Seite 2: Der Held der Woche

Held der Woche: Nas­a­rawa United
Wer kennt ihn nicht, den tap­feren nige­ria­ni­schen Erst­li­gisten Nas­a­rawa United? Gegründet 2003, Spitz­name: Die Knappen“, 5000 Zuschauer passen ins Lafia Town­ship Sta­dium. 2009 war der Klub so arm, dass einer der Spieler die Mann­schaft ver­ließ, weil er nach eigener Aus­sage kurz vor dem Hun­gertod stand. Kurz darauf ran­da­lierten die Fans von Nas­a­rawa so hin­ge­bungs­voll nach einem Heim­spiel gegen Niger Tor­na­does, dass der Ver­band dem Verein eine Heim­spiel­sperre auf­er­legte, wor­aufhin die finan­zi­elle Situa­tion noch mieser wurde.

202 Spiele unbe­siegt

Doch, ach, das sind olle Kamellen, Schnee von ges­tern, der längst geschmolzen ist. Am Wochen­ende gelang dem Verein näm­lich einer der ver­mut­lich größten Aus­wärts­siege in der Geschichte des nige­ria­ni­schen Fuß­balls. Nas­a­rawa United bezwang die Kano Pil­lars mit 2:1. Was inso­fern von Bedeu­tung ist, da Kano Pil­lars schon sehr lange kein Heim­spiel mehr ver­loren hatten. Genauer gesagt: zwölf Jahre und 44 Tage nicht. Das sind 4446 Tage. 202 Spiele.

Die Unbe­sieg­baren“ hatte man die Pil­lars getauft, der Mythos vom Heim­vor­teil – hier hatte er zur Abwechs­lung mal seine Berech­ti­gung. Bis nun Nas­a­rawa United vor­bei­schaute und die beein­dru­ckende Serie been­dete. Durch Tore von Manier Ubale und Bature Yaro, die in der ver­gan­genen Saison noch wo spielten? Genau. Und wen hatte Pil­lars-Trainer Baba Ganaru in der Vor­saison trai­niert? Genau! Ernst Mid­den­dorp hätte ver­mut­lich gesagt: Alles hat ein Ende, nur die Brat­wurst hat zwei.“