Als die Nach­richt am 28. November in Cha­pecó ein­traf, herrschte Trauer, Ver­zweif­lung und Wut. Die Maschine des LaMia-Flugs 2933, mit der die bra­si­lia­ni­sche Mann­schaft Cha­pe­co­ensé zum End­spiel der Copa Sudame­ri­cana gebracht werden sollte, war wenige Kilo­meter vor dem Flug­hafen abge­stürzt. Ursache: Treib­stoff­mangel. 71 Men­schen starben, dar­unter 19 Spieler des Klubs, die Trainer, alle Betreuer.

50 Särge im Sta­dion

In den Tagen darauf blickte die gesamte Fuß­ball­welt auf Cha­pecó. Sie sahen die Ver­zweif­lung und den Staatsakt mit 20.000 Trau­er­gästen. Sie hörten vom ver­stor­benen Trainer Caio Junior, der nach dem Final­einzug seiner Mann­schaft gesagt haben soll: Wenn ich heute sterbe, sterbe ich glück­lich.“ Und sie sahen die Särge der 50 Ver­eins­mit­glieder, die ins Sta­dion getragen wurden.

An Fuß­ball war zu diesem Zeit­punkt, natür­lich, nicht zu denken.

Klas­sen­er­halt

Umso erstaun­li­cher sind die Bilder, die heute Nacht aus der Kabine von Cha­pe­co­ense gesendet wurden. Da steht eine Mann­schaft, zusam­men­ge­trom­melt zu Sai­son­be­ginn aus allen Ecken des Landes, und feiert den für unmög­lich gehal­tenen Klas­sen­er­halt. Drei Spiel­tage vor Sai­son­ende.

UUUUHHH É SÉRIE A!!!
Cha­pe­co­ense garan­tida no Bra­si­leirão Série A 2018!!
VAAAAAMOS, VAMOS CHA­PEEEE!! #Vamo­sC­hape #Brasileirao2017 pic​.twitter​.com/​K​k​7​4​g​uKdyW

— Cha­pe­co­ense (@ChapecoenseReal) 17. November 2017

Zu Beginn hatten sich alle Ver­eine der bra­si­lia­ni­schen Serie A dazu bereit­erklärt, dem Verein aus dem Bun­des­land Santa Cata­rina einen drei­jäh­rigen Abstiegs­schutz zu gewähren. Cha­pe­co­ense lehnte ab, wollte es aus eigener Kraft schaffen. Und lieh sich im Zuge einer Lex Cha­pe­co­ense“ allein einige Spieler der bereit­wil­ligen Liga­kon­kur­renten.