Sami Cöl­gecen beginnt mit einer Anek­dote. In seiner Funk­tion als General-Manager des Local-Orga­ni­sa­tion-Com­mittee (LOC) des dies­jäh­rigen Cham­pions-League-Finales von Istanbul sei er vor knapp einem Jahr nach Gel­sen­kir­chen gereist, um der Über­gabe des Sieger-Pokals an den dama­ligen Aus­tra­gungsort bei­zu­wohnen. In der Arena Auf­Schalke habe er einen eng­li­schen Gen­tleman getroffen, der im Jahr zuvor das End­spiel in Man­chester feder­füh­rend orga­ni­sierte. Ob dieser nicht einen Rat wisse, habe er gefragt. Natür­lich“, habe der geant­wortet und hin­zu­ge­fügt: Don’t do it!“ Mach’s lieber nicht. Der 25. Mai, der Tag des größten Sport­er­eig­nisses des Jahres 2005“, wie Cöl­gecen nicht ohne Stolz bemerkt, rückt immer näher. Und mit dem den Türken bis­weilen eigenen Hang zur Über­trei­bung sagt er: Dies ist eine Auf­gabe, die außer­halb jeder Pro­por­tion liegt, die Sie sich vor­stellen können.“ Es brauche über­mensch­liche Kräfte“. Aber den­noch sagt er zwar nicht ohne Ironie, aber irgendwie doch allen Ernstes: Wir wollen das beste Cham­pions- League-Finale orga­ni­sieren, das die Welt je gese­henen hat.“ Die Türkei, trotz mehr­ma­liger Olympia-Bewer­bung beim IOC nicht zum Zuge gekommen, ist zum ersten Mal Schau­platz eines sport­li­chen Groß­ereig­nisses dieser Dimen­sion und in ihrem Ehr­geiz der Welt zu beweisen, dass das Land im Stande ist, eine solche Ver­an­stal­tung zu stemmen, erscheint den Türken kein Super­lativ zu groß.

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