Schon 2020 ist in jeg­li­cher Hin­sicht ein ziem­lich ver­korkstes Jahr gewesen. So geschah vor zwölf Monaten das, was um die Jah­res­wende nach ver­korksten Jahren häufig geschieht. An die Ände­rung der Jah­res­zahl haf­teten sich Hoff­nungen, eine Art kol­lek­tiver Auf­bruch machte sich breit im Glauben daran, dass im Fol­ge­jahr, 2021, alles besser werden würde. Inzwi­schen ist 2021 Geschichte und es ist bei Weitem nicht alles besser geworden. Corona, Klima, Bayern: Driss! So macht sich dieser Tage eine aber­ma­lige Hoff­nung breit, die eigent­lich viel mehr Ver­zweif­lung ist und die ein diesmal wirk­lich“ pos­tu­liert und sämt­liche Hoff­nung – ob gesell­schafts­po­li­ti­scher oder fuß­bal­le­ri­scher Natur – ins nun anste­henden Jahr 2022 pro­ji­ziert. Ein Blick in die 11FREUNDE-Glas­kugel verrät jedoch, dass zumin­dest dem Fuß­ball kei­nerlei Bes­se­rung bevor­steht. Ganz im Gegen­teil. Hier kommen zehn Thesen, was uns im neuen Jahr erwartet.

Borussia Mön­chen­glad­bach stürzt kom­plett ab
Der Absturz von Borussia Mön­chen­glad­bach nimmt unge­ahnte Aus­wüchse an. Max Eberls Posi­tion als Sport­di­rektor sowie Jupp Heynckes’ Platz in der Hall of Fame wackeln gehörig, das Fohlen Jünter wird als Mas­kott­chen abge­setzt. Die Mann­schaft oben­drein wird nach der ver­lo­renen Rele­ga­tion gegen den SV Darm­stadt aus­ge­nommen wie die Weih­nachts­gans bei Oma Ulla. Nach Denis Zakaria und Mat­thias Ginter (beide Borussia Dort­mund), fliehen Alas­sane Plea und Marcus Thuram in die Pre­mier League, Flo­rian Neu­haus und Kouadio Koné gehen eben­falls zum BVB, wäh­rend Jonas Hof­mann es bei seinem alten Klub ver­sucht, Nico Elvedi folgt ihm. Ramy Bense­baini, Breel Embolo und Yann Sommer schließen sich New­castle United an. Luca Netz wech­selt über­ra­schend nach Dort­mund.

New­castle United spielt 2. Liga
Im von Jose Mour­inho trai­nierten New­castle soll der Glad­bach-Block künftig den Abstieg kor­ri­gieren. Zusammen mit Pierre-Eme­rick Aub­ameyang, Niklas Süle und Edison Cavani heißt das Ziel: direkter Wie­der­auf­stieg in die Pre­mier League.

Der FC Augs­burg macht wei­tere Mil­lio­nen­deals
Größte Kon­kur­renz für das neu­reiche New­castle auf dem Som­mer­trans­fer­markt stellt in diesem Jahr der FC Augs­burg dar, der nach dem spek­ta­ku­lären Pepi-Transfer nach­legen will und weiter nach viel­ver­spre­chenden Talenten Aus­schau hält. Stefan Reuter und Trans­fer­ex­perte Fabrizio Romano über­zeugen gemeinsam Bar­ce­lonas Pedri nach Augs­burg zu wech­seln. Oben­drein sichert sich der FCA die Dienste von Mat­t­hijs de Ligt, nachdem dessen Berater Mino Raiola im Dezember letzten Jahres noch ver­kündet hatte, sein Klient werde bei allem Respekt“ nicht zu For­tuna Düs­sel­dorf wech­seln. Die kennt schließ­lich keine Sau“, pflichtet Reuter bei.

Chris­tian Streich geht in die Pre­mier League
Genau wie den SC Frei­burg keine Sau kennt, der 2022 zum ersten Mal in der Ver­eins­ge­schichte den Sprung in die Cham­pions League schafft und diesen teuer zu bezahlen hat. Denn für den Sport­club ist es das Ende des Auf­schwungs, er sieht sich mit dem 1. Spieltag der neuen Saison im Abstiegs­kampf. Über­dies kann Trainer Chris­tian Streich nicht gehalten werden, der schon bald die Geschicke bei Man­chester City über­nimmt, nachdem Pep Guar­diola sich aber­mals im Cham­pions-League-Finale ver­coacht und keinen Tor­wart, dafür drei Rechts­ver­tei­di­gern auf­ge­stellt hatte.

Robert Lewan­dowski holt wieder nicht den Ballon d’Or
Was Robert Lewan­dowski selbst­ver­ständ­lich aus­zu­nutzen weiß und mit dem ersten Sie­ben­er­pack der Cham­pions-League-Geschichte eine wei­tere Best­marke auf­stellt. Seinen eigenen Bun­des­li­ga­re­kord über­trifft er zudem mit 66 Sai­son­toren noch einmal. Doch auch die Ent­wick­lung eines Impf­stoffs gegen die neue Omega-Vari­ante und das Stoppen des welt­weiten CO2-Aus­stoßes bringen dem Polen nicht den ersehnten Ruhm. Im Kampf um den Ballon d’Or muss er sich mit dem zweiten Platz hinter Lionel Messi begnügen.