Egal, was man heute macht, man macht es auch für die digi­tale Welt. Kuchen vor dem Anschneiden nicht foto­gra­fiert? Nochmal backen. Der Bungee-Sprung zu unscharf? Nochmal springen. Am schönsten sind die Fotos, auf denen die foto­gra­fierte Person mit dem Rücken zur Kamera den Foto­gra­fie­renden an der Hand über irgend­einen viel zu per­fekten Strand auf Mau­ri­tius zerrt. Ganz unver­krampft natür­lich.

Neuer Chelsea-Coach

Dass auch der Fuß­ball nicht frei ist von sol­chen digi­talen Pflichten, sollte selbst­ver­ständ­lich sein. Zu sehen zum Bei­spiel an Mirko Slomkas sta­bilem Insta-Game oder jede Woche bei uns in den Netz­re­ak­tionen. Aber der Fall Frank Lam­pard scheint alle Anstren­gungen im Netz ad absurdum zu führen.

Eigent­lich sollte die 41-jäh­rige Klub­le­gende und der Rekord­tor­schütze bereits am Mitt­woch offi­ziell als Nach­folger von Mau­rizio Sarri vor­ge­stellt werden. Aller­dings hatten Face­book und Insta­gram zeit­gleich mit Stö­rungen zu kämpfen, die den Upload von Fotos und Videos betrafen. Berichten des bri­ti­schen Mirror zufolge könnte das der Grund gewesen sein, wes­halb Lam­pard doch noch nicht als Trainer des FC Chelsea prä­sen­tiert wurde.

Der per­fekte Zeit­punkt

Der Klub ver­schob die Bekannt­gabe näm­lich kur­zer­hand auf den nächsten Tag – nur um dann sämt­liche Kanäle der sozialen Medien unter größter Auf­merk­sam­keit mit Frank-Lam­pard-Inhalten voll­zu­bal­lern: Das große Frank-Lam­pard-Quiz, Frank Lam­pards erste Pres­se­kon­fe­renz als Chelsea-Coach, Frank Lam­pards erstes Inter­view als Chelsea-Coach, Frank Lam­pards erster Spa­zier­gang durch die Stam­ford Bridge als Chelsea-Coach. Alles ein rie­siger Aufzug unter dem Hashtag #Wel­co­me­Home­Frank. Als ich heute morgen auf­ge­wacht bin und es offi­ziell war, hat es sich gut ange­fühlt“, sagt der neue Trainer der Blues.

Der Verein hat nicht bestä­tigt, dass die Stö­rungen bei Face­book und Insta­gram Grund für die ver­scho­bene Bekannt­gabe waren. Mariana Gra­novs­kaia, die Direk­torin des FC Chelsea, sagte nur: Nach 13 Jahren bei uns als Spieler, in denen er eine Ver­eins­le­gende und unser Rekord­tor­schütze geworden ist, glauben wir, dass das der per­fekte Zeit­punkt für ihn ist, zurück­zu­kehren.“ Und für den per­fekten Zeit­punkt wartet man eben auch mal einen Tag.