Was die DFB-Elf in Nordirland erwarten wird

Prüfung bei den Panzerknackern

Nach der 2:4-Niederlage gegen Holland steht die deutsche Nationalmannschaft unter Druck. In Nordirland muss die Mannschaft von Joachim Löw unbedingt gewinnen. Der Bundestrainer will umstellen.

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Das wird ein Fußballfest. Nach der krachenden Niederlage gegen die Auswahl der Niederlande steht die sich im Umbruch befindende deutsche Fußballnationalmannschaft unter Druck. Da trifft es sich vorzüglich, dass sie am Montagabend in Belfast antreten muss.

Die Reifeprüfung

Die Nordiren gelten auf Grund ihres Stils als die Panzerknackerbande des europäischen Fußballs. Das Schöne an der Konstellation ist, dass Nordirland in der EM-Qualifikationsgruppe C mit vier Siegen aus vier Spielen in Front liegt. Das deutsche Team, das mit drei Siegen gestartet war, rangiert nach dem bitteren 2:4 gegen die Niederlande dahinter. Deshalb kann die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw den Gruppensieg nicht mehr aus eigener Kraft stemmen. Und so wird das Spiel im zugigen Windsor Park zu Belfast mal richtig bedeutsam.

Von einer Reifeprüfung für das junge, umgekrempelte deutsche Team ist die Rede. Andere sprechen von einem Mentalitätsspiel. »Das Spiel gegen die Nordiren wird ein ganz anderes«, hatte Löw nach der Landung am Sonntag in Belfast gesagt. Dort machte Ilkay Gündogan wegen eines grippalen Infekts gleich wieder kehrt. Nordirland spiele einen anderen Fußball als die Holländer, »da sind andere Attribute gefragt«. Die Nordiren stehen für körperliche Robustheit und kompromisslose Defensivarbeit.

Erster Dämpfer

Am Samstag hatte der Bundestrainer seinen angeschlagenen Spielern frei gegeben. Sie sollten mal die Köpfe freibekommen, wie es so schön heißt. »Man muss den Spielern jetzt wieder das Gefühl geben, dass sie es können«, hatte Löw gesagt. Der Dämpfer von Hamburg soll mit Blick auf die EM-Endrunde 2020 gerade bei den noch jungen Spielern keine Spuren hinterlassen. »Toni Kroos und Manuel Neuer, die haben das schon mal erlebt, dass man so ein Spiel verliert. Die jungen Spieler muss man ein bisschen aufrichten«, sagte Löw.