Schalke ist tot. Über­rollt und gekillt von elf Dort­mun­dern, die sich in den Rausch gespielt haben. 4 Schüsse. 4 Tore. Leck mich am Arsch, was ist hier los?!

In der 32. Minute des Revier­derbys bildet sich in der Mitte des Aus­wärts­blocks, dort, wo die Fans von Schalke 04 stehen, eine Men­schen­kette. Schalke ist tot. Und die Anhänger wollen nicht länger Teil des Begräb­nisses sein und gehen. Sie werden heute Abend zuhause sitzen und sie werden diese Ent­schei­dung ihr Leben lang bereuen.

Was für eine ver­dammte Auf­gabe soll das sein?

Der Irr­sinn beginnt genau jetzt. Dome­nico Tedesco, der Trainer, der für ein neues Selbst­be­wusst­sein auf Schalke gesorgt hat, blickt auf die Bank. Leon Goretzka und Amine Harit ziehen sich die Tri­kots über, werden ein­ge­wech­selt für Weston Mc Kennie (Gelb-Rot-gefährdet) und Franco di Santo (schlecht). Tabula Rasa. Aber bitte, was sollen sie noch ändern? Was für eine ver­dammte Auf­gabe soll das sein, gegen über­le­gene Dort­munder und ein 0:4 anzu­laufen?

Bis zur Pause wird sich nichts ändern. Dort­mund hat fast 70 Pro­zent Ball­be­sitz und Schalke keine Chance – im wahrsten Sinne. Halb­zeit.

Ein Trainer hat in dieser Situa­tion zwei Mög­lich­keiten“, wird Goretzka später sagen, die erste: er tritt auf die Mann­schaft ein. Unser Trainer hat sich für die zweite ent­schieden.“

Schalke kam zurück. Kämpfte, warf sich rein, ein­fach alles. Und trotzdem: Als Naldos Tor zum ver­meint­li­chen 1:4 wegen Abseits zurück­ge­pfiffen wird und Pierre-Eme­rick Aub­ameyang das 0:5 ver­gibt, ist Schalke immer noch tot.

Burg­staller trifft. Augen­blicke später trifft auch Amine Harit.

Es sind 60 Minuten gespielt, als Königs­blau den Ball nach vorne pöhlt. Burg­staller trifft. Augen­blicke später trifft auch Amine Harit. Und Aub­ameyang sieht Gelb-Rot. Was ist hier los?!