Jedes Mal, wenn in der Bun­des­liga irgendwo ein Trai­nerjob frei ist, schi­cken mir meine Kum­pels sofort diese blöden Pho­to­shop-Neururer-Witz­bild­chen per Whatsapp, ich ertrage das nicht mehr. Was kann ich tun?
Ganz klar, gepho­to­shoppte Neururer-Witz­bild­chen sind ein unter­schätztes Pro­blem der deut­schen Fuß­ball- und Humor­ge­sell­schaft. Stu­dien haben ergeben, dass in Deutsch­land alle vier Sekunden ein Neururer-Witz­bild wei­ter­ge­leitet wird. Das sind erschre­ckende Zahlen. Die Politik sieht bei diesem Pro­blem leider weg, und das, obwohl die Neururer-Bild­chen mitt­ler­weile in andere Lebens­be­reiche über­gehen. So gab es etwa schon gepho­to­shoppte Neururer-Witz­bild­chen vorm Kanz­leramt, die aber frei­lich genauso unwitzig waren wie jene aus dem Fuß­ball­kon­text. Damit stellen gepho­to­shoppte Neururer-Witz­bild­chen mitt­ler­weile eine echte Gefahr für die Humor­land­schaft Deutsch­lands dar, ohnehin ein zer­brech­li­ches Biotop. Um diesem erschre­ckenden Trend ent­ge­gen­zu­wirken, haben wir die #NOr­urer-Kam­pagne ins Leben gerufen. Mit dieser Kam­pagne wollen wir auf das Pro­blem oller Witze auf­merksam machen und auch ein Bewusst­sein für die vielen anderen ver­ar­schens­werten Ex-Trainer schaffen, die Slomkas, Röbers und Zinn­bauers, die durch das Neururer-Monopol aus der öffent­li­chen Fuß­ball­witz­de­batte fast voll­ständig ver­drängt wurden. Aktuell pro­du­zieren wir einen in Schwarz-Weiß gedrehten Image­film, in dem wir traurig den Kopf schüt­teln, wäh­rend im Hin­ter­grund Kla­vier­musik läuft und Betrof­fene davon erzählen, wie ihnen lieb gewon­nene Men­schen plötz­lich Neururer-Witz­bild­chen schi­cken. Denn man darf nicht ver­gessen: Hinter jedem ver­schickten Neururer-Witz­bild­chen steht ein Schicksal. Daher auch der Slogan unserer Kam­pagne: Hör auf! Lass es sein! Es ist nicht witzig! #NOr­urer

Super, schon wieder ein umstrit­tenes Hand­spiel, diesmal bei BVB gegen City. Wie toll findet ihr, ist die Hand­spiel­regel gere­gelt?
Eigent­lich ganz gut. Richtig gut sogar. Gera­dezu fan­tas­tisch. Rich­tig­ge­hend Hand­fläche-vor-die-Stirn-schlagen-Stirn-auf-Tisch­platte-don­nern-ungläu­biges-Kopf­schüt­teln-fle­hend-die-Hände-zum-Himmel-bewegen-dann-abwinken-dann-dem-Fern­seher-den-Ficker-zeigen-nochmal-abwinken-und-drüber-nach­denken-den-Couch­tisch-aus-Mas­siv­holz-in-den-Fern­seher-zu-werfen-oder-einen-dieser-Macho-Moves-aus-Filmen-abzu­ziehen-wo-irgend­welche-Bros-sich-ab-und-an-mal-die-Faust-an-einer-Beton­wand-blutig-schlagen-weil-kein-Mensch-mehr-dieses-schwach­sin­nige-Hick-Hack-rund-um-Hand­spiel-oder-noch-schlimmer-den-ver­kackten-Video­schiri-noch-aus­hält-tas­tisch.

Geiles Rum­ge­eier von Flick und Hütter. Was haben die beiden vor?
Gute Frage, aber bei so viel Rum­ge­eier und Hin und Her, so wenig Ertrag, so viel Volks­zorn und derart vielen nicht nach­voll­zieh­baren Ent­schei­dungen spe­ku­lieren sie viel­leicht auf einen Minis­ter­prä­si­den­ten­posten?

Leipzig hat schon 61 Mil­lionen Euro für Spieler für die nächste Saison aus­ge­geben, und das mitten in einer Pan­demie? Wie unfair ist das denn bitte?
Ach komm, nicht wieder die alte Mär von der Wett­be­werbs­ver­zer­rung, schließ­lich könnten die anderen Klubs auch ein­fach den Leip­ziger Weg gehen. Wie, das wird in diesem Video erklärt:

Habt ihr das Video von dem Typen von Tokio Hotel gesehen, wie er beim Bayern-Aus vorm TV steht und schreit? Was hat er sich dabei gedacht?
Nun, wahr­schein­lich:

Schrei! – Bist du du selbst bist
Schrei! – Und wenn es das letzte ist
Schrei! – Auch wenn es weh tut
Schrei so laut du kannst!
Schrei! – Bist du du selbst bist
Schrei! – Und wenn es das letzte ist
Schrei! – Auch wenn es weh tut
Schrei so laut du kannst – Schrei!

Nein – nein – nein – nananana nein
Nein – nein – nein – nananana nein

Schrei! – Bist du du selbst bist
Schrei! – Und wenn es das letzte ist
Schrei! – Auch wenn es weh tut
Schrei so laut du kannst!
Schrei! – Bist du du selbst bist
Schrei! – Und wenn es das letzte ist
Schrei! – Auch wenn es weh tut
Schrei so laut du kannst – Schrei!

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