Warum der BVB für die Zukunft dringend neue Ziele braucht

Nach dem Double kommt der Euro

Double hin, Double her – nachdem der BVB nun schon die beste Mannschaft der Welt ist, täte der Klub gut daran, schleunigst neue Saisonziele zu formulieren. Wir geben Schützenhilfe und wissen, wo Klopp und Co. nun unbedingt helfen müssen.

Meisterschaft, Pokalsieg, die neue Macht der Bundesliga: Was soll jetzt noch kommen? Borussia Dortmund droht nach dieser Saison ein Motivationsloch. Damit die junge Mannschaft nicht satt und träge wird, täte der Klub gut daran, sich schleunigst neue, große Aufgaben zu suchen.

Doch welche Aufgaben könnten für die Übermannschaft von Trainer Jürgen Klopp in den kommenden Wochen überhaupt noch motivieren? Wir haben da ein paar Vorschläge:

4-5-1 mit Angie und Co.
Wir wissen es spätestens seit dem Kabinenbesuch von Angela Merkel, die den halbnackten Mesut Özil zu einem PR-Foto allererster Güte nutzt: Politik und Fußball sind längst nicht voneinander zu trennen. Deswegen muss sich Jürgen Klopp nun in den Dienst des ganzen Landes stellen. Nur der Superdupervollgasgeil-Motivator schafft es die schlaffe Regierungstruppe wieder ins Achtung zu stellen. Ein paar bellende Kommentare auf der nächsten FDP-Sitzung, klare Einweisung für die Defensivkönige der CSU und ein paar Extra-Einheiten für die »Kreativ«-Zentrale aus der CDU – Kloppo schafft es sogar die Trümmertruppe auf den vorderen Regierungsbänken wieder zu einer schlagkräftigen Mannschaft zu formen. Und schon wird ganz schnell aus dem 4-5-1 eine absolute Mehrheit.

Gottschalk adé!
Spätestens seit dem Bekanntwerden der Kreativpause von Thomas Gottschalk wird klar: Der Vorabend im Öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist tot. Deswegen muss nun Borussias Allzweckwaffe Norbert Dickel übernehmen. Fortan werden alle Trainingseinheiten des BVB live in ARD und ZDF übertragen, Nobby kommentiert live. Montags werden die besten Bilder der abgelaufenen Partywoche gezeigt, Nobby kommentiert live. Sollte sich das Konzept durchsetzen, werden schrittweise auch andere Inhalte durch BVB-Content ersetzt. Zur Tatort-Zeit sendet Nobby live aus seiner Currywurstbude in Dortmund, das Morgenmagazin entfällt für ein paar andächtige Aufnahmen vom Borsigplatz bei Sonnenaufgang. Live kommentiert von Nobby Dickel.

Auch international erfolgreich
Traurig, aber wahr: Das Konstrukt Europa ist durch die Pleiten diverser Schurkenstaaten wie Griechenland, Italien, Portugal und Irland am Ende. Nun bleiben zwei Optionen: Entweder man pumpt weiter milliardenschwere Schutzschirme über in die luftleere Masse oder man lässt Hans-Joachim Watzke ran. Im Team mit Michael Zorc hat »Aki« mittlerweile genügend Erfahrung damit, totgesagte Pleitegeier wieder an die europäische Spitze zu führen. Deswegen müssen die beiden Macher des BVB-Wunders nun abdanken und endlich auch auf internationaler Bühne erfolgreich arbeiten. Startpunkt ist Griechenland, denn gerade hier hat Schwarz-Gelb spätestens seit den Erfahrungen der letzten Champions-League-Saison reichlich Angriffspunkte für Verbesserungen.

Berlin, Berlin, wir fliegen nach Berlin

Arm, aber sexy: Das spitzenmäßige Motto der Ravermetropole Berlin hat sich langsam abgenutzt. Arm ja, aber was an einem halbfertigen Flughafen sexy sein soll, weiß mittlerweile wohl nicht mal mehr Bürgermeister Klaus Wowereit. Deswegen baut man in der Hauptstadt nun auf den BVB, der ab sofort einige Spezialisten abstellen muss, um das Großprojekt »Flughafen Berlin-Brandenburg« wenigstens halbfertig zu bekommen. Unsere Vorschläge: Sven Bender schließt die offenen Lücken um Bauplan, Mats Hummels kümmert sich fortan um die Pressearbeit und Neven Subotic rekrutiert ein paar junge Mädchen für die Flugabfertigung. Im Bereich Brandschutz kümmert sich Heißsporn Kevin Großkreutz fortan um die  handbetriebenen Sprenkleranlagen. Und während Shinji Kagawa sich um die Kurzstrecke Berlin-Manchester kümmert, testet Lukasz Piszczek die neue Luxusklasse gen Madrid. Nur so kann der Großflughafen noch vor 2026 in Betrieb gehen.

EM im Pott!
Sind wir doch ehrlich, vor der EM in Ukraine haben wir Angst wie zuletzt in der Grundschule vor dem schwarzen Mann. Neben der Gewalt an Hunden, fiel das Land, das bisher als glühendes Vorbild für Demokratie galt, vor allem durch unsafte Behandlung von politischen Gefangenen auf. Die Politik hat bereits mit aller Härte reagiert und einen eventuellen EM-Boykott eventuell/vielleicht in Aussicht gestellt (aber nur dann, wenn Deutschland nicht ins Finale kommt und es eventuell spitzenmäßige PR-Fotos auf der Tribüne und in der Kabine abzuholen gibt). Wir gehen weiter und fordern: Verlegt die ganze EM einfach nach Dortmund. Alle Spiele im Westfalenstadion, alle Mannschaften pennen im Westfalenpark, alle Public Viewings in der Westfalenhalle, frei DAB für alle. Geht nicht, gibt's nicht. Nur die Ukraine, dieser blutrünstige Bösewicht, bleibt außen vor. Der Ex-Gastgeber muss sein Lager in Gelsenkirchen aufschlagen. Das ist Strafe genug.

Kein Sonntag ohne BVB
Der Hamburger Tatort mit Neu-Kommissar Til Schweiger ist schon vor seiner ersten Ausstrahlung in der Krise. Ging doch Charakterdarsteller Schweiger mit seiner Forderung nach einem neuen Vorspann zu sehr in die Offensive, kann der Krimi-Dinosaurier eigentlich nur noch durch frischen Wind gerettet werden. Deswegen fordern wir eine Verlegung des Nord-Tatort in den Großbereich Dortmund. Herrliche Vorstellung: Kloppo streift mit Schimanski-Gedächtnis-Fleppe durch marode Innenstädte, futtert tonnenweise C-Wurst an Nobbys Bude, während seine fleißigen Assistenten im Innendienst talentierte Schwerverbrecher scouten.

Eurovison Song Contest
Nach dem Hype um Lena Meyer-Landruth droht unserer geliebten Gesangsnation beim kommenden »Eurovison Song Contest« in Baku ein Debakel. Oder kennt jemand unseren Kandidaten? Eben! Genau deswegen muss jetzt Hilfe aus Dortmund her. Kurzerhand wird die Südtribüne nachnominiert, die mit ihrem Welthit »Ein Schuss, ein Tor, die Bayern« sicher auch zwölf Punkte aus rivalisierenden Staaten wie Litauen und Polen entführen würden. Hier erste Aufnahmen von den Proben: