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Vegane Ernährung im Leistungssport

Die Hip-Hop-Band Anti­lopen Gang hat vor einigen Jahren eine Hymne auf die Pizza geschrieben. Der Refrain geht so: Ich glaube fest daran / Dass uns Pizza retten kann / Sie ver­bündet diese Welt / Baby, lass uns Pizza bestellen!“. Weiter heißt es, die ita­lie­ni­sche Teig­speise ver­binde Her­kunft, Haut­farbe und Reli­gion, sie sei das Symbol unserer Hoff­nung“, die hei­lige Scheibe“ und könne sogar ganze Staaten stürzen. Das Motto? Viva la Mar­ghe­rita!

Dass die eng­li­sche Natio­nal­mann­schaft der Frauen die Anti­lopen Gang kennt, geschweige denn den Song, ist eher unwahr­schein­lich. Sie teilt jedoch offen­sicht­lich die Begeis­te­rung für Pizza. Und ließ nach dem gewon­nenen Vier­tel­fi­nale gegen Spa­nien bei der EM in diesem Sommer kur­zer­hand einen Spei­se­wagen voller Pizzen in die Kabine ein­rollen. Videos machten die Runde, wie Spie­le­rinnen mit Piz­za­kar­tons durch die Mixed Zone schlen­dern. Das warf Fragen auf. Zum Bei­spiel: Sind die Frauen ein­fach wirk­lich cooler als die Männer? Und ist das über­haupt gesund, Leis­tungs­sport zu betreiben und sich wie Nor­mal­sterb­liche zu ernähren?

Was hat Pizza im Fuß­ball zu tun?

Wie in jeder­fraus und jeder­manns Leben kreuzt die Pizza immer wieder auch die Fuß­ball­sphäre, sodass hie und da eine Anek­dote ent­steht, die ein Sam­mel­stück unter der Rubrik Pizza und Fuß­ball“ eigent­lich uner­läss­lich machen. 2016 etwa, als Claudio Ranieri Lei­cester City trai­nierte, scherzten einige Medien, einen maß­geb­li­chen Anteil an der erfolg­rei­chen Saison habe das soge­nannte Pizza Pro­mise“ gehabt. Der Ita­liener hatte seinen Spie­lern näm­lich eine Pizza ver­spro­chen, sollten sie end­lich einmal ohne Gegentor bleiben. Am 10. Spieltag war es so weit, Lei­cester gewann mit 1:0 gegen Crystal Palace – und Ranieri ging mit seinen Spie­lern zum Ita­liener in der Stadt. Wo sie ihre Pizzen zur eigenen Über­ra­schung selber backen mussten. Ein halbes Jahr später wurde der Klub sen­sa­tio­nell Meister. Mit furiosem Kon­ter­fuß­ball. Und einem Trainer mit einem großen Faible für Pizza.

Eine wei­tere Geschichte, die Fuß­ball mit Pizza zusam­men­bringt, dreht sich um Cesc Fab­regas und Sir Alex Fer­guson und ist als Schlacht am Buffet“ in die Geschichte ein­ge­gangen. Arse­nals Fab­regas soll 2004 im Innen­raum des Old Traf­ford mit einigen United-Akteuren anein­an­der­ge­raten sein und ein Stück Pizza nach Fer­guson geworfen haben. Über ein Jahr­zehnt lang war sich nie­mand auf der Insel sicher, ob diese Geschichte denn nun wirk­lich pas­siert oder eine moderne Sage war. Letzt­lich war es Cesc Fab­regas selbst, der in die Rolle des Auf­klä­rers schlüpfte und der breiten Öffent­lich­keit 2013 in der Sky-Sen­dung A League Of Their Own“ live ver­kün­dete, er habe das Piz­za­stück damals tat­säch­lich auf Fer­guson geworfen. Als hätten sie sich inspi­rieren lassen, singt die Anti­lopen Gang in ihrem Song pas­send: Tief­ge­kühlt ist sie ein wun­der­bares Wurf­ge­schoss.“

Auch Max Kruse mag Pizza. Klar. Der Unper­fekte. Der Kult-Kruse. Er könnte sogar vor dem Spiel noch eine Pizza ver­drü­cken, hat er mal gesagt. Wenige Tage später ver­öf­fent­lichte er ein Video, in dem er ent­rüstet in die Innen­ka­mera seines Handys keift, man habe ihm nach Abpfiff die fal­sche Pizza in die Kabine gelie­fert. Er dreht dann die Kamera anders­herum und filmt die Pizza: Kein Fleisch, kein Käse. Dafür Karotten, Brok­koli und Pilze. Was ne Scheiße hier!“ Aber hallo! Wie sagen es die Neu­zeit-Lyriker von der Anti­lopen Gang? Die Welt ist eine Scheibe.“ Genau wie die Pizza!

Eine Party gegen Kopf­schmerzen 

Matt Lovell ist sich eben­falls bewusst, wie wichtig Pizza sein kann. Er ist Ernäh­rungs- und Leis­tungs­trainer. Lovell, der mit diversen Pre­mier-League-Spie­lern zusam­men­ar­beitet, sieht sogar einen Vor­teil darin, nach dem Spiel Pizza zu essen. Weil der Körper auf ein hohes Maß an Gly­kogen ange­wiesen sei. Dafür brauche es eine bestimmte Zufuhr an Koh­len­hy­draten, denn sie werden im Körper beim Abbau zu Glu­kose. Nach dem Spiel braucht man kalo­rien­reiche, ener­gie­reiche Lebens­mittel,“ sagt Lovell. Mit einer Pizza können die Koh­len­hy­drate-Reserven schnell wieder auf­ge­füllt werden. Und gerade bei eng getak­teten Spiel­plänen, die es bei großen Tur­nieren gibt, sei das wichtig.

Hinzu kommt der Fakt, dass Pizzen in der Regel sehr salzig sind. Gerade Spit­zen­sportler, die viel Schweiß pro­du­zieren, brau­chen Salz. Matt Lovell erklärt: Es ist sehr wichtig, den nor­malen Natri­um­spiegel beim Sport zu ersetzen und auf­recht­zu­er­halten.“ Ist dieser näm­lich niedrig, führt das zu Müdig­keit und die Nerven können nicht mehr effektiv arbeiten. Häufig löst das wie­derum Kopf­schmerzen aus. Ver­dreht man es nun so, wie man es gerne hätte, haben die Eng­län­de­rinnen nach dem Vier­tel­fi­nal­spiel Ende Juli also eine Party ver­an­staltet, um Kopf­schmerzen zu ver­meiden. Ob der Trick wenige Tage später nach dem gewon­nenen Finale gegen Deutsch­land auch funk­tio­niert hat?