Wer setzt auf die Magie der Zahlen?
Die Fuß­baller von Hertha BSC, die heute Abend den SV Werder emp­fangen. Vor einer Woche haben die Bremer von den Bayern sieben auf einen Streich kas­siert. Und des­halb spe­ku­lieren sie bei Hertha ein wenig darauf, dass Wer­ders Defen­sive ihre sieben Sinne immer noch nicht recht bei­sammen hat und auch im Olym­pia­sta­dion wie eine Horde Sie­ben­schläfer auf­tritt. Trotzdem sagt Her­thas Trainer Jos Luhukay: Wir sind in der Lage, Werder nicht zu unter­schätzen.“ Wobei, ein­fach ist das wirk­lich nicht.

Bei wem ist die His­torie zu Gast?
Der 1. FC Nürn­berg hat vor einer Woche Geschichte geschrieben. Nach 15 Spiel­tagen ohne Sieg zu sein, das hat in 50 Jahren noch kein Verein geschafft, nicht mal die Ber­liner Nega­tiv­re­kord­spe­zia­listen Hertha, TeBe, Blau-Weiß und Tas­mania. Arme Nürn­berger? Von wegen! Die Stim­mung ist über­ra­gend“, hat Hiroshi Kiyotake jetzt ent­hüllt. Die Aus­sichten sind ja auch glän­zend. Am Samstag tritt der Klub bei Han­nover 96 an. Gegen die Han­no­ve­raner hat Nürn­berg seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen. Das sollte doch aus­bau­fähig sein.

Wer freut sich schon aufs Wochen­ende?
Werner Thissen. Der Mann ist Erz­bi­schof von Ham­burg und steht qua Pro­fes­sion im Ver­dacht, mit höheren Mächten im Bunde zu sein. Man sollte es also nicht als Spin­nerei abtun, wenn Thissen an einen Sieg des Ham­burger SV beim FC Bayern glaubt. Mein HSV wird leben­digen Mann­schafts­geist zeigen“, hat der Erz­bi­schof der Ham­burger Mor­gen­post“ pro­phe­zeit. Mit dieser Ansicht steht er im deut­li­chen Gegen­satz zu Ham­burgs Sport­di­rektor Oliver Kreuzer, der seiner Mann­schaft zwölf Gegen­tore vor­her­ge­sagt hat – und das ist ver­mut­lich allein seinem Opti­mismus geschuldet. Tor­hüter René Adler traut offen­sicht­lich eher der Kom­pe­tenz Kreu­zers als dem Gott­ver­trauen des Erz­bi­schofs. Er hat sich in dieser Woche vor­sichts­halber krank­ge­meldet und fällt gegen die ver­letzt Bayern aus. Eine weise Ent­schei­dung. Die jüngsten drei Spiele der Ham­burger in Mün­chen endeten: 0:6, 0:5, 2:9.

Was macht Tim Wiese?
Tim Wiese stammt aus Köln, wo die Men­schen tra­di­tio­nell dem katho­li­schen Glauben anhängen. Wie tief Wiese im Chris­tentum ver­wur­zelt ist, ist nicht bekannt, aber seine katho­li­sche Grund­aus­bil­dung dürfte zumin­dest dazu aus­rei­chen, um an das Gute im Men­schen zu glauben. Dieser Glaube ist nun erneut aufs Tiefste erschüt­tert worden. Der Tor­hüter, staat­lich aner­kanntes Mob­bing­opfer, ist von der TSG Hof­fen­heim nicht einmal zur Weih­nachts­feier ein­ge­laden worden. War aber bestimmt keine Absicht.

Und sonst?
Muss Karl-Heinz Rum­me­nigge noch hart an seiner Bekannt­heit arbeiten. Als der Vor­stands­vor­sit­zende des FC Bayern Mün­chen vorige Woche Ein­lass in den Vip-Raum des Bremer Weser­sta­dions begehrte, ver­wehrte ihm eine reso­lute Ord­nerin den Zutritt. Statt­dessen wies sie ihm einen Weg, der direk­temang aus dem Sta­dion geführt hätte. Zu Rum­me­nigges Glück kam Uli Hoeneß vorbei. Den erkannte die Ord­nerin sofort, obwohl sie später zugab, sich nicht für Fuß­ball zu inter­es­sieren. Hoeneß hat sie ver­mut­lich schon mal bei Akten­zei­chen XY gesehen.