Seite 3: Das Papierkugel-Tor

1998/1999, Cham­pions League, Vier­tel­fi­nale
FC Bayern Mün­chen gegen 1. FC Kai­sers­lau­tern 2:0, 4:0

Tor­rei­cher aber weniger span­nend ver­lief das Vier­tel­fi­nale ein Jahr später. Nachdem der FCK sich mit seiner Sen­sa­ti­ons­meis­ter­schaft als Auf­steiger für die Cham­pions League qua­li­fi­ziert hatte, mussten die Bayern sogar durch die Qua­li­fi­ka­ti­ons­runde.

In der Runde der letzten acht war dann aber schon Schluss mit den Euro­pacup-Träumen der Pfälzer. In Mün­chen gewann der FC Bayern sou­verän mit 2:0, zu Hause auf dem Bet­zen­berg wurde es für den FCK schon fast pein­lich: Am Ende stand ein 0:4.

2008/2009, UEFA-Pokal, Halb­fi­nale
SV Werder Bremen gegen Ham­burger SV 0:1, 3:2

Die letzte Saison, in der der UEFA-Pokal noch diesen Namen trug, sah gleich sechs deut­sche Teil­nehmer. Wäh­rend Schalke und Hertha in der Grup­pen­phase aus­schieden, setzten sich Stutt­gart, Wolfs­burg und der HSV in ihren Gruppen durch. Im Sech­zehn­tel­fi­nale stieg Werder nach dem Aus­scheiden in der Cham­pions League mit ein. Nachdem Stutt­gart und Wolfs­burg die Segel strei­chen mussten, gab es im Halb­fi­nale ein dop­peltes Nord­derby.

In Bremen verlor Werder um Mesut Özil zwar mit 0:1, doch an der Elbe gewann man 3:2 und zog ins Finale ein. Unver­gessen die Vor­ge­schichte des zwi­schen­zeit­li­chen 3:1: Wegen einer Papier­kugel auf dem Feld sprang der Ball von HSV-Ver­tei­diger Grav­gaard bei einem Rück­pass ins Aus. Die anschlie­ßende Bremer Ecke ver­wan­delte Frank Bau­mann im Nach­setzen.


2012/2013, Cham­pions League, Finale
FC Bayern Mün­chen gegen Borussia Dort­mund 2:1

Das größte High­light der jün­geren deut­schen Euro­pacup-Geschichte. Nachdem die Bayern schon ein Jahr zuvor im Finale standen und unglück­lich gegen Chelsea und Didier Drogba ver­loren, sollte es dieses Jahr besser laufen. Schon die Halb­fi­nals waren echte Lecker­bissen. Bayern setzte sich mit ins­ge­samt 7:0 gegen Barça durch, Dort­mund machte es mit 4:3 gegen Real Madrid span­nender. Im aus­ver­kauften Wem­bley-Sta­dion vor über 86.000 Zuschauern wurde das erste deut­sche Cham­pions League Finale und das zweite deut­sche Finale im Euro­pacup (nach Glad­bach gegen Frank­furt 1980) zum Abnut­zungs­kampf. 

Dort­mund war besser im Spiel, aber Mandzukic ver­wan­delte nach Vor­lage von Robben in der 60. Minute zum 1:0. Nur acht Minuten später glich Gün­dogan per Elf­meter aus. Nachdem ein Lewan­dowski-Tor (damals noch für den BVB) wegen Hand­spiels abge­pfiffen wurde, sah es nach einer sicheren Ver­län­ge­rung aus. Doch Arjen Robben hatte etwas dagegen: In der 89. Minute traf der Hol­länder zum umju­belten 2:1 für die Bayern.