Unter Lorant wäre das nicht pas­siert!
Kritik immer intern, nach außen immer vor die Mann­schaft stellen – es ist das Credo der aktu­ellen Trai­ner­ge­nera­tion. Vorbei sind die Zeiten, als Werner Lorant einen Spieler nach einem Fehl­pass noch vor der 15. Spiel­mi­nute vom Platz nahm und in der anschlie­ßenden Pres­se­kon­fe­renz den Löwen zum Fraß vor­warf. Auch Patrick Andres ist ange­kommen in der Fuß­ball­mo­derne. Er gab nach der 1:5‑Klatsche seines Ver­eins Olympia Lam­pert­heim gegen die SG Unter-Abt­steinach II iro­nisch zu Pro­to­koll: Das war ein Schuss, ein Treffer, da waren wir effi­zient.“ Aller­dings trat seine Mann­schaft auch ohne Ersatz­spieler an und musste im Spiel gegen den Tabel­len­führer auch noch ab der 79. Minute mit acht Feld­spie­lern spielen, weil sich zwei ver­letzt hatten. Das wäre unter Lorant nicht pas­siert. Da wurde erst aus­ge­wech­selt, wenn sich einer ein Bein gebro­chen hat. Aller­dings gab es damals auch noch keine neu­mo­di­schen Ver­let­zungen wie z.B. eine Scham­bein­ent­zün­dung. Hach, Werner, wo bist du?

Rama­zotti hat ver­sagt
Widmen wir uns einem der großen Themen im Ama­teur­fuß­ball: Kabi­nen­musik – wenn Helene Fischer auf Metal­lica trifft. Denn so wichtig wie die Wahl des Mann­schafts­ka­pi­täns ist min­des­tens die Bestim­mung eines Kabinen-DJs. Früher war es meist der Typ, der wusste, wie man eine CD brennt, heute ist es der Typ mit dem Account bei einem Musik­strea­ming­dienst. Eine gute Play­list vor dem Spiel hat schon so manche müde Truppe zu Höchst­leis­tungen ange­spornt und danach eine aus­ge­las­sene Kabi­nen­party ein­ge­leitet. Bei SVE Heessen schwört man vor dem Spiel auf Italo-Pop. Rou­ti­nier Kevin Messner ver­riet vor dem Spit­zen­spiel gegen IG Bönen: In der Kabine bringen uns ein paar Hits von Eros Rama­zotti großes Glück.“ Im Unter­schied zum gleich­na­migen Kräu­ter­likör an einem Mann­schafts­abend ver­fehlten die Hits des Ita­lie­ners aller­dings ihre Wir­kung. Heessen verlor das Spiel mit 0:2. Grazie Eros.