1. Alan McI­nally, FC Bayern

Stell­ver­tre­tend für all die glück­losen Bayern-Angreifer der Neun­ziger Jahre, für Michai­l­ovic, Mazinho und Jean-Pierre Papin, Mark Hughes, Lars Lunde und Brian Lau­drup. Der Schotte brachte es in drei Jahren auf gerade einmal 40 Spiele und zehn Tore und irr­lich­terte zumeist hilflos im Sturm umher. Immerhin: der gute McI­nally ist inzwi­schen ein for­mi­da­bler Fern­seh­kom­men­tator bei Sky Sports“.

2. Lilian Las­landes, 1. FC Köln

Der frü­here fran­zö­si­sche Natio­nal­spieler Las­landes sollte zusammen mit desas­trösen Kickern wie Rigo­bert Song und Marc Zell­weger den FC 2002 vor dem Abstieg retten. Die Bilanz war jedoch ernüch­ternd. Fünf Ein­sätze, kein Tor, dafür ein hüb­scher Spitz­name: Las­lan­des­liga“

3. Rouven Schröder, MSV Duis­burg

Über den Abwehr­mann höhnt ein User im MSV-Forum: Der typi­sche Spielzug: Ein­wurf Wol­ters, Kopf­ball­ver­län­ge­rung Schröder, Kopf­balltor Hirsch! Der Hammer. Hat leider nach dem dritten Mal jede Abwehr Deutsch­lands durch­schaut.“


4. Chris­tian Ledesma, Ham­burger SV

Coach Kurt Jara kannte ihn nur von Videos, sein Assis­tent Linz­maier wurde eben­falls über­rascht: Ich sagte, dass ich ihn weiter beob­achten müsste. Aber bevor das ging, war er schon da.“ Und auch schnell wieder weg, nach Mexiko zum CF Mon­terrey.

5. Olli Isoaho, Arminia Bie­le­feld

Der fin­ni­sche Natio­nal­keeper kam 1982/83 als Nach­folger von Wolf­gang Kneib auf die Alm und erlangte als erster Pannen-Olli“ der Bun­des­liga-Geschichte gewisse Berühmt­heit. Her­aus­ra­gendes Spiel: die 1:11-Jahrhundertklatsche in Dort­mund.

6. Roman Wallner, Han­nover 96

Klub­chef Martin Kind hatte vorher geahnt: Ein Rest­ri­siko bleibt.“ Der Wechsel Wall­ners von Rapid Wien zu 96 fand trotzdem statt, geriet aber zum Fiasko. Der Öster­rei­cher fiel vor­nehm­lich durch Eska­paden auf. Mitt­ler­weile beim FC Fal­kirk unter Ver­trag, sagt Wallner geläu­tert: Die ersten zehn Jahre waren die jugend­li­chen Jahre, die nächsten werden die reifen Jahre.“

7. Dirk Wee­ten­dorf, SV Werder

Wurde beim Ham­burger SV als Mix aus Hru­besch und Seeler Horst-Uwe“ genannt, bestritt beim SV Werder aller­dings 1998/99 gerade einmal sieben Spiele. Als För­derer Felix Magath gefeuert wurde, wurde auch Wee­ten­dorf aus­sor­tiert.

8. Bent Chris­tensen, Schalke 04

Schoss Schalke im Derby in Dort­mund zum Sieg, anschlie­ßend vor­wie­gend Fahr­karten. 49 Spiele, acht Tore – keine schöne Bilanz für den däni­schen Stürmer.

9. Marco Reich, 1. Fc Köln
Ich bin wohl der ein­zige, der sich über den Euro freut: Jetzt bin ich nur noch der Drei-Mil­lionen-Euro-Fehl­ein­kauf“, sprach Marco Reich nach der Euro-Umstel­lung 2002. Dem ist nichts hin­zu­zu­fügen.

10. Federico Insúa, M’gladbach

Das per­so­ni­fi­zierte Glad­ba­cher Elend in der letzten Saison. Trainer Luhukay zeterte: Er hatte genug Chancen, sein Poten­zial zu zeigen. Schauen Sie sich mal die Effek­ti­vität von ihm an.“ Wir schauen mal: 32 Spiele
– zwei Tore. Ein echter Voll­stre­cker.