In Eng­land geht’s ab und die Sta­dien werden gestürmt. Wann geht es end­lich hier­zu­lande zur Sache und wir zeigen den Tur­bo­ka­pi­ta­listen da oben, was wir von ihren Spe­renz­chen halten?
Gute Frage. Wir unter­stützen natür­lich sämt­liche anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Bestre­bungen und Auf­ständ­le­reien, um den kleb­rigen Bonzen in ihren mit Lachs­schnitt­chen gefliesten VIP-Villen den Sport wieder weg­zu­nehmen, den sie uns arg­losen Gras­wur­zel­fuß­ball­fans einst gewaltsam ent­rissen haben. Aber das bedarf natür­lich auch einer gewissen Vor­be­rei­tung. Damit ihr für die Revo­lu­tion auch gut aus­ge­stattet seid, liebe Genossen, bieten wir im 11FREUNDE-Online­shop hand­ge­fer­tigte Mist­ga­beln und Fackeln zum Son­der­preis von nur 179,90 Euro pro Stück an (unver­bind­liche Preis­emp­feh­lung), bei Sam­mel­be­stel­lungen von zehn Stück gibt es eine Fackel gratis. Jeder Ein­kauf bringt euch Payback-Punkte, die ihr z.B. beim Kauf unseres prak­ti­schen Bier­fla­schen/Pflas­ter­stein-Demoset ein­lösen könnt. Auch gibt es aktuell 10 Pro­zent Rabatt auf unsere Sturm­hauben und Quarz­sand­hand­schuhe (Code: #GUIL­LO­TINE). Für wei­tere Infor­ma­tionen tretet ein­fach unserem prak­ti­schen Schnee­ball­system bei, mit dem auch du 8000 Euro von zuhause ver­dienen kannst, Banken hassen diesen Trick. Danke.

Was ist denn schon wieder für ein Chaos beim DFB?
Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin,

mit Ver­wun­de­rung haben wir diese Frage gelesen, die ja impli­ziert, dass es sich beim DFB um einen chao­ti­schen wie trau­rigen Haufen han­delt, der aktuell mehr schwach­sin­nige Skan­dale raus­haut als Charlie Sheen zu Kokain-Tiefst­preis-Zeiten. Das möchten wir an dieser Stelle in aller Deut­lich­keit zurück­weisen. Die daraus abge­lei­tete, ent­spre­chende Behaup­tung, die mitt­ler­weile bun­des­weit in allen Kanälen medial bes­tens gestreut ist, der DFB sei zer­strit­tener als TicT­acToe 1997 und aber noch pein­li­cher, weil die affigen Fehden per Brief aus­ge­tragen werden und nicht mal auf einer Pres­se­kon­fe­renz, damit die Leute wenigs­tens was zu lachen haben, ist frei erfunden. Die Pro­bleme des DFB löst man nicht durch den Aufbau ima­gi­närer Feind­bilder und aben­teu­er­li­cher Ver­schwö­rungs­theo­rien, son­dern indem sämt­liche Ver­ant­wort­li­chen trotz haar­sträu­bender Unfä­hig­keit, einer Streit­kultur, für die sich selbst Kevin Groß­kreutz mit Döner in der Hand schämen würde und sogar ekligen Nazi­ver­glei­chen an ihren Posten kleben wie ein umge­kippter Kill­epitsch auf einer Knei­pen­theke wäh­rend einer rein beruf­li­chen Reise von Ver­bands­ver­tre­tern.

Wir bitten Sie, diese Behaup­tung nicht weiter zu erheben und wären dankbar für eine bal­dige Rich­tig­stel­lung.

Ja gut, aber was ist denn jetzt wirk­lich pas­siert zwi­schen DFB und DFL? 
Hier die Bilder: 

Bayern wird Meister, Glück­wunsch, aber wie lange wollen wir noch so tun, als wäre der Wett­be­werb in der Liga nicht seit Jahren und auf Jahre tot?
Gute Frage. Füh­rende Zukunfts­for­scher unseres Able­gers 11FREUNDE-Spek­trum haben errechnet, dass das Pro­blem einer zum Ein­pennen lang­wei­ligen Bun­des­liga erst dann zu ernst­ge­meinten Reformen führt, wenn die Bayern ihre Auf­takt­spiele nicht mehr nur 8:0 gewinnen, son­dern ca. 32:0, wobei die Bay­ern­spieler aber wegen einer tea­m­in­ternen Wette wahl­weise auf den Händen laufen, bren­nende Fackeln jon­glieren oder die Schnür­senkel zusam­men­ge­bunden haben müssen. Zeit­gleich muss die Anzahl an Das-ist-eine-Mentalitätsfrage“-Kommentare im Kicker pro Saison auf unter eins sinken und ein Aus­spre­chen des Satzes Die anderen müssen ein­fach bes­sere Arbeit leisten“ nicht mehr ohne Lach- und/​oder Heul­krampf mög­lich sein. Laut einer ersten Hoch­rech­nung ist das erst­mals im Jahre 2053 der Fall. Um den Pro­zess zu beschleu­nigen, weisen wir an dieser Stelle nochmal auf Ant­wort 1 hin, die Mist­ga­beln und Fackeln sind selbst­ver­ständ­lich wie­der­ver­wendbar.

Lever­kusen, Glad­bach oder Union – wer kommt in die Con­fe­rence League und wie wird das da?
Wir tippen auf Glad­bach, pas­sieren wird Fol­gendes: Der Sai­son­start läuft noch ganz okay, dann aber stehen die ersten Grup­pen­spiele an, in Län­dern, von denen man bis vor kurzem ganz sicher dachte, sie lägen irgendwo in den Aus­läu­fern des Hima­layas. Das tun sie aller­dings tat­säch­lich, wes­wegen die Aus­wärts­reise zum Don­ners­tags­spiel beim FK Gott­weißwo bereits am Montag beginnen muss, per Flug­zeug, Bahn, Bus, nochmal Flug­zeug, nochmal Bus, Taxi und Fuß­marsch über einen dieser unge­si­cherten Gebirgs­wege, die man manchmal in Rei­se­dokus sieht und denkt: Puh, nie­mals“. In der Grup­pen­phase reibt sich die Truppe auf und lässt ordent­lich Körner, der neu­ver­pflich­tete Super­star etwa fällt erstmal auf unbe­stimmte Zeit aus, weil sich der Bau­schutt, mit dem die Löcher im Platz auf­ge­schüttet wurden, unter der zer­trüm­merten Knie­scheibe ent­zündet. Dass auch noch die zwei Super­ta­lente am Flug­hafen abge­passt werden, weil die Grenz­be­amten irr­tüm­lich davon aus­geht, sie drückten sich vorm obli­ga­to­ri­schen sie­ben­jäh­rigen Mili­tär­dienst, macht die Laune nicht besser. Platt von den Stra­pazen ver­lieren die über­mü­deten Spieler in der Liga Spiel um Spiel und rut­schen unten rein, wäh­rend die Bilanz gegen die aus Leh­rern, Taxi­fah­rern und Stu­denten bestehenden Gegner in der Con­fe­rence League echt ok ist. Im Winter macht die Borussia das Wei­ter­kommen in die K.o.-Phase klar, freuen kann sich aber nie­mand so recht, schon gar nicht der Trainer, der wegen Tabel­len­platz 17 bereits gehen musste. Der Neue startet mit einem sou­ve­ränen 2:1 gegen Dings­bums Dings­bumsp­t­rovsk, auch in der Liga hofft man auf Bes­se­rung, vor allem weil die beiden Super­ta­lente end­lich wieder im Land sind, wenn­gleich schnell deut­lich wird, dass das nicht mehr die unbe­schwerten, fröh­li­chen Jungs von vorher sind, son­dern kriegs­ge­schüt­telte Männer mit leeren Bli­cken, die Dinge gesehen haben. Das 0:9 gegen Fürth geht dann auch in dieser Höhe in Ord­nung, beim 1:13 gegen Mainz trifft die Truppe immerhin end­lich wieder (Eigentor Bell, 87. Minute). Im Mai dann das große Drama: Das spek­ta­ku­läre 1:0 im Con­fe­rence-League-Finale gegen die Wes­tern Sydney Wan­de­rers ist ein­ge­rahmt von den Rele­ga­ti­ons­spielen gegen Hei­den­heim, deren 0:0 und 1:1 den Abstieg bedeuten. Bitter. Und Glück­wunsch.