Irland
Eine Mischung aus leich­t­al­ko­ho­li­sierten Leprach­auns und Kri­ti­kern der deut­schen EU-Politik. Wer sich den Iren anschließt, macht wenig ver­kehrt und hat min­des­tens so viel Spaß wie ein All-Inklu-Mal­lor­caur­lauber im Mega­park“. Mit einem Merkel thinks we are at Work“-Banner betraten die Iren bereits vor vier Jahren die inter­na­tio­nale Fuß­ballf­an­bühne. Wenige Tage später sangen sich die mit­ge­reisten Fans nach einem 0:4‑Debakel gegen Spa­nien mit der Hymne Fields of Athenry“ stur in die Herzen der Kon­kur­renten. Stolz, vom spä­teren Euro­pa­meister derb den Arsch ver­sohlt bekommen zu haben. Und so schön, dass selbst TV-Kom­men­tator Tom Bar­tels für einige Minute ein­fach mal den Mund hielt. Die UEFA hän­digte dem Ver­band kurz darauf einen Spe­zi­al­preis aus. (Video­link)

Wer sein Herz an die iri­sche Mann­schaft ver­liert, der mag auch: Bier, Grölen, Cider, die strah­lende Seite des Fuß­ballf­an­le­bens

Alba­nien
Herr­lich, die UEFA hat die Euro­pa­meis­ter­schafts-End­runde erst­mals für 24 Länder geöffnet. Mehr Fuß­ball, mehr Freude, mehr Kultur. Schließ­lich bringt jeder Ver­band seine eigenen Fans ins Land. Frag­lich bleibt aller­dings, ob tat­säch­lich alle Albaner nach Frank­reich werden ein­reisen dürfen. Nach einem 3:0‑Sieg über Arme­nien und der end­gül­tigen Qua­li­fi­ka­tion ihres Hei­mat­landes fei­erten bei­spiels­weise tau­sende emi­grierte Albaner im Oktober in Zürich per Auto­korso. Und so ging gegen 20 Uhr bei der Schweizer Polizei fol­gender Funk­spruch ein: Auto mit Alba­ni­en­flagge und Kalasch­nikow aus dem Fenster hän­gend in Oer­likon gesichtet worden.“ Die Beamten fanden später tat­säch­lich ein Sturm­ge­wehr – aller­dings unge­laden und ohne Muni­tion.

Wer sein Herz an die alba­ni­sche Mann­schaft ver­liert, der mag auch: Filme mit Ralf Möller, Ervin Skela, Fleisch, Fami­li­en­feste und diesen Kerl hier: (Video­link)

&;

Öster­reich
Die Fan­kurven der euro­päi­schen Natio­nal­mann­schaften sind mitt­ler­weile ste­riler als die Inten­siv­sta­tion der Ber­liner Cha­rité. Prä­sen­tiert von einem Brause- oder Spei­se­e­is­un­ter­nehmen koor­di­nieren viele Ver­bände die Cho­reo­gra­phien ihrer Fans höchst­selbst. Nicht so in Öster­reich: Dort wird der Sup­port aus der Kurve von den Hur­ri­canes“ orga­ni­siert. Nach einem 3:0‑Sieg gegen Aser­bai­dschan im Herbst 2010 war die Stim­mung bei Län­der­spielen Öster­reichs end­gültig im Oarsch“. Also schlossen sich etwa 13 Fans und Alles­fahrer zum Fan­klub zusammen, der sich in seinem Aus­leben an der Ultra­kultur anlehnte. Auf­grund ihrer kri­ti­schen Ein­stel­lung zu Ver­band und Offi­zi­ellen wurde den Hur­ri­canes“ zeit­weise gar der Fan­klub-Status ent­zogen. (Video­link)

Unter dem Motto Gemeinsam die Kurve beleben“ sorgt man mitt­ler­weile wieder für ansehn­li­chen Ultra-Sup­port – auch bei Spielen der Junio­rin­nen­aus­wahl­mann­schaften. Im Fan­zine werben die Mit­glieder zur­zeit für ihre Frank­reich, wir kommen“-Kollektion. Der ÖFB hält mit einem offi­zi­ellen Fan-Club des Natio­nal­teams Immer wieder Öster­reich“ dagegen – unter­stützt von einem bekannten Limo­na­den­her­steller.

Wer sein Herz an die öster­rei­chi­sche Mann­schaft ver­liert, der mag auch: Wörter wie Dribblanski“, Dau­er­ge­sang, Cho­reos, Falco, Vanil­le­sauce