Rein­hard Rau­ball, Liga­ver­bands-Prä­si­dent
Egal, ob Sitz­platz oder Steh­platz, schwei­gend oder nicht schwei­gend, Teil­nehmer einer Fan-Demons­tra­tion oder Besu­cher des Fami­li­en­blocks: Wir können allen Fans ver­si­chern, dass die heu­tigen Beschlüsse die Fuß­ball-Kultur in Deutsch­land nicht gefährden. Im Gegen­teil: Diese Beschlüsse werden dabei helfen, die Fuß­ball-Kultur zu schützen. Die ange­drohten Ein­griffe, die bis zur Abschaf­fung der Steh­plätze reichten, sind damit vom Tisch.“

Wolf­gang Niers­bach, DFB-Prä­si­dent
Dass die deut­liche Mehr­heit der Lizenz­ver­eine Geschlos­sen­heit demons­triert und für das Sicher­heits­kon­zept gestimmt hat, ist ein wich­tiges Zei­chen für den gesamten Fuß­ball und die über­wäl­ti­gende Mehr­heit der fried­li­chen Fans in Deutsch­land. Wir brau­chen den Dialog zwi­schen allen Betei­ligten, aber auch ein­heit­liche Leit­planken, an denen sich alle ori­en­tieren können.“

Helmut Sand­rock, DFB-Gene­ral­se­kretär
Nach den vielen Dis­kus­sionen der ver­gan­genen Wochen und Monate ist diese Ent­schei­dung ein wich­tiger Schritt, der hof­fent­lich weiter zur Ver­sach­li­chung dieser The­matik bei­trägt. Wichtig ist nun, dass alle Ver­eine die beschlos­senen Maß­nahmen kon­se­quent und im Dialog mit ihren Fans umsetzen.“

Dirk Zingler, Prä­si­dent Union Berlin
Es gibt kei­nerlei Ver­an­las­sung, sich einem wodurch auch immer moti­vierten poli­ti­schen Druck zu beugen und zum jet­zigen Zeit­punkt sym­bo­lisch eine Hand­lungs­fä­hig­keit unter Beweis zu stellen, die über­haupt nie infrage stand. Von­seiten der Innen­mi­nister erwarte ich, dass verbal abge­rüstet wird und unge­recht­fer­tigte Dro­hungen, die die Auto­nomie der Ver­bände angreifen, unter­bleiben.“

Karl-Heinz Rum­me­nigge, Vor­stands­vor­sit­zener Bayern Mün­chen
Es war eine gute Sit­zung der DFL. Raus­ge­kommen ist das, was ich erwartet hatte. Die Bun­des­liga hat sich gegen Gewalt, Ras­sismus und Pyro­technik aus­ge­spro­chen – und das ist gut so.“

Klaus Allofs, Manager VfL Wolfs­burg
Ich bin froh dar­über, dass den Anträgen zuge­stimmt worden ist – dass wir jetzt die Rich­tung erst einmal vor­ge­geben haben. Das ist eine sehr posi­tive Sache. Nackt­scanner wollen wir auch nicht, aber wir wollen genaue Kon­trollen, weil wir am Ende wollen, dass das Sta­dion sicher ist. Wer das nicht mit­ma­chen möchte, der hat etwas zu ver­bergen. Das ist meine Mei­nung.“

Martin Kind, Prä­si­dent Han­nover 96
Das ist ein gutes Signal. Der Fuß­ball kann für die Pseudo-Fans keine Platt­form bieten. Und hier im Hin­blick auf Pyro­technik und Gewalt – das sind die beiden Themen, wo keine Kom­pro­miss­li­nien zu finden sind.“

Rainer Wendt, Vor­sit­zender Deut­sche Poli­zei­ge­werk­schaft
Es war höchste Zeit, dass der zuneh­menden Gewalt in und um deut­sche Fuß­ball-Sta­dien mit kon­kreten Maß­nahmen begegnet wird. Die Rich­tung, die die DFL jetzt ein­schlägt, ist nach­voll­ziehbar. Die Ver­bes­se­rung der Arbeit für die Polizei, die Schu­lung der Ord­nungs­dienste, die Bekennt­nisse der Ver­eine zur Ableh­nung von Gewalt, Ras­sismus und Pyro­technik sowie der Ver­stär­kung der Kom­mu­ni­ka­tion mit Fan­grup­pie­rungen sind alles Schritte, die zu einer Ent­span­nung der Lage bei­tragen können.“

Hans-Joa­chim Watzke, Geschäfts­führer Borussia Dort­mund
Wir hatten eine kon­struk­tive Dis­kus­si­ons­basis, die Mit­glie­der­ver­samm­lung war geprägt von gegen­sei­tiger Wert­schät­zung. Viele Gespräche mit den Fans aus dem Vor­feld haben Ein­fluss auf die Sit­zung gehabt. Unter dem Strich steht ein Kom­pro­miss. Einer, mit dem alle fried­lie­benden Fans sicher gut leben können.“

Carl Jar­chow, HSV-Vor­stands­vor­sit­zender
Dem über­wie­genden Anteil der 16 Ein­zel­an­träge haben wir inhalt­lich aus Über­zeu­gung zuge­stimmt. Aller­dings hatten wir den Antrag auf eine Ver­ta­gung zur Abstim­mung bezüg­lich des Sicher­heits­kon­zeptes gestellt, der aber mehr­heit­lich abge­lehnt wurde. Aus unserer Sicht ist es bedau­er­lich, dass wir es nicht geschafft haben, mehr Zeit zu gewinnen, um im Dialog mit den Fans für mehr Ver­trauen in und Ver­ständnis für das Sicher­heits­kon­zept zu werben.“

Klaus-Dieter Fischer, Geschäfts­führer Werder Bremen
Wir hätten es begrüßt, wenn diese Debatte nicht unter dem gegen­wär­tigen Zeit­druck hätte statt­finden müssen. Die Ver­ta­gung wäre ein hilf­rei­cher Schritt gewesen, die aktu­elle Hektik aus den Dis­kus­sionen zu bannen und inten­sive Gespräche abseits aktio­nis­ti­scher Reflexe zu führen. Wir haben uns in den ver­gan­genen Wochen intensiv gemeinsam mit unseren Fan­grup­pie­rungen und Fan­klubs mit dem Posi­ti­ons­pa­pier der DFL beschäf­tigt, haben Ände­rungs­an­träge ein­ge­reicht und konnten an einigen wich­tigen Stellen Ver­bes­se­rungen erzielen. Diese Mög­lich­keit der Ein­fluss­nahme hat uns bewogen, keine Blo­cka­de­hal­tung ein­zu­nehmen. Das erschien uns am Ende nicht ziel­füh­rend.“

Uwe Schü­ne­mann, Innen­mi­nister Nie­der­sachsen
Dies ist ein guter Tag für die Sicher­heit im Zusam­men­hang mit Fuß­ball­spielen. Auf dieser Grund­lage können wir jetzt die wei­tere Zusam­men­ar­beit mit den Ver­einen, der DFL und dem DFB auf ein sicheres Fun­da­ment stellen. Die Ver­eine haben ihre Ver­ant­wor­tung erkannt und müssen jetzt die Beschlüsse umsetzen. Der Besuch eines Bun­des­li­ga­spiels muss und wird auch in Zukunft ein Fami­li­en­fest bleiben. Fuß­ball­chaoten müssen iso­liert werden. Mit den Beschlüssen setzen die Ver­eine ein deut­li­ches Signal für mehr Sicher­heit.“

Joa­chim Herr­mann, Innen­mi­nister Bayern
Das ist ein drin­gend not­wen­diger Schritt für mehr Sicher­heit beim Fuß­ball. Die Sicher­heits­be­hörden und ins­be­son­dere die Polizei werden die Ver­eine bei der Umset­zung der ein­zelnen Maß­nahmen begleiten und auch tat­kräftig unter­stützen, um Ran­dale und Chaoten aus den Sta­dien zu ver­bannen. Unser gemein­sames Ziel ist ein fried­li­ches Fuß­bal­l­er­lebnis für alle Fans. Mit ihrer Null-Tole­ranz-Stra­tegie bei Pyro­technik hat die DFL meine vollste Unter­stüt­zung.“

Monika Bach­mann, Minis­terin für Inneres und Sport Saar­land
Ich bin froh dar­über, dass die Ver­nunft gesiegt hat. Das beschlos­sene Maß­nah­men­paket von DFB und DFL ist ein großer Schritt in die rich­tige Rich­tung beim Kampf gegen Gewalt in Sta­dien. Ich teile die Mei­nung von Dr. Rau­ball: Das ist kein Beschluss gegen die Fans, son­dern für die Zukunft des Fuß­balls.“