tete. Gegen­spieler Denis Irwin, Henry Mit­spieler, sein Lands­mann Fabien Bar­thez im United-Tor, die Zuschauer im Sta­dion und vor den TV-Geräten – alle rech­neten mit einer han­dels­üb­li­chen Ball­an­nahme. Viel­leicht einem schnellen Dribb­ling, einem Trick, einem Zuspiel, irgendwas.

Doch Thierry Henry tat dieses. Und machte uns glück­lich. Bis heute: