FLOPS

Man­chester City

Dass das durch viele Scheich-Mil­lionen zusam­men­ge­kaufte Star­ensemble tat­säch­lich schon in der Vor­runde die Segel strei­chen muss, ist die viel­leicht größte Sen­sa­tion der Cham­pions-League-Saison 2011/12. Die als Todes­gruppe“ titu­lierte Gruppe A wurde nicht für die Bayern, auch nicht für den SSC Neapel, son­dern für Man­chester City zum Grab. Die ange­kün­digte Erobe­rung der (Fußball)-Welt muss nun für min­des­tens ein Jahr ver­schoben werden. Was heißt eigent­lich auf Ara­bisch: Fucking hell!“?

Man­chester United

Kinder, wie die Zeit ver­geht! Vor gut einem halben Jahr freute sich die Welt­be­völ­ke­rung auf das große Finale um die Cham­pions League. Die End­spiel­partner damals: der FC Bar­ce­lona und Man­chester United. United wurde zwar mit 3:1 nach Strich und Faden ver­mö­belt, schwor aber für 2012 Rache. Daraus wird nun nix, dem FC Basel (siehe: Tops) sei Dank. Dem irren 3:3 im Hin­spiel folgte ges­tern die sen­sa­tio­nelle 1:2‑Niederlage im Baseler St.-Jakob-Park. Welch eine Schmach für Alex Fer­guson in seinem 25. Dienst­jahr als Trainer der Red Devils“, die nach dem his­to­ri­schen Aus­scheiden in der Vor­runde nun in der Hölle“ Europa League antreten müssen. Und Alex Fer­guson soll unbe­stä­tigten Mel­dungen zu Folge vor lauter Frust sogar sein Kau­gummi aus­ge­spuckt haben.

Borussia Dort­mund

Machen wir es kurz, es ist schon genug dar­über geredet worden. Der Deut­sche Meister. Fliegt. Nach der Vor­runde. Mit vier Punkten. Und einer Tor­dif­fe­renz von 6:12. Als Grup­pen­letzter. In einer Gruppe mit Arsenal, Mar­seille und Piräus. Raus. Ohgot­to­got­to­gott.

»> Die Tops und Flops in der Bil­der­ga­lerie!

TOPS

FC Basel

Seien wir doch ehr­lich: Wer vor der Saison Haus und Hof auf eine Ach­tel­fi­nal­teil­nahme des FC Basel ver­wettet hätte, wäre wahr­schein­lich als armer Irrer in die nächst­lie­gende Psy­cha­trie ein­ge­wiesen worden. Ein Hoch auf die armen Irren, sie hatten mal wieder Recht! Und Basel ist nun ihre Haupt­stadt. Mit einem Tor­ver­hältnis von 11:10 ins Ach­tel­fi­nale der Cham­pions League ein­zu­ziehen, muss man auch erstmal schaffen. Kom­pletter Fuß­ball-Wahn­sinn, wer hat’s erfunden? Genau, die Schweizer.

Olym­pique Lyon

Hm. Lange haben wir über­legt, ob wir Olym­pique Lyon in dieser Sparte unseres Arti­kels unter­bringen. Aber: Ehre, wem Ehre gebührt. Denn das muss man erstmal schaffen: In den ersten fünf Grup­pen­spielen zwei Tore schießen (und zwar beide am 2. Spieltag beim 2:0 gegen Dinamo Zagreb) und dann im letzten Grup­pen­spiel (eben­falls gegen Zagreb) gleich sieben Buden auf einmal! Zwi­schen der 45. und 75. Minute! Wäh­rend gleich­zeitig Haupt­kon­kur­rent Ajax Ams­terdam im Spiel gegen Real Madrid zwei Treffer aberkannt werden. Und damit auf­grund des bes­seren Tor­ver­hält­nisses doch noch ins Ach­tel­fi­nale ein­zu­ziehen. Ver­schwö­rungs­theo­re­tiker, wo seid ihr?

APOEL Nikosia

APOEL wer? Den frisch geba­ckenen Sieger der Gruppe G kennt noch immer keine Sau. Das muss man wissen: Der Trainer heißt Ivan Jova­novic, ist im ehe­ma­ligen Jugo­sla­wien geboren und war früher selbst Fuß­baller (u.a. 121 Spiele für Roter Stern Bel­grad). Den Klub gibt es seit 1926, bis heute stehen 21 Meis­ter­schaften, 19 Pokal­siege und elf Supercup-Erfolge zu Buche. Der Super­star heißt tat­säch­lich Ailton Almeida, kommt nicht aus Bremen, son­dern aus Bra­si­lien und hat in fünf Cham­pions-League-Spielen dreimal getroffen. Auch die übrigen Tore (sechs bei sechs Gegen­toren!) erzielten Stürmer und damit Spieler, die man sich merken sollte. Gus­tavo Man­duca (Bra­si­lien) traf zweimal, Ivan Trick­ovski (ja, Trick­ovski!) aus Maze­do­nien einmal. APOEL Nikosia zieht als Grup­pen­erster ins Cham­pions-League-Ach­tel­fi­nale. Was kommt als Nächstes? Steigt die SpVgg Greu­ther Fürth in die 1. Bun­des­liga auf? Ver­söhnen sich Lemke und Hoeneß?