JULI

Auf­reger des Monats:
Gaucho-Gate“
Die Welt­meis­ter­schaft war vorbei, Deutsch­land holte nach 24 Jahren wieder den Titel, Hun­dert­tau­sende erwar­teten die Mann­schaft am Bran­den­burger Tor in Berlin. Dann stimmten einige Spieler einen Fan­ge­sang gegen Final-Gegner Argen­ti­nien an, die Auf­re­gung war groß, das Gaucho-Gate“ geboren. Besser machte es Julian Draxler, der nicht den Gegner son­dern Lieb­lings­kol­lege Kevin Groß­kreutz mit einem eigens kom­po­niertem Döner-Song ver­höhnte.

Spieler des Monats:
Miroslav Klose
Spä­tes­tens nach dem legen­dären Halb­fi­nale könnte hier jetzt so ziem­lich jeder deut­sche Natio­nal­spieler stehen. Am meisten hat es aber wohl Miro Klose ver­dient, dem in seiner langen Natio­nal­mann­schafts­kar­riere end­lich ein großer Titel ver­gönnt war und der dazu in eben jenem Halb­fi­nale zum erfolg­reichsten WM-Tor­schützen aller Zeiten wurde. Nach seinem ersten Tor im Grup­pen­spiel gegen Ghana war uns ja kurz das Herz ste­hen­ge­blieben, als er nach seinem typi­schen Miro-Klose-Salto, der nicht mehr ganz so fili­gran wie vor einigen Jahren aussah, derart unsanft lan­dete, dass man schon das vor­zei­tige Kar­riere-Ende ver­mu­tete. Aber natür­lich stand der ewige Miro wieder auf und schoss weiter seine Tore. Nach dem Finale flossen bei ihm die Freu­den­tränen, wir weinten glei­cher­maßen vor Freude und Trauer mit ihm. Denn mit dem WM-Titel been­dete Klose seine Lauf­bahn als Natio­nal­spieler.

Video des Monats:
Thomas Müller lustig“
Wenn man eigent­lich viel Arbeit hat, neigt man oft dazu, gerade dann Dinge zu tun, die einen stun­den­lang davon abhalten. Zum Bei­spiel bei You­Tube Thomas Müller Inter­view lustig“ ein­ge­geben. Nach dem Final-Tri­umph gab er ein ganz beson­deres Bei­spiel seines Humors: Die arme Repor­terin wollte ein­fach nur wissen, ob er ent­täuscht sei, weil er den gol­denen Schuh knapp ver­passt habe. Müller ant­wor­tete auf seine Weise, Kumpel Bas­tian ret­tete die Situa­tion auf char­mante Schweini-Art.

Schlag­zeile des Monats:
7:1 – Deutsch­land demü­tigt Bra­si­lien“
Über dieses Spiel ist eigent­lich alles gesagt worden, wir haben uns das Spiel noch min­des­tens fünf Mal ange­sehen und haben ein lebens­großes Jogi-Löw-Bild über dem Sofa hängen, dass wir jeden Tag fein säu­ber­lich abstauben. Trotzdem kann man immer noch nicht genau begreifen, was damals in Belo Hori­zonte genau pas­siert ist. Was bleibt ist eine 5:0‑Halbzeitführung, eine zen­ti­me­ter­dicke Gän­se­haut und die Tränen von David Luiz.