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Max Merkel, Gott hab ihn selig, gab seinen Spie­lern gerne einmal weise Rat­schläge für den Geschlechts­ver­kehr in und außer­halb der Ehe: Wenn beim zweiten Mal die Knie immer noch nicht wund sind, ist’s erlaubt.“

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Gleich der erste Treffer bei der WM 1930 in Uru­guay wurde stil­echt im Bor­dell gefeiert. Geschossen hatte das Tor der Fran­zose Lucien Lau­rent im Spiel gegen Mexiko, nach dem 4:1‑Sieg zog die Mann­schaft in einen Puff nach Bar­celo…, ach Quatsch, nach Mon­te­video um.



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Der Keeper des hol­län­di­schen Ehren­di­vi­sio­närs Den Haag hätte wohl besser die Video­ka­mera aus­ge­stellt, als er seiner Freundin emp­fahl, doch eine etwas unge­wöhn­liche ero­ti­sche Praktik mit ihm durch­zu­führen. Auf ver­schlun­genen Wegen lan­dete das Bei­schlaf­video in der Öffent­lich­keit, ein gefun­denes Fressen für die Fans von Ajax Ams­terdam, die fröh­lich sangen: De keeper van Den Haag?/?Heeft een dildo in zijn maag?/?Dat is toch, dat is toch?/?Dat is toch niet gezond“.

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Damit nicht genug, inzwi­schen gibt es sogar ein Com­pu­ter­spiel zum lie­bes­tollen Keeper: www​.gameroo​.nl/​a​c​t​u​a​/​k​i​n​k​y​k​eeper, mit aus­ge­feilten Sounds und per­fekt ani­mierter Grafik. Der redak­tio­nelle High-score liegt bei 4100 Punkten.

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Der Chi­nese Ye Zehun hatte das nicht unge­schickt gemacht. Um Spieler der bel­gi­schen Jupiler League“ an Spiel­ma­ni­pu­la­tionen zu betei­ligen, ver­an­stal­tete Zehun zunächst aus­schwei­fende Sex­partys auf einem Schiff in Ant­werpen, um mit den dort ange­fer­tigten Videos und Schnapp­schüssen anschlie­ßend die Spieler zu erpressen. Mit­ma­chen, sonst Brief an die Ehe­gattin.



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Hier­zu­lande gehören Puff­be­suche von Lizenz­spie­lern zu wohl gehü­teten Geheim­nissen. Von Eng­lands Wun­der­kind Wayne Rooney hin­gegen sind immerhin zehn Bor­dell­be­suche durch Über­wa­chungs­ka­meras belegt. Was wie­derum Roo­neys Lebens­ab­schnitts­ge­fährtin Coleen McLoughlin derart erzürnte, dass sie den 37?000 Euro teuren Ring des Lebens­ge­fährten ins Meer schmiss und mit glut­äu­gigen Bar­kee­pern auf Tene­riffa anbän­delte.

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Die Bilder von Wayne Rooney im Bor­dell sorgten im wenig sen­si­blen Eng­land aller­dings auch dafür, dass eher unat­trak­tive Pro­sti­tu­ierte fortan mit dem Slang­aus­druck A Wayne Rooney“ klas­si­fi­ziert wurden.

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Woher sollte Wayne Rooney auch seine Vor­bilder nehmen? Schließ­lich trieb es Eng­lands Natio­nal­trainer Sven Göran Erikson genauso wild. Dem hatte seine lang­jäh­rige Freundin gerade diverse Sei­ten­sprünge ver­ziehen, da wurde eine neue Affäre mit einer Sekre­tärin des eng­li­schen Fuß­ball­ver­bandes publik. Dass der Ver­band den Coach nicht gleich feu­erte, lag daran, dass die gleiche Sekre­tärin auch eine Affäre mit dem Chief Officer der FA hatte. Der ver­suchte in Panik mit dem Bou­le­vard zu dealen. Der News of the world“ wurden sämt­liche Mails, Tele­fo­nate, usw. offe­riert. Ein­zige Bedin­gung: Den Chief Officer uner­wähnt lassen.

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Die Bayern und der Sex: Zum letzten ero­ti­schen Zwi­schen­fall im Trai­nings­zen­trum an der Säbener Straße kam es 2003. Damals ertappte der Sicher­heits­dienst den Jung­profi Bas­tian Schwein­s­teiger beim gemein­samen Besuch des Swim­ming­pools mit einer jungen Dame, die Schwein­s­teiger, nicht doof, als seine Cou­sine“ vor­stellte. Ein Fami­li­en­treffen, also. Alles fal­scher Alarm.

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Zuvor hatten sich eher die Funk­tio­näre als lie­bes­toll her­aus­ge­stellt. Allen voran natür­lich Franz Becken­bauer, der auf der Weih­nachts­feier 1999 trunken mit Sekre­tärin Hei­drun anbän­delte und mit ihr für Nach­wuchs sorgte. Was seinen Intimus Robert Schwan zum wun­derbar ver­drech­selten State­ment zwang: Franz Becken­bauer und die ver­leum­dete Dame, die so genannte Mutter, die es gar nicht gibt, werden das beide demen­tieren!“ Das Kind kam im August 2000 zur Welt.



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Und noch ein bay­ri­sches Tech­tel­mechtel. So magen­krank wie Ottmar Hitz­feld in den letzten Münchner Jahren immer drein­ge­blickt hatte, traute man ihm allen­falls noch einen Kur­schatten in Bad Wöris­hofen zu. Statt­dessen pflegte Hitz­feld eine drei­jäh­rige Affäre mit einem bra­si­lia­ni­schen Model namens Rosi. Dabei ging es natür­lich nur um Sex. Hitz­feld: Für mich war es nie eine Lie­bes­be­zie­hung, son­dern eine Affäre.“ Worauf Ehe­frau Bea­trix der Bunten zustöhnte: Ich liebe Ottmar. Es ist Ver­trauen da. Wieder.“

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Den ero­ti­schen Schlüs­sel­roman der Saison 2005 schrieb das Ehe­paar Bodo und Bianca Ill­gner. Die schönsten Sätze: Du bist eine tolle Frau und im Bett bist du die abso­lute Gra­nate“ und Immer häu­figer tauschten wir Zärt­lich­keiten aus, wobei der Sex das Sah­ne­stück­chen auf dem Schwarz­wälder Kirsch­ku­chen war“ und Ich bemerkte, dass seine Augen förm­lich um Sex bet­telten.“

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Ein hüb­sches Sit­ten­ge­mälde der deut­schen Natio­nalelf zeich­nete Ill­gners Vor­gänger Toni Schu­ma­cher. Das Trai­nings­lager vor der WM in Spa­nien 1982 erschien im Klas­siker Anpfiff“ als Deli­rium zwi­schen Zockerei und Sex: Nicht selten wurde um 20?000 bis 30?000 DM gespielt. Andere bumsten bis zum Mor­gen­grauen und kamen wie nasse Lappen zum Trai­ning gekro­chen.“

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Mit Sex-Geschichten können wir die halbe Bun­des­liga auf­rollen“, sprach einst generös das Bild-Fak­totum Ali Draxler. Nur selten jedoch wird eine solche Affäre tat­säch­lich publik, wie im Falle der unschick­li­chen Liaison zwi­schen Manager Edgar Geenen und der Spie­ler­frau Angela Häßler. Die Empö­rung war groß und Geenen musste gehen. Was schon des­halb eine merk­wür­dige Kon­no­ta­tion her­vor­rief, weil Geenen zuvor einmal geklagt hatte: In der Kabine gibt es nur zwei Themen: Das eine ist Geld, das andere hat lange Haare“.

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Ein abend­fül­lendes Thema: Schadet den Profis der Sex vor dem Spiel oder spornt er sie zu Höchst­leis­tungen an? Der beste Fuß­baller der Welt muss es doch wissen: Pelé hält wenig von Ent­halt­sam­keit vor dem Spiel: Gegen nor­malen Sex vor den Spielen ist nichts ein­zu­wenden. Ein Pro­blem wird es nur, wenn die Spieler mit den Mäd­chen noch lange aus­gehen. Die Dauer des Warm-ups ist ent­schei­dend.“



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Viel­leicht hatte Pelé aber auch nicht jene kör­per­li­chen Erfah­rungen gemacht, wie der Schwede Fre­drik Ljung­berg: Wenn ich in der Nacht vor dem Spiel Sex habe, ver­liere ich jeg­li­ches Gefühl in meinen Füßen!“

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Warum die Ukraine nicht Welt­meister 2006 wurde? Das Lie­bes­spiel der Frö­sche im Teich vor dem Mann­schafts­hotel der Ukrainer in Potsdam war schuld. Die Frö­sche hatten näm­lich in der Nacht vor dem Vor­run­den­spiel in Leipzig derart erregt gequakt, dass die halbe Mann­schaft kein Auge zutat, wie Wla­dislaw Wascht­schuk der Tages­zei­tung Don­bass“ klagte. Die über­näch­tigte Mann­schaft wurde von Spa­nien mit 4:0 deklas­siert.

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Die Schieds­rich­ter­gilde in Angst und Schre­cken ver­setzte Gio­vane Elber, als er in Diensten von Mön­chen­glad­bach ver­kün­dete, bei einem Tor gegen seinen Ex-Klub FC Bayern nackt über den Platz zu rennen. Da schnaufte DFB-Lehr­wart Eugen Strigel empört: Das ist unter grob unsport­li­chem Ver­halten ein­zu­ordnen, weil der Spieler damit einen Tor­er­folg pro­vo­kativ feiert und das Scham­ge­fühl vieler Men­schen ver­letzt.“

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Mit der Größe des eigenen Bim­mel­chens anzu­geben, zeugt bereits von einer gewissen Armut im Hirn und bringt nur in ein­schlä­gigen Internet-Foren ohne beweis­kräf­tige Webcam-Funk­tion etwas. Mit der Größe des Bim­mel­chens des Mann­schafts­kol­legen anzu­geben, ist noch obskurer und mithin eine Spe­zia­lität von Lothar Mat­thäus. Ey, Mädels, unser Schwarzer hat den Längsten!“ infor­mierte Mat­thäus die Bas­ket­ball­na­tio­nal­mann­schaft der Damen. Die nahmen die unge­be­tene Infor­ma­tion zur Kenntnis.

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Wenn Spieler nach Ver­glei­chen suchen, bedienen sie sich zwang­haft sexu­eller Bilder. Es ist immer ein schönes Gefühl, den Olli hinten drin zu haben“ (Sebas­tian Kehl), Wenn der Berti Direc­tricen aus­giebt, müssen sich alle daran halten“ (Heinz Kwiat­kowski), Und auf die Frage, warum die Fuß­baller so lange Hose tragen, ant­wor­tete Ernst Kuzorra Weil wir so lange Dödel haben.“



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Nochmal Pelé. Der warb zur WM 2002 als Anti-Impo­tenz-Pre­diger für die Viagra-Firma Pfizer. Pelé: Nur einer von 10 Män­nern mit einem Erek­ti­ons­pro­blem sucht seinen Arzt auf. Also sage ich in meiner Kam­pagne, nein, ich muss errei­chen, dass alle 10 zum Arzt gehen, mit ihm über das Pro­blem reden und es lösen. Das würde mich glück­lich machen.“ Warum Pelé das glück­lich machen würde, blieb offen.

22
Köbi Kuhn sorgte bei der WM 1966 mit zwei Kame­raden für Auf­re­gung in der Schweiz. Kuhn und die Mit­spieler Leo Eich­mann und Werner Leim­gruber waren vor dem Spiel gegen Deutsch­land in Shef­field von zwei Eng­län­de­rinnen ange­spro­chen worden, stiegen zu den Damen ins Auto und kehrten erst eine Stunde nach Zap­fen­streich ins Hotel zurück. Eine der Strafen: Die Frauen der drei Spieler wurden nach Shef­field ein­ge­laden. Was wie­derum die anderen Spieler schwer erzürnte.

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Ex-Bun­des­trainer Berti Vogts ist alles egal, Haupt­sache, die Kabine bleibt sauber: Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halb­zeit, da geht nichts.“

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Der Ex-St. Pauli-Keeper Carsten Wehl­mann trös­tete seinen Tor­wart­kol­legen Simon Hen­zler, als der sich einen Hoden­ein­riss zuge­zogen hatte, mit dem wert­vollen Hin­weis: Na, dann brauchst du deiner Freundin ja nicht mehr erzählen, du hät­test wieder Kopf­schmerzen!“

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Das Schluss­wort von Jan-Åge Fjør­toft, Ex-Spieler von Ein­tracht Frank­furt: Ich halte nix von Sex vor dem Spiel, beson­ders weil ich mir das Zimmer mit Bachirou Salou teile.“

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Die Redak­tion wett­ei­fert bei The Kinky Keeper“ – hier www​.11freunde​.de/​b​a​l​l​k​u​l​t​u​r​/​1​00444 geht’s zum Spiel­be­richt.