Rum­me­nigge meint, man solle Bayern-Spieler zuerst impfen? Fällt euch zu sowas eigent­lich über­haupt noch etwas ein?
Wir ver­stehen natür­lich die Bedeu­tung des FC Bayern Mün­chen für Deutsch­land, die Welt, den Pla­neten Erde, das Uni­versum und ganz gene­rell die Spe­zies Mensch. Ent­spre­chend haben wir uns Rum­me­nigges Vor­stoß zu Herzen genommen und basie­rend darauf, mit Experten des 11FREUNDE-eigenen Robin-Koch-Insti­tuts und der diesem unter­stellten STICK­ROTH (Stän­dige Impf­kom­mi­sion total über­flüs­siger Halb-Gags), neue Leit­li­nien zur Impf­rei­hen­folge im Sinne des FC Bayern erstellt:
Gruppe 1: Fuß­ball­funk­tio­näre, die mit der Auf­gabe, die Maske über der Nase zu tragen, über­for­dert sind
Gruppe 2: Fuß­ball­profis, die bei Ver­einen spielen, die min­des­tens 30-mal Deut­scher Meister wurden
Gruppe 3: Der Lewan­dowski nochmal, nur zur Sicher­heit
Gruppe 4: Thomas Mül­lers Deck­hengste
Gruppe 5: Men­schen, die es uniro­nisch c00l f7nd3n, Buc8st4b3n in sp4ck1g3n Ju8el-Ha5h­ta8s zu v3rw3nd3n
Gruppe 6: Uns doch scheiß­egal, macht’s gut, ihr Trottel

Dabei war ja eigent­lich erst Anfang der Woche die Schose mit Rum­me­nigge am Flug­hafen?
Stopp, bitte. Wir kommen mit den Rum­me­nigge-Gags bei der aktu­ellen Tak­tung seiner Fehl­tritte nicht hin­terher, weil wir ja auch noch genü­gend Zeit brau­chen, um den Kopf auf die Tisch­platte zu schlagen. Gebt uns eine Woche, ja?

Geil, mehr Geld für die Top­klubs durch die CL-Reform. Was sagt ihr dazu?
Nun, man muss auch die Sorgen und Nöte der Top­klubs ver­stehen. Klar, sie kriegen eh schon absurd viel mehr Geld als der Rest, durch ein kaputtes System, das sie sich selbst zurecht­re­for­miert haben, und degra­dieren die natio­nalen Ligen dadurch zu wert­losen Kir­mes­ver­an­stal­tungen, in denen ihnen alle anderen Klubs mal die Stiefel lecken können. Und durch diese stetig größer wer­dende Ungleich­heit bestehen ihre Kader mitt­ler­weile aus gleich zwei, wenn nicht sogar drei kom­pletten Mann­schaften von inter­na­tio­nalem Format. Und ja, das geht so weit, dass die Top­klubs kleine Schat­ten­kader und manchmal sogar rich­tige Loan Armys“ voller Talente haben, die auf einem regu­lierten Markt güns­tige, viel­ver­spre­chende Spieler für klei­nere Klubs wären, mit denen diese den sport­li­chen und finan­zi­ellen Abstand viel­leicht wenigs­tens um ein Mü ver­kürzen könnten. So aber immer nur als Leih­sta­tion die Drecks­ar­beit in der Aus­bil­dung machen, bevor die Spieler dann für Umme zurück­ge­holt oder eben vom Top­klub ver­kauft werden, wie kleine, mensch­liche Geld­an­lagen. Was aller­dings nur dann der Fall ist, wenn der Top­klub nicht sowieso schon einen oder welt­weit gleich meh­rere Zulie­fer­er­klubs auf­ge­kauft und in die Group“ oder das eigene Was-auch-immer-Impe­rium ein­ver­leibt hat, was ja seit ein paar Jahren der letzte Schrei ist, um mög­lichst effektiv noch besser und rei­cher zu werden. Was prin­zi­piell, also das Reich­werden, ja eigent­lich gar nicht mehr nötig wäre, weil wenn nicht ein Schur­ken­staat sowieso alles mit dem fet­testen Blan­kocheck der Finanz­ge­schichte durch­fi­nan­ziert, die Sport­ar­ti­kel­her­steller ein­springen und bspw. eine Mil­li­arde Euro für den nächsten Ver­trag zahlen, damit die Top­klubs in ent­spre­chenden Tri­kots durch die Cham­pions-League-Prime-Time laufen. Wo sie, siehe Anfang, mit Geld zuge­schüttet werden, in einem System, das sie sich selbst und­so­wei­ter­und­so­fort. Aber man muss eben auch ihre Sorgen und Nöte ver­stehen: Sie sind halt ein­fach noch nicht reich genug.

-